Stormwarrior, Wizard und Steel Shock am 23.10.2021 im Bambi Galore in Hamburg

Nach 20 sehr leisen Monaten wird es im Bambi Galore endlich wieder laut

Eventname: 2G Konzert: Revolt! Stormwarrior, Wizard, Steel Shock

Headliner: Stormwarrior

Vorband(s): Wizard, Steel Shock

Ort: Bambi Galore, Hamburg

Datum: 23.10.2021

Kosten: 20,30 € VK

Genre: Heavy Metal, Power Metal, Old School Heavy Metal

Besucher: ca. 160 Besucher

Veranstalter: Stiftung Kulturpalast Hamburg (https://www.kph-hamburg.de/)

Link: https://www.facebook.com/events/

Setlisten:

  1. Signe Of The Warlorde
  2. Heavy Metal Fire
  3. Norsemen (We Are)
  4. Metal Legacy
  5. The Axewielder
  6. Fyre & Ice
  7. Lindisfarne
  8. Ragnarök
  9. Thunder & Steele
  10. Freeborn
  11. Thunderer
  12. Steelcrusader
  13. Defenders Of Metal
  14. Odin’s Warriors
  15. Heading Northe
  16. Into The Battle
  17. Iron Prayers

  1. Intro
  2. I Bring Light Into The Dark
  3. Metal Feast
  4. 30 Years Of Metal
  5. Midgards Guardian
  6. Dark Wings
  7. Betrayer
  8. Hall Of Odin
  9. Hammer, Bow, Axe and Sword
  10. Metal In My Head
  11. Defenders Of Metal

  1. Intro
  2. Hammer Battalion
  3. Blade Of Flames
  4. Desolation Angels
  5. Night Of Steel
  6. Break Down The Walls
  7. With Fire & Steel
  8. The Blood On Thy Shield
  9. Anointed With Steel
  10. Shockwave Of Steel

Endlich geht es auch im Bambi Galore wieder los! Ganze 20 Monate haben die Fans dieser gemütlichen Hamburger Location auf einzigartige Konzerte verzichten müssen. Den Auftakt macht die Veranstaltungs-Reihe Revolt!. Leider erfordert die epidemische Lage es noch, dass dieses Event im 2G-Format stattfinden muss. Somit erhalten nur nachweislich gegen Covid-19 geimpfte oder genesene Gäste Zutritt. Dafür ist dann aber ein ungezwungenes Feiern möglich, will heißen, es besteht keine Maskenpflicht und der Ausschank von alkoholischen Getränken läuft ebenso. Genug der Formalitäten, let’s get the party started. Es ist Heavy Metal angesagt. Als Headliner spielen die Lokalmatadoren Stormwarrior, als Special Guest stehen Wizard auf dem Programm und Support Akt ist die niederländische Band Steel Shock. Die Veranstaltung ist bis auf wenige Karten ausverkauft, was eine tolle Atmosphäre erwarten lässt.

Foto: Lars Thoke

Die Reihen vor der Bühne füllen sich und dann ist es so weit. Pünktlich um 20:30 Uhr betritt die erste Band die Bühne. Schwarzes Leder und jede Menge Nieten prägen ihr Erscheinungsbild. Und dann wird es endlich laut. Man, wie habe ich das vermisst! Die fünfköpfige niederländische Formation Steel Shock startet mit dem Opener ihres aktuellen Albums With Fire & Steel. Von null auf hundert in Sekunden. Der Song heißt Hammer Battalion und animiert eine Schar textsicherer Fans direkt zum Mitsingen. Die Stimmung ist super. Gegründet wurde die Band übrigens erst 2017, die Musiker bringen aber alle einiges an Erfahrung aus vorherigen Projekten mit. Frontman Nima Sadeghi weiß die Menge für sich zu gewinnen. Clean Vocals und dosiert eingesetzte Screams prägen den klassischen Heavy Metal Stil der Truppe. Steel Shock spielen einen guten Mix aus aktuellen und älteren Songs. Als krönenden Abschluss ihres Gigs wurde mit Shockwave Of Steel noch mal ein richtig fettes Brett vom Debütalbum abgefeuert. Ein toller Auftakt für diesen Konzertabend, der die Stimmung ordentlich angeheizt hat. Es folgt eine kurze Umbau-Pause.

