Das Interview mit Mike Speitzer von Devildriver

Artist: Devildriver

Herkunft: Kalifornien, USA

Genre: Groove Metal, Death Metal, Thrash Metal

Label: Napalm Records

Link: http://www.devildriver.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Bradley James „Dez“ Fafara
Gitarre – Mike Spreitzer
Gitarre – Neal Tiemann
Bassgitarre – Christ Towning
Schlagzeug – Austin DAmond

Devildriver Bandpic 2016

Time For Metal/Kai R.:

Hallo Jungs,

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, mit uns über euch, eure Tour und eure neueste Veröffentlichung zu sprechen.

Vorab: Ich finde euer neues Album Trust No One wirklich großartig. Es wurde von mir und zwei meiner Kollegen mit 9,3 von 10 Punkten bewertet. Wir denken, dass Trust No One nahtlos an eure letzte Scheibe Winter Kills anknüpft. Was haltet ihr denn von eurem neuen Album? Seid ihr mit allem zufrieden oder ist da aus eurer Sicht etwas, das hätte besser sein können?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Ich könnte nicht glücklicher sein mit unserem neuen Album. Für mich persönlich ist es das Meisterstück in meinem Leben als Musiker. Nach zwölf Jahren mit DevilDriver habe ich die Chance bekommen, mich federführend im Songwriting zu betätigen und auf Trust No One konnte ich mich selbst so verwirklichen wie auf keiner Platte bisher.

 

Time For Metal/Kai R.:

Derzeit spielt ihr einen Gig nach dem anderen. Wie bekommt ihr das mit eurem normalen Leben, Familie und Freunden unter einen Hut?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Ich genieße immer noch das Leben als Mitglied einer tourenden Band. Wir alle geben viel Zeit zu Hause mit unserer Familie und Freunden auf, aber die Erfahrungen, die wir unterwegs sammeln können, sind wertvoll. Ich bin sehr dankbar, dass ich in der Lage bin, zwei verschiedene Leben zu leben. Ich habe mein Leben auf Tour mit meinen Bandkollegen und ich habe mein Leben zu Hause mit Familie und Freunden. Ich vernachlässige weder das eine Leben noch das andere und weiß es zu schätzen, um die Welt reisen zu können und dennoch ein Privatleben zu haben.

 

Time For Metal/Kai R.:

Sicherheit ist eine der größten Aufgaben für einen Veranstalter eines Events. Heutzutage scheint es sogar wichtiger als alles andere. Auf dem diesjährigen Wacken waren beispielsweise doppelt so viele Security-Mitarbeiter. Wie empfindet ihr als Band die angespannte Sicherheitslage in Europa?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Ich habe persönlich keinen Unterschied bei den Festivals mit erhöhten Sicherheitsbedingungen gespürt. Es ist schön, dass die Veranstalter sich darum kümmern, dass alle sicher sind, aber ich habe mich bisher noch nie auf einem Festival oder einer Clubshow bedroht gefühlt. Ich hoffe, dass das auch so bleibt.

 

Time For Metal/Kai R.:

Nach eurem letzten Release und der Pause mit Coal Chamber im Jahre 2014 hat sich die Besetzung eurer Band massiv geändert. Lief die Neubesetzung problemlos oder musstet ihr euch erst einmal zusammenraufen?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Glücklicherweise verlief die Trennung von den alten Bandmitgliedern freundschaftlich. Sie hatten das Bedürfnis, ein neues Kapitel in ihren Leben aufzuschlagen und ich habe ihre Entscheidung voll unterstützt.

 

Time For Metal/Kai R.:

Welche Band hat für dich die höchste Priorität: DevilDriver oder Coal Chamber?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

DevilDriver.

 

Time For Metal/Kai R.:

Auf Winter Kills war eine großartige Coverversion von Awolnations Song Sail. Plant ihr künftig weitere Coversongs und welche Kriterien muss ein Stück aufweisen, um als Coversong in Frage zu kommen?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Der Gedanke Songs zu covern steht auch in Zukunft im Raum. Manchmal schaffen es unsere Ideen ins Studio und manchmal nicht.

 

Time For Metal/Kai R.:

Wenn man an Gaal von Gorgorth, Rob Halford von Judas Priest oder Roddy Bottum von Faith No More denkt, sieht man, dass Homosexualität kein No-Go mehr ist. Was hältst du von Homosexualität im Metal-Business?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Menschen sind Menschen und ihre Sexualität sollte nicht ausschlaggebend dafür sein, wie sie als Person gesehen werden. Ich bin hundertprozentig gegen Homophobie und Rassismus.

 

Time For Metal/Kai R.:

Am 08.11.2016 finden die Wahlen für den 45. Präsidenten der USA statt. Würdest du für Donald Trump oder Hilary Clinton stimmen? Wen würdest du gern im Weißen Haus sehen und wieso?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Unglücklicherweise mag ich keinen der Kandidaten.

 

Time For Metal/Kai R.:

Zu guter Letzt: Wie pflegst du deine Haare?

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Während wir auf Tour sind, versuche ich meine Dreads zumindest einmal pro Woche zu waschen. Wenn ich zu Hause bin surfe ich sehr viel und Wasche meine Haare eigentlich so lange nicht wie Wellen zum Surfen da sind. Wenn ich weiß, dass ich am nächsten Tag eh surfen gehe, gibt es keinen Grund, meine Haare zu waschen.

 

Time For Metal/Kai R.:

Danke, dass du uns so viele Einblicke gegeben hast. Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft – die letzten Worte gehören dir!

 

DevilDriver/Mike Spreitzer:

Danke an alle DevilDriver-Fans, die uns in den letzten vierzehn Jahren unterstützt haben! WIR LIEBEN EUCH!

 

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