The Hirsch Effekt – Gregær (EP)

The Hirsch Effekt wildern mit Orchester

Artist: The Hirsch Effekt

Herkunft: Hannover, Deutschland

Album: Gregær (EP)

Genre: MathCore, Progressive Metal, Post Punk, ArtCore, Tech Metal, Rock

Spiellänge: 28:45 Minuten

Release: 26.03.2021

Label: Long Branch Records

Link: http://www.thehirscheffekt.de/

Bandmitglieder:

Bass, Gesang – Ilja John Lappin
Schlagzeug – Moritz Schmidt
Gitarre, Gesang –  Nils Wittrock

Tracklist:

  1. Natans (Orchestral Version)
  2. Domstol (Orchestral Version)
  3. Kollaps (Orchestral Version)
  4. Gregær (Orchestral Version)

Am 26.03.2021 werden uns die Hannoveraner The Hirsch Effekt mit einer EP überraschen, die sich Gregær nennt. Dafür haben sich The Hirsch Effekt etwas Besonderes ausgedacht. Gregær wird in einer Auflage von gerade einmal 500 Stück auf Vinyl erscheinen, wobei die Cover von der Band selbst im Siebdruckverfahren von Hand bedruckt wurden.

Der Musikstil von The Hirsch Effekt ist nicht einfach zu beschreiben und auf gar keinen Fall einzuordnen. Sich selbst bezeichneten The Hirsch Effekt einmal als „Indielectro-Post-Punk-Metal-DIY-Band“. Aus meiner Sicht ist dies aber zu eingeschränkt, da auch Elemente von Hardcore, Klassik, Death Metal, Jazz und Deutsch Pop zu hören sind.

Auf Gregær haben sie nun noch mal einen draufgesetzt. Gregäres Verhalten beschreibt in der Biologie das Zusammenkommen von Organismen, die ansonsten allein leben. Im Falle von The Hirsch Effekt beschreibt Gregær das Zusammenkommen von Metal/Artcore und klassischer Musik.

Entstanden ist die Idee zu Gregær, nachdem man im letzten Jahr coronabedingt die Tour zum letzten Album Kollaps absagen musste. Um dieses Projekt finanzieren zu können, startete man im Juni 2020 eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne über Startnext.

Drei ältere Songs und ein neuer wurden von dem Pianisten Anthony Williams (Hagelslag) für eine erweiterte Instrumentalisierung arrangiert. So wurden aus den ohnehin schon recht komplexen Songs (denn jeder Song von The Hirsch Effekt ist komplex) kleine symphonische Werke.

Knapp zwanzig ausgebildete Musiker/innen waren in das Zustandekommen dieser „klassischen“ Werke von The Hirsch Effekt involviert. Bläser, Streicher, Percussion, Klavier und ein Chor trugen zum Gelingen dieser großartigen EP bei.

Es ist faszinierend zu hören, wie aus den drei älteren Songs Natans (vom Album Eskapist), Domstol, Kollaps (beide vom letzten Album Kollaps) und dem neuen Song Gregær (neue) symphonische Werke werden. Da kann man einfach nur mit der Zunge schnalzen. Gregær, das Zusammenkommen von Metal/Artcore und klassischer Musik, ist faszinierend und gelungen.

Das folgende Video der D Room Session Vol. 16 // Hagelslag feat. The Hirsch EffektKollaps zeigt einen kleinen Einblick, was da vor sich gegangen ist

The Hirsch Effekt – Gregær (EP)
Fazit
The Hirsch Effekt goes Gregær! Metal / Artcore trifft Klassik. Dabei kann dann nur ein avantgardistisches Sounderlebnis der Extraklasse heraus kommen. Da habe ich, als ich von diesem Projekt gehört habe, überhaupt nicht anderes erwartet. Die vorliegende EP Gregær bestätigt meine Erwartungen. Die Hirsche wildern wunderbar außerhalb ihrer eigenen Wildnis.

Anspieltipps: Natans, Domstol, Kollaps und Gregær
Juergen S.
10
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