Asinis – Blood (EP)

Positives Geballer

Artist: Asinis

Herkunft: Fulda, Deutschland

Album: Blood (EP)

Spiellänge: 19:16 Minuten

Genre: Metalcore, Modern Metal

Release: 19.08.2021

Label: Seek & Strike

Link: https://www.asinisband.com

Bandmitglieder:

Gesang – Paso
Gitarre – Ena
Gitarre – Jugger
Bassgitarre – Steek
Schlagzeug – Philatros

Tracklist:

  1. Division
  2. Emperor
  3. Blizzard
  4. Bloodbrothers
  5. Light

Ich höre gefühlt pro Woche 300 Songs, die mir als das Beste, was jemals produziert wurde, beworben werden. Da freue ich mich, wenn zwischendurch mal eine Band ist, die ganz nett nur nach meiner Meinung fragt und das, ohne im Voraus einen mit mindestens 30 A4 Seiten an Marketingtext zu überschütten. Doch bei Asinis muss ich gestehen, dass ich ab dem ersten Song – und ich habe sie vorher wirklich nicht gekannt – gedacht habe, dass mir das alles irgendwie bekannt vorkommt. Aber nicht so ein „Abklatsch-Bekannt“, sondern eher ein wohliges „hier fühlt man sich zu Hause-Bekannt“. Mit ihrer EP Blood bringt das Quintett ihre zweite EP auf den Markt. Nach drei Singles und ihrer Debüt-EP Roots (2020) eröffnete die Single Emperor die Türen, um Blood zu intrudieren und genau hier möchte ich auch in die heutige Rezension einsteigen (Video findet ihr vor dem Fazit).

Mit ganz kurzem Intro startet die Modern-Metal-Band in das, was ich als komplex klingenden Metalcore bezeichnen würde. Da, wo viele aktuelle Metalcore-Bands eine Mischung aus klarem und gutturalem Gesang bevorzugen, da bleiben Asinis fast schon erfrischend bei den Shouts und Screams.

Was die Komplexität der Gitarrenarbeit angeht, da würde ich schnell mal Vergleiche mit der Band Texas In July heranziehen wollen. Denn auch wenn die Rhythmik größtenteils die Grundstimmung der Tracks bestimmt – eher düster – zockt Ena immer mal wieder einen kleinen Hook in die Songs mit ein. Die so entstehende Songstruktur macht Spaß und sorgt für genug Groove, dass ich auf meinem Bürostuhl nicht ruhig sitzen mag. Doch das ist nicht alles, denn wer ruhig mit einem Klavier endet und dann mit hoffnungsvollen Klängen startet, um einen Hardcore-lastigeren Track zu beginnen, der hat bei mir schon gewonnen. Ja doch, ich mag die Kombination aus klarer Melodik und hartem Grundgerüst und würde sagen, dass ich es schon fast schade finde, dass das (positive) Geballer bereits nach 19:16 Minuten endet.

Mein persönliches Highlight ist das letzte Lied, denn hier bringt man eine echt schöne Bassline in Kombination mit einem fast schon virtuos klingenden Gitarrensolo auf die EP, um dann mit Chor-Elementen das 2021er Release abzuschließen.

Asinis – Blood (EP)
Fazit
Mit Blood bringen Asinis eine EP auf den Markt, die für meinen Geschmack locker doppelt so lange hätte sein dürfen. Für mich ist klar, dass ich mich auf das Releasedatum freue, denn dann landen mindestens zwei der Tracks in meiner persönlichen Playliste und das muss etwas heißen bei der Masse an Metalcore/Modern Metal Singles, die gerade so wie eine Flutwelle die Musikwelt überspülen. Wer sich, wie ich, aber bereits vor Release weitere Tracks der Band anhören will, der kann sich mit der Single My Child in den Stil der EP schon mal warmhören. Wer jetzt meint, dass ich viel zu positiv berichtet habe, dem sei gesagt, dass ich seit Langem keine Platte mehr hatte, die mir von Anfang bis Ende gepasst hat und einzig, dass ein wenig Variation in der Stimme fehlt, wäre etwas, was ich als „negativ“ bezeichnen könnte. Einen Punkt Abzug gibt es obligatorisch – denn ich habe ja nur eine EP vorliegen und kein komplettes Album.

Anspieltipps: Bloodbrothers, Light und Emperor
Kai R.
8.5
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