Afsky – Sorg

“Depressive One-Man-Show!“

Artist: Afsky

Herkunft: Ugerløse, Dänemark

Album: Sorg

Spiellänge: 48:15 Minuten

Genre: Black Metal, Atmospheric Black Metal, Depressive Black Metal

Release: 09.03.2018

Label: Vendetta Records / Broken Silence

Link: https://www.facebook.com/pg/AFSKY-631558916986101/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang und Instrumente – Ole Luk

Tracklist:

  1. Jeg Bærer Deres Lig
  2. Skær
  3. Sorte Vand
  4. Stjernerne Slukkes
  5. Vættekongen
  6. Glemsomhedens Elv
  7. Oh Måneløse Nat

Ein-Mann-Projekte sind im Black Metal durchaus häufiger zu finden als in allen andren Genres zusammen. Das jeweilige Ergebnis liegt zwischen grandios und bodenlose Frechheit, denn die Qualität ist manchmal schon am untersten Limit angekommen. Das kann man über Luk aus Dänemark nicht sagen, der unter dem Titel Afsky einen düsteren Mix aus Atmospheric Black Metal und Depressive Black Metal an den Tag legt. In fast fünfzig Minuten bestimmen schwere Klänge, düstere Einschnitte und lebensverneinende Höhepunkte das Geschehen. Über Vendetta Records / Broken Silence findet ihr das Album seit Frühjahr dieses Jahres passend für die sich langsam nähernde kältere Jahreszeit. Blicken wir jetzt noch mal auf das Album Sorg, das mit einem schaurigen Cover besticht. Nicht nur das Artwork wurde frostig wie tödlich gestaltet, sondern auch die sieben einzelnen Passagen, die das Studioalbum prägen.

Angefangen mit Jeg Bærer Deres Lig wurde das Material von Luk meist größer aufgebauscht, sprich, die sieben Minuten Hürde wurde nur zu gerne genommen. Ausschließlich Vættekongen und Glemsomhedens Elv bleiben darunter. Atmosphärisch und depressiv – das kann man ohne weitere Fragen stehen lassen. Die Passagen strotzen nur vor selbstzerstörerischem Einklang, der nur darauf aus ist Geist und Körper zu schaden. Gesanglich verfällt Luk in sachliche Growls, die gekeift, gekrächzt und nur zu gerne lang gezogen werden. Hinabfallen und nur schwer mental aufbauen bleibt das Motto auf Sorg, das wie ein tödlicher Strudel keinen Halt vor eurer Seele macht. Mir persönlich gefallen da die instrumentalen Einheiten gut, die viel Platz für Tiefen lassen. Das Drumming klingt hier und da etwas plastisch, aber darüber kann man hinwegsehen. Rhythmus gehalten, Umschwung eingeleitet – dafür reicht auch die Arbeit aus, die vom Schlagzeug ausgeht. Das Gitarrenspiel steht im Vordergrund gemeinsam mit der Double Base, die nur zu gerne dahin galoppiert. Ausnahmen bestätigen die Regel, um eine weitere Floskel einzubinden, aber so kann man das Gesamtkonstrukt stehen lassen. Bedacht auf eine individuelle Klasse, möchte der Solokünstler dem Hörer kein Ramsch andrehen – das wiederum steigert das Interesse an Afsky, das man ruhig mal aufdrehen darf. Nicht so verrückt wie Shining aber einen guten Schlag von Sterbend oder Ghost Bath abbekommen, kommen mit Skogen oder Wolves In The Throne Room weitere Einflussträger dazu. Unterm Strich bleibt Ole Luk positiv hängen, der sonst auch bei Solbrud aktiv mitwirkt.

Fazit: Wer was zu meckern finden möchte, der wird bei Afsky auch ohne ganz tief graben zu müssen, was auf der Hand haben. Auf der anderen Seite muss man sehen, wie die Leistung diverser anderer Ein-Mann-Kombos ist und da kann Ole Luk ganz sicher weiter oben mitmischen. Das Konzept ist klar vorgeben und wird ebenso arrangiert ausgeführt. Genrekenner dürfen da zugreifen und mal reinlauschen, was aus dem Norden zu uns nach Deutschland weht. Für kalte Wintertage alles andere als ein Stimmungsaufheller, und so soll es bekanntlich auch aufgenommen werden.

Anspieltipps: Jeg Bærer Deres Lig und Sorte Vand
Rene W.7.8
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7.8

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