Verminoth – Primordial Tomb

Zäher Sound aus dem Waldland von Penn

Artist: Verminoth

Herkunft: USA

Album: Primordial Tomb

Spiellänge: 33:39 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 08.10.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://verminoth.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Bobby Yogodich
Gesang und Bassgitarre – Brent Leinheiser
Gitarre – Zach Nace
Gitarre – Jeff Kormos
Schlagzeug – Mark Bixler

Tracklist:

  1. I
  2. Death Vortex
  3. Perpetual Necrotic Orbit
  4. Unborn Indefinitely
  5. II
  6. Primordial Tomb
  7. Vulgar Ascension
  8. Obsolescense
  9. Defiled Cadaver Autopsy
  10. III

Die Geschichte der Band Verminoth ist eigentlich schnell erzählt, da es sich um recht junge Musiker handelt und diese erst seit 2020 besteht. Die Burschen stammen aus York, Pennsylvania, USA und machen zusammen seit 2020 Mucke. Ein Demo mit zwei Songs wurde sofort aufgenommen und veröffentlicht und nun folgt das Debüt. Die beiden Songs vom Demo befinden sich auch auf dem Full Length. Over and out.

Mit dem rauschenden Intro namens I geht es los. Die ersten richtigen Töne hört man dann bei Death Vortex. Death Metal ist angesagt und natürlich der alten brutalen Schule. Die Amerikaner legen los wie die Feuerwehr. Feine, tiefe Growls und dreckige Screams geben sich die Klinke in die Hand. Feinstes Geballer der alten Schule, gepaart mit einem dreckigen Sound. Nach ca. 25 Sekunden wechselt man aber schon ins Midtempo und treibt sich dort druckvoll herum. Ein lang gezogenes Lead läuft im Hintergrund, während der Drummer das Tempo überwiegend beibehält. Noch ein weiterer Groove-Part. Das Riffing kommt ganz geil. Fettes Gitarrenriff und dann ab in den Ballerpart. Das ist einfach, aber sehr effektiv und dann wird das Tempo wieder herausgenommen und ein heulendes Gitarrensolo aus der Schublade geholt. Das Riff bleibt bestehen, das Tempo bleibt langsam, die Growls kommen noch dazu und Feierabend.

Perpetual Necrotic Orbit groovt sich am Anfang auch einen, kommt mit gutem Riffing aus und spielt ein wenig versetzt. Nach einer Minute erfolgt eine Knüppeltattacke, man geht einigermaßen technisch zur Sache und verwendet gurgelnden Gesang. Dann nimmt man das Tempo mal so richtig raus und groovt langsam vor sich hin. Der Groove wird später mit lang gezogenem Riffing kombiniert und der doppelte Gesang kommt wieder zum Einsatz. Die Gitarre klingt wieder wie eine Sirene und ein langsamer Part prasselt auf den Zuhörer nieder – so fädet man am Ende aus.

Unborn Indefinitely doomt am Anfang mal so richtig vor sich hin. Das Tempo ist schön langsam. Ein melodisches Riff wird verwendet und das Geschleppe nimmt seinen Lauf. Rülpsende Gesangskünste kommen zum Vorschein und weiter geht es in ruhigen Gewässern. So geht es weiter. Es groovt und drückt an allen Ecken und Kanten. Nach ca. zwei Minuten gibt es dann ein paar Vorspieler zu hören, aber schneller wird es erst einmal nicht. Man bleibt beim groovigen Konzept, auch wenn der Drummer hier und da mal kurz anzieht. Der Rhythmus ist gut und man muss förmlich mit dem Kopf nicken, aber mehr eben auch nicht. Neben den Growls und den Screams kommt noch einmal der rülpsende Gesang zum Einsatz. Das Riffing verändert sich ein wenig, es werden Obertöne mit eingebaut und nach vier Minuten ist Schluss. Ein bisschen Abwechslung wäre ganz geil gewesen.

Mit II folgt das nächste, fließende Intro und dann kommt der Titeltrack namens Primordial Tomb. Auch hier bleibt man sich erst einmal treu und agiert im Midtempo. Das Riffing ist wieder absolut vorzeigbar und so schleicht man wieder durch die dunklen Gassen von York. Neben den Growls kommen noch einmal die Rülpsgeräusche zum Vorschein. Damit haben sie es. Die Screams gesellen sich auch dazu, das wird verschärft und man denkt, nun wird es richtig fix. Ist aber nicht so. Genau das Gegenteil passiert. Man geht wieder zum Lachen in den Keller und mit der Geschwindigkeit auch. Sie verändern zwar drumtechnisch hier und da die Geschwindigkeit, aber ich hätte mir schon ein wenig eine richtige Attacke gewünscht. Wäre eine gelungene Abwechslung gewesen. Es wird aber ordentlich Druck erzeugt, das muss man schon sagen.

Vulgar Ascension gefällt mir da schon besser, da sie im erhöhten Midtempo agieren und somit sehr aggressiv klingen. Zwar nimmt man auch hier kurz das Tempo ganz raus, kehrt dann aber wieder zum Midtempo zurück. Klingt fett. Tempo wieder ganz runter. Die Gitarre trillert und die Drums betonen diese langsam. Es werden Stopps mit eingebaut und dann ist Ende.

Gitarren und Bass vorweg, so lautet das Motto Obsolescense. Der Gesang zeigt sich wieder mit allen Gesichtern und das Tempo ist wie immer. Midtempo und Slow. Das ist alles nicht schlecht, haut mich aber nicht vom Hocker.

Über sieben Minuten geht der letzte offizielle Song Defiled Cadaver Autopsy. Ein langes Bassolo läutet den Song ein und dann wird er halt sehr langsam aufgebaut. Die Screams erklingen und alles ist wie gehabt. Im Midtempo kämpft man sich vorwärts und wechselt hin und her. Das Riffing ist wieder markant und man fühlt sich so, als wäre man in einer Gruft gefangen und möchte raus. Nach drei Minuten kommt endlich ein Uptempopart und nun geht der Song echt steil. Schockt. Ist aber viel zu lang, da man danach nur noch recht langsam zu Werke geht. Klingt aber schon zerstörend und zermürbend.

Mit III liefert man noch ein Outro und dann sind auch schon 33 Minuten um.

Verminoth – Primordial Tomb
Fazit
Verminoth aus Pennsylvania liefern uns bei ihrem Debütalbum zähen Old School Death Metal ab, der teilweise sehr morbide klingt. Dieses liegt auch am Sound. Meistens bewegt man sich sehr langsam vor, wechselt ins Midtempo und nur selten fügt man einen Uptempopart dazu. Kommt schon ganz gut, könnte aber abwechslungsreicher sein.

Anspieltipps: Death Vortex und Primordial Tomb
Michael E.
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