Wolves Of Perdition – Ferocious Blasphemic Warfare

Eine Kampfansage an alle Religionen

Artist: Wolves Of Perdition

Herkunft: Finnland

Album: Ferocious Blasphemic Warfare

Genre: Black Metal

Spiellänge: 53:25 Minuten

Release: 26.02.2021

Label: Folter Records

Link: https://www.facebook.com/WolvesOfPerdition

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Varjo
Gitarre – Hellpriest
Gitarre – The End
Schlagzeug – Khal’Uzi 666

Tracklist:

  1. Veniunt
  2. Demon Blood
  3. King Death
  4. Ventum Mortis
  5. Holy Execution
  6. End Of The Rope
  7. And Pain It Shall Be
  8. The Rising Storm
  9. Tempestate Lucifer
  10. To The Wolves
  11. Blasphemic Warfare
  12. REV 13.4
  13. Deus Est Mortuus

Als junge Band im Genre des Schwarzmetals begibt man sich schnell auf dünnes Eis. Eine geschickte Balance zwischen typischem und möglichst traditionellem Black Metal und einer eigenen Handschrift glückt nicht jedem. Folter Records haben in letzter Zeit hier ein gutes Händchen bewiesen und schicken nun ein neues schwarzes Pferd ins Rennen. Wolves Of Perdition werfen sich hoch motiviert in den Ring.

Mit dem Debütalbum Ferocious Blasphemic Warfare haben die Finnen einmal grundsätzlich allen Religionen dieser Welt den Kampf angesagt! Wieso auch nur auf eine eindreschen, wenn man den Krieg gleich allen erklären kann? Den passenden Kriegssoundtrack bietet diese dreizehn Songs lange Platte definitiv.

Doch gehen wir ein wenig ins Detail. Ferocious Blasphemic Warfare beginnt mit dem introgleichen Veniunt, das Sirenen, Krankenhausgeräusche und Stimmengewirr beinhaltet. Demon Blood läuft hier direkt über und macht klar, mit den Wölfen ist nicht gut Kirschen essen. Bis hier hin ein gut gemachter Black Metal, so wie wir ihn mögen. Doch schon beim nächsten Titel King Death horcht man auf. Nicht nur die Vocals überraschen mit plötzlichem, tiefem Growling, das auch im weiteren Verlauf der Scheibe zu finden ist. Bitterböse Gitarrenriffs und bretternde Drums machen klar, dass in diesem Kampf keine Gefangenen gemacht werden. Ein Highlight ist Ventum Mortis, das nicht nur leicht und eingängig durch die Ohren schießt, es zeigt auch allerhand bösartig verspielte Feinheiten und Details. Für mich ein neues Must-have in jeder BM-Playlist.

Abwechslungsreichtum zieht sich wie ein roter Faden durch Ferocious Blasphemic Warfare und zeigt, mit welchem technischen wie kreativen Können Wolves Of Perdition arbeiten. Für ein Debüt eine beachtliche Leistung. Der Sound überzeugt mit kratziger Brutalität und einer kämpferischen Atmosphäre. Dabei bleibt das Konzeptalbum stets harmonisch. Reich an Details und geglückter Verspieltheit wird es trotz der Länge nie langweilig.

Wolves Of Perdition ist der Balanceakt geglückt. Eine Meisterleistung, die sich nicht in tiefen finnischen Wäldern verstecken muss. Die Band möchte man in solchen vielleicht lieber nicht treffen. Dafür aber hoffentlich irgendwann mal auf einer Bühne, um sich gemeinschaftlich die Haare durchzuschütteln.

Wolves Of Perdition – Ferocious Blasphemic Warfare
Fazit
Für das Debüt Ferocious Blasphemic Warfare von Wolves Of Perdition bin ich voll des Lobes. Die Platte hat Eigenheiten, viele Details sowie Abwechslung und bleibt dennoch genretreu. Eine beachtliche musikalische wie kompositorische Leistung macht Spaß auf ganzer Linie. Ich bin gespannt, was Wolves Of Perdition im Laufe Ihrer Karriere noch so auf die Beine stellen.

Anspieltipps: King Death, Ventum Mortis und Tempestate Lucifer
Martha K.
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