Crowbar – The Serpent Only Lies

„Das Brecheisen in der Schlangengrube“

Artist: Crowbar

Herkunft: New Orleans (USA)

Album: The Serpent Only Lies

Genre: Doom Metal, Sludge

Spiellänge: 44:49

Release: 28.10.2016

Label: SPV / Steamhammerr

link: http://www.spv.de/crowbar-announce-new-album/

Bandmitglieder:

Vocals, Guitars – Kirk Windstein
Guitars – Matt Brunson
Bass – Todd „Sexy T.“ Strange
Drums – Tommy Buckley

Tracklist:

01. Falling While Rising
02. Plasmic And Pure
03. I Am The Storm
04. Surviving The Abyss
05. The Serpent Only Lies
06. The Enemy Beside You
07. Embrace The Light
08. On Holy Ground
09. Song Of The Dunes
10. As I Heal

Zwar etwas spät, aber besser als nie. Ich habe mal in der Reviewkiste gewühlt und dabei festgestellt, dass das letzte Album der Sludgelegende Crowbar bei Time For Metal noch nicht entsprechend mit einem Review gewürdigt wurde. Eigentlich unverzeihlich, gerade auch weil ich mir Crowbar im Sommer live in Köln ansehen durfte. Ein Review zu dem genialen Konzert habe ich natürlich damals umgehend gemacht (hier).

The Serpent Only Lies ist erhältlich als CD im Digipack und als Vinyl Version (green) inkl. CD Beilage. Ich selbst konnte die Vinylversion von Kirk Windstein beim Konzert in Köln persönlich erstehen und signieren lassen. Sammlerherz was willst du mehr!

Das tolle Artwork des Albums stammt von Eliran Kantor, der auch bereits für Bands wie Testament, Hatebreed, Soulfly und diverse andere gearbeitet hat.

The Serpent Only Lies ist das 11. Studioalbum der Sludgelegende um Mastermind Kirk Windstein aus den Sümpfen von New Orleans. Eine kleine Sensation kann das Werk auch schon aufweisen: Bassist und Gründungsmitglied Todd „Sexy T.“ Strange ist nach längerer Auszeit wieder mit an Bord.

Was auf dem neuen Album The Serpent Only Lies geboten wird, ist neuer alter Sludge in bester Manier. Ich würde es daher als new old school Sludge bezeichnen. Krachend melodische Metal Tunes werden dem Fan hier geboten. Raue, moskitogeschwängerte Sumpfluft, die einem den Schweiß aus den Poren treibt. Nach eigenen Angaben ist Kirk Windstein dafür eigens in die Anfänge der Band zurückgegangen und hat sich nochmals mit den Bands auseinandergesetzt, die ihn in seiner Musik beeinflusst haben, wie zum Beispiel Trouble, Saint Vitus, Melvins und die frühen Typ O Negative. Herausgekommen ist dabei ein Album, das die aktuelle Schaffenskraft von Crowbar in Verbindung ihrer Tradition zeigt.
Kirk Windstein versteht es auf dem Album alle Register des Doom und Sludge zu ziehen. Es wird nie langweilig. Er schafft es durch Tempovariationen und schwere Riffs Wucht, Beklemmung und Schwere zu schaffen, die uns die Sümpfe New Orleans widerspiegeln.

So drücken die Songs Plasmic And Pure, I Am The Storm und The Enemy Beside You mit unheimlicher Schwere und hämmern langsam auf einen ein, während beim Titelsong The Serpent Only Lies zunächst geradezu schnell und hektisch agiert wird. Aber auch hier ein langsam einhämmernder Refrain. Sehr melodisch kommt Surviving The Abyss daher. Die endlos drückende Schwere zeigt sich am Ende wieder bei den Songs Embrace The Light und On Holy Ground. Mit Song Of The Dunes haben wir sogar so etwas wie eine Ballade. Mit As I Heal gibt es zum krönenden Abschluss nochmals einen richtigen bedrückenden Sludge Bastard.

Fazit: Kirk Windstein zeigt mit dem 11. Crowbar Album The Serpent Only Lies, dass der New Orleans Doom / Sludge trotz der unerträglichen Schwüle der Sümpfe rund um New Orleans weder angerostet noch morsch geworden ist. Im Gegenteil: Er lebt und ist trotz seines Alters unheimlich erfrischend. Ich weiß nicht, ob ihm die Voodoo Tradition permanent neues Leben einhaucht. Old school Sludge at his best. Live durfte ich Crowbar in den letzten zwei Jahren gleich zweimal erleben. Auch da fühlt man sich in die Sümpfe New Orleans hinein versetzt. Schweißnasse Hitze, Luft zum Zerschneiden und Crowbar heizen die Stimmung mit ihrem düsteren Sludge bis zum „Geht nicht Mehr“ auf.

Anspieltipps: Songs Plasmic And Pure, The Serpent Only Lies, As I Heal
Juergen S.
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