Event: Villagers Of Ioannina City – Venceremos Tour 2026 – Part I
Bands: Villagers Of Ioannina City
Ort: Pauli Bahnhof, Spielbudenplatz 21-22, 20359 Hamburg
Datum: 14.03.2026
Kosten: VVK circa 36,20 €, AK 40 €
Zuschauer: ca. 350 Menschen
Genre: Progressive Rock, Folk Rock, Stoner Rock, Psychedelic Rock
Link: https://bahnhofpauli.de/
Setlist:
- Home
- Age Of Aquarius
- Skaros
- Dance Of Night
- Arrival
- Father Sun
- Ti Kako
- Venceremos
- For The Innocent
- Zvara
- Requiem
Vorbands sind in der Regel kaum mehr als schmückendes Beiwerk. Das haben sich auch Villagers Of Ioannina City aus Griechenland gedacht, die einfach ohne jeden Support unterwegs sind. Während der Venceremos Tour 2026 – Part I gibt es an manchen Standorten eine lokale Band, die vor der Truppe auf die Bühne geht. Passen zu dem sehr speziellen Sound tut eigentlich nur eine Band. Das sind Villagers Of Ioannina City selbst. Auch am heutigen Samstagabend in Hamburg gibt es keinen Support. Um 20 Uhr geht es los und gegen einige Minuten nach 21:30 Uhr ist das Konzert durch. Dazwischen gibt es aber ein sehr intensives Erlebnis.
Wo ist Venceremos?
Es gibt noch eine weitere Besonderheit auf dieser Tour. Der Namensgeber der Venceremos Tour 2026 – Part I, die LP Venceremos, die ist noch gar nicht veröffentlicht. Es gibt ein Cover auf dem Plakat und eine Ankündigung für Frühjahr 2026. Wie dieses Konstrukt zustande gekommen ist, ist leider nicht bekannt. Liegt es mal wieder an den Presswerken?
Der Pauli Bahnhof ist ein Club im Keller des Klubhauses St. Pauli, direkt neben dem bekannteren Club Docks am Spielbudenplatz. Der Keller erlangte aber bereits mehrfach Berühmtheit. Das weniger durch die Musik auf der Bühne. Aber Stromausfälle, Feuerfehlalarm oder ähnliche Dinge gehören im Keller des Klubhauses dazu. Die Sanierungen vor einigen Jahren waren wohl nicht perfekt. Egal, die Treppe geht es runter und gegen 20 Uhr füllt sich der Laden. Nicht bis auf den letzten Platz, aber mehr als ordentlich.

Was folgt, ist eine Demonstration einer Band, die in Griechenland bereits große Konzertsäle füllt. Gesang, Gitarren, Bass und Drums gibt es auch. Dazu Klarinette, Karval, Sackpfeifen oder Didgeridoo. Das verweben die Protagonisten zu einem Sound, der anspruchsvoll, aber nicht zu sperrig ist. Progressiv sind Villagers Of Ioannina City bestimmt, aber auch folkig, mit Saiten, die auch gelegentlich in Richtung Stoner-Rock driften, und einem Gesang, der sich mit den folkigen Instrumenten die Hand reicht. Speziell ist das Quintett, aber musikalisch in ihrer eigenen Liga und mit einem sehr hohen Wiedererkennungswert.
Vom noch nicht veröffentlichten Namengeber der Tour gibt es vier Nummern, die gefühlt etwas härter und schneller sind als die Sachen von der 2019er-LP Age Of Aquarius. Spätestens bei den in griechischer Sprache gehaltenen Ti Kako und Zvara steppt der Bär. Ein tanzender Moshpit bei einem Konzert mit eher progressiver Musik hat Seltenheitswert.
Villagers Of Ioannina City spielen in ihrer eigenen Liga

Was ist hervorzuheben? Vieles, neben dem bereits erwähnten alten Schinken in griechischer Sprache das Doppel Arrival und Father Sun. Natürlich gehört And The Innocent zu den hervorstechenden Nummern. Es ist Musik, die es nicht an jeder Straßenecke auf die Ohren gibt, und sie fasziniert die Menschen vor der Bühne.
Es gibt auch etwas zu kritisieren. Klar ist das Set auch heute zu kurz. Es ist egal, welche Band spielt – in der Regel ist das Set immer zu kurz, wenn die Protagonisten abliefern. Der Sound ist für den Pauli Bahnhof gut und die gesamte Performance unglaublich intensiv. Das Manko mit der noch nicht veröffentlichten neuen LP wird Villagers Of Ioannina City selbst am meisten ärgern. So bleibt die Hoffnung, dass die Truppe nach der Veröffentlichung noch einmal den Weg in die Hansestadt findet. Musikalisch ist das Dargebotene großer Sport. Villagers Of Ioannina City haben ihre Fans knappe 100 Minuten in ihre eigene musikalische Liga entführt.










