Almost Dead – Brutal Onslaught

Metal Therapie Bay Area Hardcore Thrash

Artist: Almost Dead

Herkunft: USA

Album: Brutal Onslaught

Genre: Thrash Metal, Groove Metal

Release: 28.05.2021

Label: Art Gates Records

Link: https://www.facebook.com/BayAreaHardcoreMetal

Bandmitglieder:

Gesang – Tony Rolandelli
Gitarre – Zach Weed
Bassgitarre – Logan Shackleton
Schlagzeug – Ryan Glick

Tracklist:

  1. Cage Fighter
  2. Leave The Weak
  3. Last Rite
  4. Downfall
  5. Amaurosis
  6. Lost My Way
  7. Masked Pain
  8. Ideal Remains
  9. Turn To Stone
  10. Pull Rank
  11. Metal Therapy
  12. A Vile Descent

Diese fünf Musiker aus dem sonnigen Kalifornien unterhalten schon uns seit dem Jahre 2002. Auf dem Schirm hatte ich sie bis dato nicht, dabei klingt der Name doch echt vielversprechend. Man hat es auch auf vier Full Length gebracht und ballert nun das fünfte Album raus.

Ohne Erwartungen, da ich die Band ja nicht kannte, ran ans Werk. Klaro gelesen, dass es sich um Thrash Metal, aber auch um Groove Metal handeln soll und nach dem Hören des Openers Cage Fighter kam ich zu dem Ergebnis, dass die Beschreibung durchaus passen könnte. Sofort kamen mir aufgrund des Songwritings und des Riffings Pantera in den Sinn. Diese groovenden Riffs und das drückende Drumming kommen einem schon sehr bekannt vor. Auch der recht angepisste Gesang von Toy geht in die Richtung. Dieses zieht sich durch den ganzen Song. Nicht falsch verstehen, der Song macht Spaß und ist gut gemacht, aber die Ähnlichkeit ist sehr verblüffend. In der Mitte gibt es dann einen Vorspieler und man haut einen Machine Head Part raus, wechselt dann wieder ins Groovige und knallt danach eine Melodie auf dem Markt, bevor man dann wieder mit der Pantera-Keule den Song beendet.

Leave The Weak kommt mit langsamem Riffing zu Beginn und wechselt dann in einen langsamen Thrash Metal Part, bevor die Aggrostimme losgeht. Die Vocals sind hier schön variabel, genauso wie das Songwriting. Trotzdem zieht der Song irgendwie so an mir vorbei.

Last Rite kommt auch sehr groovig aus den Boxen und sofort sind diese Pantera-Gedanken wieder in meinem Kopf. Das Riffing kommt ganz gut und im Midtempo wird der Tag erst einmal begonnen. Und dann diese typischen Grooves, die eben Pantera so draufhaben. Almost Dead bringen schon eigene Ideen mit, lassen aber keinen Zweifel daran, von wem sie sehr beeinflusst wurden. Ist ja auch nichts Verwerfliches bei, keine Frage. Der Song drückt und groovt. Kommt gut, wenn auch unaufgeregt. Dann aber auf einmal Vorspieler und volle Attacke und dann wieder in den Groove. Gute Idee, schockt wohl.

Downfall ist wohl der abwechslungsreichste Song des Albums. Mit einem cleanen Part legt man los. Darauf folgen Cleanvocals, die ich persönlich nicht so geil finde. Es gesellen sich noch Keys hinzu. Der Song geht so weiter. Klingt auf eine eigene Art und Weise schon bedrohlich. Nach 90 Sekunden ist Schluss mit lustig und es wird wie aus dem Nichts heraus eine volle Attacke gefahren, kurzes Break und ein schneller thrashiger Part mit screamigen Vocals wird ergänzt. Sehr druckvoll, später noch mit doppeltem Gesang. Danach folgt ein Break, darauf ein Stakkatoriff mit betonenden Drums. Wildes Solo, am Ende folgt ein heaviger Part und mit einem cleanen Part endet der Song. Sehr interessant.

Bei Lost My Way lässt man es ein wenig ruhiger angehen. Hier zeigt man aber, dass man ein gutes Gefühl hat. Dieses zeigt man in der Melodie und dem groovenden Part. Der Gesang drückt und der Part erinnert mich ein wenig an Papa Roach, aber nur kurz, keine Sorge. Die Burschen sind natürlich härter. Auch das Solo kann überzeugen.

Ideal Remains gefällt mir eigentlich am besten. Der Song ist schon brutal und schnell, groovt aber auch und verwendet eine geile Melodie. Kurze Blastbeats machen mich immer happy.

Almost Dead können mich zwar nicht ganz auf ihre Reise mitnehmen, aber überwiegend können sie mich echt überzeugen. Neben den typischen Pantera-Passagen lässt man genügend Platz für eigene Ideen. Die Vocals sind sehr variabel, gefällt mir gut. Hier und da bauen sie immer kurze und chaotische Blastbeats mit ein. Diese in Kombination zum thrashigen Riffing passen extrem. Außerdem sitzen die meisten Melodien und Hooks. Das eine oder andere Mal klingen sie mir aber zu wirr und zu verspielt. Wird wohl gewollt sein, aber klingt eben manchmal zu konfus. Aber im Ganzen gesehen ein gutes Album.

Almost Dead – Brutal Onslaught
Fazit
Almost Dead bieten eine echt interessante Mischung aus Groove Metal und Thrash Metal und dürften nicht nur Pantera-Fans gefallen. Nicht alles hat mich umgehauen, aber die Burschen fahren mit guten Melodien, Hooks und Grooves auf. Zudem verwenden sie brutale Riffs, variable Vocals und Blastbeats. Anchecken!

Anspieltipps: Downfall und Ideal Remains
Michael E.
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