U.D.O.: veröffentlichen Album mit dem Musikkorps der Bundeswehr

"We Are One" erscheint am 17. Juli

Der kommende Sommer sorgt für eine echte musikalische Überraschung. Die deutsche Metal-Legende und Ex-Accept Frontmann Udo Dirkschneider erfindet sich mal wieder neu und hat sich für ein eher außergewöhnliches musikalisches Projekt mit dem Musikkorps der Deutschen Bundeswehr zusammengetan. Am 17. Juli erscheint das Album We Are One via AFM-Records / Soulfood Music unter dem U.D.O. Banner und liefert den Fans fünfzehn brandneue Hymnen. Ein noch nicht da gewesenes Unterfangen.

Gemeinsam mit den ehemaligen alten Accept Recken Stefan Kaufmann und Peter Baltes haben sich U.D.O. mit der Konzertband der deutschen Streitkräfte, unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling, zusammengetan und ein Konzeptalbum eingespielt. Thematisch beschäftigen sich die fünfzehn neuen Songs alle mit den globalen Herausforderungen und Problemen unserer Zeit, so befasst man sich in Future Is The Reason Why mit dem Klimawandel, in Live Or Die mit der weltweiten Flüchtlingsmisere, in Children Of The World mit der Fridays For Future Bewegung und in Mother Earth mit der Umweltverschmutzung, die immer weiter fortschreitet.

„Wir alle leben auf diesem einen Planeten. Egal wer wir sind, was wir machen und was unsere Beweggründe sind, wir alle haben auch nur diesen einen Planeten“, kommentiert Udo Dirkschneider die Idee hinter We Are One. „Es gibt keinen Planeten B. Wenn ich die Bilder von dem ganzen Plastikmüll sehe, der in unseren Weltmeeren schwimmt oder wenn ich in den Nachrichten von der nächsten Klimakatastrophe höre, dann frage ich mich, wie verantwortungslos und leichtfertig wir doch manchmal sind. Es geht dabei ja auch nicht nur um uns, sondern auch um alle anderen, die auf diesem Planeten leben, es geht auch um unsere Kinder.“

Das Motto kann nur heißen, We Are One …, nur gemeinsam können wir diese dringenden globalen Probleme bewältigen, also lasst es uns heute beginnen!“

Für das Songwriting zeichnen sich Udo Dirkschneider zusammen mit Stefan Kaufmann und Peter Baltes verantwortlich, die Unterstützung von Oberstleutnant Christopf Scheibling und den beiden Komponisten Guido Rennert und Alexander Reuber vom Musikkorps erhielten. Wer nun an diverse in der Szene einschlägig bekannte Rockband-trifft-Orchester-Gehversuche denkt, liegt weit daneben. Es ist ein aufwendig arrangiertes Konzeptalbum, das den erdigen Metalsound von U.D.O. nicht einfach mit dem des Musikkorps erweitert, sondern erneut beweist, wie charakterstark und zugleich wandelbar der German Tank ist. Hier wurde die Band nicht einfach um ein 60-köpfiges Orchester erweitert, sondern Udo demonstriert, wie gut er mit vermeintlichen Stilbrüchen harmonisiert.

Das Album ist zudem eine kritische Bestandsaufnahme einer Welt, in der wir alle unsere deutlichen Spuren hinterlassen und in der wir uns alle auf unsere Weise verantworten müssen. Doch damit nicht genug, denn mit der Nummer Pandemonium positionieren sich die Metaller von U.D.O. und die Deutsche Bundeswehr gegen Rechts oder würdigen in Rebel Town im dreißigsten Jahr der deutschen Einheit die Bürger/innen Leipzigs für ihren Einsatz in der friedlichen Revolution, den Mauerfall und die Einheit.

Wie könnte so eine Botschaft besser musikalisch zum Ausdruck gebracht werden, als mit einem Projekt, bei dem alle Beteiligten auch musikalisch weit über ihre Grenzen hinaus denken mussten? Für Udo Dirkschneider ist We Are One ein lang gehegter Traum, der sich nun erfüllt hat. Seit dem gemeinsamen Erfolgsauftritt mit dem Musikkorps der Bundeswehr in Wacken (2015) und der Navy Metal Night in Tuttlingen (2014), war er davon beseelt, diese Zusammenarbeit im kreativen Bereich weiter auszubauen.

Auch Oberstleutnant Christoph Scheibling, Dirigent des in Siegburg ansässigen Musikkorps der Bundeswehr, schwärmt: „Die Komponisten und Arrangeure haben nicht nur ganze Arbeit geleistet, sondern fantastische Songs geschrieben, die aus Orchester und Band absolut alles herausholen. Musikalisch reicht der Bogen vom Speed Metal bis zum klassischen Metalsong, von der Ballade bis zum Funkstyle. Wir haben als Orchester alles aufgeboten, was geht, sogar Solosängerin, Dudelsack, eine Drumline und orientalische Percussioninstrumente.“ Er stand mit seinem Musikkorps der Bundeswehr schon 2015 mit Udo zusammen in Wacken auf der Bühne. „Das Motto damals war eindeutig „Metal, Matsch, Militärmusik“, erinnert er sich. Ein Erlebnis, das den Startschuss für die bis heute andauernde Zusammenarbeit legte. Nun findet dieses Crossover mit We Are One seinen Höhepunkt.

Auch was den inhaltlichen Aspekt von We Are One betrifft, sprechen die U.D.O.-Musiker und die Bundeswehr eine Sprache. Dies zeigt sich zum einen beim internationalen Engagement aber auch beim Umweltschutz, der gerade bei der Bundeswehr groß geschrieben wird. So werden ehemalige Militärflächen dem Naturschutz überstellt oder Soldaten für den Kampf gegen Waldbrände oder Umweltkatastrophen eingesetzt. Auch unterstützt die Bundeswehr aktiv den Umweltschutz in den deutschen Küstenregionen und überwacht den Luftraum über Nord- und Ostsee, um Meeresverschmutzer rechtzeitig aufzuspüren.

„Gleich mehrere Songs legen den Finger in die offene Wunde unserer Umweltbedrohung, sogar die Fridays-for-Future-Bewegung wird besungen. Und auch die Metaltöne aller anderen Titel sind „Heavy Arguments“ zu den globalen Herausforderungen und endlich die lautstarken Appelle an unser aller Verantwortung“, sieht auch Christoph Scheibling als Repräsentant der Bundeswehr die wichtige Botschaft hinter dem Album. „Noch nie war die Kritik gegenüber einem weltweiten Konsumwahn oder dem Cyber-Wahnsinn so ausdrucksstark. Noch nie waren die Weckrufe gegen Protektionismus, gegen Nationalismus und vor allem gegen Rechts oder die Würdigung der „Rebellen“ (Leipzig 1989) so wichtig. Orchester und Band wurden zu We Are One, zu einem Sprachrohr für ein besseres Leben auf unserem Planeten und in unserem Land. Das geht uns alle an!“

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