3 Dreams Never Dreamt – Another Vivid Detail

Ende oder Neuanfang!

Artist: 3 Dreams Never Dreamt

Herkunft: Mailand, Italien

Album: Another Vivid Detail

Spiellänge: 59:12 Minuten

Genre: Surrealistic Avantgarde Metal, Progressive Metal

Release: 05.02.2021

Label: My Kingdom Music

Link: https://www.facebook.com/3dreamsneverdreamt

Bandmitglieder:

Gesang – Gianluigi Girardi
Gitarre und Keyboard – Andy Signorelli
Gitarre – Andrea Rendina
Bassgitarre – Maria Torelli
Schlagzeug – Davide Martinelli
Gast Gesang bei The Dance – Ilaria Esposito
Gesprochener Text bei The Black Dressed Clown und The Ballad Of A. – Mattia Stancioiu

Tracklist:

  1. Interconnections
  2. The Black Dressed Clown
  3. The Ballad Of A.
  4. May
  5. The Dance
  6. J. Doe
  7. The Antipodist
  8. 3:46 The Moon Of The Last Day
  9. The Poet
  10. Save Me From Myself
  11. Another Vivid Detail

Vor rund 14 Jahren gegründet, haben 3 Dreams Never Dreamt es bis heute auf zwei Alben geschafft. Man könnte meinen, dass es nicht viel ist, aber immerhin sind sie noch da, und das ist ein glücklicher Umstand, der vielen Bands nicht gelungen ist.

Aber mal von vorne. 2007 gründete Gianluigi Girardi (Crown Of Autumn, ex-Soul Takers) zusammen mit Andy Signorelli die Band. Es wurden Mitstreiter gesucht, gefunden und 2013 das erste Album A Vanishing Day veröffentlicht. Nun ist mit Another Vivid Detail das zweite Konzeptalbum erschienen und es scheint, als würde die Band bewusst weniger auf Quantität setzen, dafür die Qualität sehr in den Fokus nehmen.

Die Songs bauen eine sehr tiefe Atmosphäre auf und nehmen die Hörerschaft mit in die Manege eines eigenartigen Zirkuszeltes. Uns begegnen einige wichtige Charaktere; sie erleben ihre Geschichten. Selbst nach einigem Hören dieses Albums kann ich immer noch neue Facetten entdecken.

Gleich zu Beginn beschreibt Interconnections schon die Richtung, in die unsere Reise gehen wird. Nach einem kleinen Intro begrüßen uns schon schwere Gitarren, um uns zu unseren Plätzen zu führen. Die sehr eingängigen Riffs bezeichnen schöne Spannungsbögen und bringen uns gleich zum ersten Charakter.

The Black Dressed Clown beginnt damit, uns zu unterhalten, doch bei all dem Gelächter gibt es da doch so einen gewissen Unterton, der mitschwingt und da sind auch wieder diese schwermütigen Gitarren. Am Ende sind vielleicht doch alle ein kleines bisschen froh, dass der Clown in The Ballad Of A. der Messerwerferin Platz machen muss. Aber ob die Show dadurch glücklicher wird?

Mit May und The Dance werden wir immer weiter in den Bann der eigenartigen Show gezogen. The Dance besticht dabei zusätzlich durch die großartigen Gesangsparts von Ilaria Esposito.

J.Doe wird dann erst mal viel ruhiger, bevor dann zum Ende die Instrumente wieder aufdrehen und den Song zu einem sehr schönen Finale führen, bei dem es dann auch wieder richtig laut wird. Auch die nächsten beiden Songs schlagen ruhigere Töne an, bevor The Poet dann wieder mehr zulangt und der Metalanteil wieder etwas mehr sein Gesicht zeigt.

Save Me From Myself trägt uns dann zum Resümee mit Another Vivid Detail. Wieder ruhiger und zum Ende erscheint es, als wollte Sänger Gianluigi uns lieber diese Geschichte erzählen und wechselt immer wieder zwischen Erzählstil und seinem anspruchsvollen melodischen Gesang.

Nach etwa 60 Minuten steht dann nur eine Frage im Raum: Ende oder Neuanfang?

3 Dreams Never Dreamt – Another Vivid Detail
Fazit
Ende oder Neuanfang? Da dieses Album jedes Mal ein Stück mehr von seiner Atmosphäre eröffnet, auf jeden Fall Neuanfang. Und das wieder und wieder.

Anspieltipps: The Black Dressed Clown, The Dance und The Poet
Ruediger H.
9
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