Die etwa 20 Minuten vergehen mit kurzem Aufenthalt an der Bar und etwas Smalltalk wie im Fluge. Als es sich vor der Bühne wieder zu füllen beginnt, sichere ich mir noch einen Platz in der ersten Reihe. Schließlich ist das der Moment, auf den ich seit Februar gewartet habe. Seitdem existieren Wizard für mich nämlich erst. Keine Ahnung, wie es mir über 20 Jahre im Heavy Metal gelungen ist, die Jungs nicht aufs Radar zu bekommen. Tatsächlich habe ich einen Moment gebraucht, um mit Metal In My Head so richtig warmzuwerden, als ich seinerzeit das Review geschrieben habe [hier kannst du es lesen], aber inzwischen liebe ich das Album. Mein Interview mit Sven D‘Anna und selbstverständlich auch die Vorbereitung auf Selbiges haben mein Interesse an der Band weiter befeuert [das Interview findest du hier]. Im Februar habe ich den Jungs noch die Daumen gedrückt, dass im Oktober wieder Veranstaltungen möglich sind und es sah lange nicht so aus, auch Wizard mussten ja kürzlich noch diverse Termine dieser Tour absagen bzw. verlegen, doch jetzt betreten sie hier vor mir die Bühne.

Foto: Lars Thoke

Ihre Show starten Wizard wie auch schon ihre Vorgänger mit dem Opener ihres aktuellen Albums. I Bring Light Into The Dark fängt die Menge direkt wieder ein und die Party geht in vollen Zügen weiter. Die Spielfreude strahlt nur so aus den Gesichtern der Bocholter Truppe und das wissen sie auf ihr Publikum zu übertragen. Tommy Hartung, der erst im letzten Jahr zu Wizard gestoßen ist, wirkt trotz der bisher wenigen gemeinsamen Auftritte bereits gut integriert. Auch die folgenden Songs Metal Feast und 30 Years Of Metal ballern ordentlich und zeigen, dass die Fans die aktuelle Scheibe schon ausgiebig auf ihre Ohren losgelassen haben, denn es wird voller Inbrunst lautstark mitgegrölt. Ein Mix aus Hits von vorherigen Alben folgt, wenn auch der vom Publikum gewünschte The Powergod nicht dabei ist, so ist es doch eine gute Auswahl fantastischer Songs. Hammer, Bow, Axe And Sword vom 1999 erschienenen Bound By Metal hat mich live dann noch mal richtig geflasht. Abgerundet wird der Gig durch zwei massive Bretter. Wizard feuern noch mal aus allen Rohren und präsentieren Metal In My Head, den titelgebenden Track des aktuellen Langeisens sowie den Klassiker Defenders Of Metal. Auf die folgenden Zugaberufe können Wizard aufgrund der engen Taktung leider nicht eingehen. Zurückblickend haben Wizard eine ausgewogene Setlist von neuen und älteren Songs zusammengestellt. Schön, wenn eine Band nach einer so langen Zwangspause auf die Bühne kommt und das Publikum die neuen Songs direkt lautstark mitsingen kann.

Foto: Lars Thoke

In einer weiteren Umbau-Pause wird die Bühne für den letzten Akt des Abends präpariert. Es ist angerichtet für das Heimspiel von Stormwarrior. Das Hamburger Quartett um Gründungsmitglied und Frontmann Lars Ramcke ist bereits seit 1998 aktiv und eine echte Macht in der Hansestadt. Ihr aktuelles Album Norsemen [hier findest du unser Review] haben sie im Dezember 2019 veröffentlicht, aber durch die epidemische Lage auch nur wenig Gelegenheit gehabt, dieses live zu präsentieren. Das Tempo zieht mit Stormwarrior jedenfalls noch mal ordentlich an. Los geht es mit Signe Of The Warlorde, einem rasanten Einstieg, der von dem 2002 veröffentlichten selbst betitelten Debütalbum Stormwarrior stammt. Vor der Bühne geht es jetzt richtig ab, Headbanging und Moschen bis zum Exzess. Das Bier spritz und ein sicherer Stand für ein paar schnelle Fotos ist Glückssache. Die Combo spielt einen bunten Mix an Songs von all ihren Alben. Vom aktuellen Album stehen mit Norsemen (We Are) und Freeborn tatsächlich nur zwei Titel auf der Setlist des heutigen Gigs. Nach Odin’s Warriors, dem dreizehnten Song, deuten Stormwarrior an, die Bühne verlassen zu wollen. Die Fans fordern unmittelbar schallend eine Zugabe und die Band lässt sich nicht lange bitten. Es geht direkt mit voller Kraft weiter, Heading Northe, Into The Battle und Iron Prayers runden die wilde Fahrt ab und setzen dem fantastischen Konzertabend gegen 0:30 Uhr einen würdigen Abschluss. Etwa dreieinhalb Stunden Livemusik knallte es auf die Ohren und gaben mir einen Hauch Normalität zurück. Die Stimmung war vom ersten bis zum letzten Moment richtig genial. Obendrein hatte ich das große Glück, ganz wunderbare Menschen kennenzulernen. Heavy Metal will never die!

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