Autumnal – The End Of The Third Day

“Gekonnt umgesetzte Melancholie.“

Artist: Autumnal

Herkunft: Madrid, Spanien

Album: The End Of The Third Day

Spiellänge: 71:11 Minuten

Genre: Melancholic Doom Metal, Dark Metal

Release: 17.10.2014

Label: Cyclone Epmire

Link: https://autumnaldoom.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Javier de Pablo
Gitarre – Julio Fernández
Bassgitarre – Miguél Ángel Gutiérrez
Schlagzeug – Ricardo de Pablo

Tracklist:

  1. A Tear from A Beast
  2. One Step… And The Rest Of Our Lives
  3. The Head Of The Worm
  4. Man’s Life Is The Wolf’s Death
  5. Resigned To Be Lived
  6. The Storm Remains The Same
  7. Don’t Leave Me Now (Supertramp Cover)
  8. Father’s Will

Autumnal - The End Of The Third Day

Mir ist Spanien bisher oft mit Power und Heavy Metal in Erinnerung geblieben, doch diesmal lerne ich eine Band kennen, die sich schon seit 1998 dem Melancholic Doom Metal verschrieben hat. Die Rede ist von dem Quartett Autumnal aus dem schönen Madrid, die unter der Fahne von Cyclone Empire ihren zweiten Silberling, der den Namen The End Of The Third Day trägt, auf den Markt bringen. Bisher gab es nur drei Demo-CDs und ihr Debütabum – somit ist die Freude auf die neue Platte umso größer.

Und direkt wird man bei dem Opener A Tear From A Beast nicht enttäuscht. Wenn ich mir alleine schon diese wundervoll gezupften Töne der Gitarre anhöre, untermalt mit dem tiefen Sound des Basses und des Schlagzeuges, denke ich wirklich daran, dass es nicht besser kommen kann. Doch da täusche ich mich gewaltig, denn der Gesang von Sänger Javier de Pablo im Gesamtbild gesehen, ist so einmalig und zugleich so vielseitig, dass ich eine Gänsehaut bekomme. Er zeigt in den Tracks sehr warme Töne, schafft es aber gleichzeitig, eine eisige und raue Atmosphäre hervorzurufen. Gut zu hören bei Tracks wie A Tear From A Beast oder Man’s Life Is The Wolf’s Death. Klasse!

Ziemlich begeistert bin ich auch von den Gitarrenspuren, denn diese unterstreichen in vielen der Songs großes Gefühl und rufen ein unheimliches Gänsehautgefühl hervor, was ich wirklich gelungen finde. Zum Glück fehlt es auf The End Of The Third Day nicht an Bass. Dieser wird – wie so oft im Doom Metal – sehr tief geschraubt und holt in Songs wie zum Beispiel The Storm Remains The Same eine sehr starke Atmosphäre mit ins Boot, was wirklich unbeschreiblich gut ist.

Vor allem Freunde von langen Musikstücken sind bei Autumnal an der richtigen Adresse, hier verhallt der kürzeste Song erst nach knapp fünf Minuten. Der längste knackt fast die zwölf Minuten-Marke. Und auch eine Coverversion von Don’t Leave Me Now der Band Supertramp befindet sich auf dem Silberling.

Produktionstechnisch gibt es nichts auszusetzen. Die Atmosphäre, die Gefühle sowie diese – ja, ich wiederhole es gerne noch mal – unheimlichen gänsehautbringenden Parts sind erstklassig.

Fazit: Was bleibt mir noch groß zu sagen außer: Tolles Album? Autumnal beweisen auf ihrem zweiten Silberling, dass ihnen an Gefühl, Atmosphäre und Gänsehautfeeling nichts fehlt. Besonders überzeugt mich die Stimme und gesangliche Leistung von Sänger Javier de Pablo. Und nicht zu vergessen: Die super eingesetzten Bassspuren von Miguél Ángel Gutiérrez. Die Scheibe ist etwas für Freunde langer Songs, was ich allerdings als etwas störend empfinde. Mit den meist über sieben Minuten langen Songs durchbricht die Spielzeit die 60 Minuten-Marke. Und dann noch ein Supertramp Cover als Bonus dabei? Was will man mehr? Antesten!

Anspieltipps: A Tear from A Beast, Man's Life Is The Wolf's Death und The Storm Remains The Same
Stefan S.
10
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