„Das Interview mit Vitja zum aktuellen Album Mistaken“

Artist: Vitja

Herkunft: Deutschland

Album: Mistaken

Genre: Metalcore, Experimental

Release: 28.09.2018

Label: Century Media

Link: https://www.facebook.com/vitjaband/

Bandmitglieder:

Gesang – David Beule
Gitarre – Vladimir Dontschenko
Bassgitarre – Mario Metzler
Schlagzeug – Daniel Pampuch

Time For Metal / Anabel S.:

Zunächst vielen Dank, dass ihr ein paar Fragen beantworten wollt. Wie geht es euch so, ein paar Wochen vor dem Release der neuen Platte?

Vitja:

Hey zusammen, klar, sehr gerne. Uns geht es so weit gut, natürlich steigt vor jedem Release die Anspannung wie das Album bei den Fans ankommen wird. Aber ich glaube, das ist ganz normal und geht jedem Musiker so.

Time For Metal / Anabel S.:

Mit Mistaken veröffentlicht ihr Ende September euer drittes Studioalbum. Ich durfte bereits reinhören und muss euch großes Lob aussprechen, vor allem für die Diversität innerhalb der Platte, die ihr präsentiert. Gibt es signifikante Unterschiede bezüglich des Entstehungsprozesses und des Ergebnisses im Vergleich zu euren vorherigen Alben?

Vitja:

Erst einmal vielen Dank für das Kompliment! Wir gehen im Prinzip jedes Album gleich an. Die Musik, die wir im Moment des Schreibprozesses hören oder Songs, die uns schon ewig begleiten, Musik, die uns inspiriert, wird oftmals dann in eigenen Songs verarbeitet. Dabei ist es uns immer total wichtig, dass unsere Musik genau so klingt, wie wir sie als Band haben wollen. Vitja war schon immer eine Band, die musikalisch das schreibt, wie sie sich gerade fühlt und was sie gerade den Leuten da draußen mitgeben möchte. Von daher war der Entstehungsprozess ein ähnlicher, jedoch mit einem anderen Endpunkt. Das ist für uns auch immer ein großes Kriterium, dass die Alben sich musikalisch unterscheiden und man die Songs den einzelnen Zeitphasen der Band zuordnen kann.

Time For Metal / Anabel S.:

Die Single Overdose beinhaltet ein Feature mit Andy von Caliban. Wie kam das zustande, und wie zeigte sich die Zusammenarbeit?

Vitja:

Wir waren jetzt schon ein paarmal mit den Jungs auf Tour, haben auf Festivals die Bühne geteilt usw. Da gab es bei der einen oder anderen Liveshow schon Features. Andy bei uns oder Dave bei Caliban. Es hat sich einfach richtig angefühlt Andy zu fragen, ob er sich da sieht und Bock drauf hat. Und als wir den Song mit seinen Parts das erste Mal gehört haben, wussten wir sofort, dass es die genau richtige Entscheidung war, ihn zu fragen. Er bedient die Message des Songs in musikalischer Hinsicht genau so, wie wir es uns vorgestellt haben.

Time For Metal / Anabel S.:

Das Album scheint vor allem düstere bzw. negativ behaftete Gefühle des Lebens zum Ausdruck zu bringen/zu thematisieren. Gab es bestimmte Themen, welche euch inspirierten oder auf die ihr euch fokussieren wolltet?

Vitja:

Wir sind eine Band, die ihre Gefühle auf der Zungenspitze trägt. Was bringt es, Probleme nicht zu thematisieren und damit offen umzugehen? Diese Probleme sind Gegenstand aller Menschen, auch für uns als Musiker. Es kommen immer Entscheidungen im Leben auf einen zu, die man nicht erwartet und am liebsten auch nicht treffen will.

Time For Metal / Anabel S.:

Für mich gehört definitiv Black And Blue zu den stärksten Songs der Platte. Habt ihr persönliche Favoriten auf dem Album?

Vitja:

Das ist auch definitiv einer unserer Favoriten. Vor allem, weil er einfach auch ein anderes Fass aufmacht, als viele anderen Vitja Songs. Aber irgendwo sind alle Songs, die es auf das Album geschafft haben, Favoriten für uns. Es sind unsere Favoriten aller Songs, die für das Album Mistaken geschriebenen wurden. Das waren insgesamt über 20 Songs und daraus haben wir die Favoriten auf die Platte gepackt.

Time For Metal / Anabel S.:

Viele Künstler sagen immer über ihre neue Alben, dass es das beste bisherige Werk darstellt. Würdet ihr das für Mistaken unterschreiben?

Vitja:

Mistaken ist das beste Album in Bezug auf unsere Lebensphase und -situation, das wir hätten schreiben können. Dasselbe sage ich aber auch über Digital Love, haha. Das ist das beste Album, was wir zu der Zeit hätten schreiben können. Denn wir als Menschen verändern uns bzw. entwickeln uns auch ständig weiter. Damit einhergehend auch teilweise die Musik, die uns wiederum zum Songwriting inspiriert.

Time For Metal / Anabel S.:

Für November habt ihr eine Headliner Tour durch Deutschland geplant. Wie sehen die Vorbereitungen hierfür aus? Worauf dürfen sich die Fans freuen?

Vitja:

Auf viele neue Songs und insgesamt eine, zumindest für uns, perfekte Mischung der Supportbands. Und endlich können wir unseren Fans das Album auch live präsentieren, was aus unserer Sicht nochmal die Emotionen der einzelnen Songs verstärkt rüberbringt. Mittlerweile haben wir ein super Team um uns herum. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Jetzt müssen wir nur noch die Songs proben und live spielen können, haha 😉

Time For Metal / Anabel S.:

Euer Stil zeigt sich stets experimentierfreudig zwischen verschiedenen Genres. Gibt es bestimmte Bands oder Künstler, die euch als Inspiration dienen?

Vitja:

Wir haben eine Vielzahl von Bands, die uns aus verschiedenen Genres inspirieren. Nirvana, Deftones oder System Of A Down sind nur drei einer ganzen Reihe von mega Bands, die uns zum Musik machen gebracht haben und uns bis heute inspirieren.

Time For Metal / Anabel S.:

Gibt es eine bestimme Message, die Mistaken den Fans und Zuhörern mitgeben soll?

Vitja:

Ja, auf jeden Fall. Im Leben läuft es nicht immer so, wie man es sich wünscht. Die oftmals selbst erschaffene Traumwelt bricht oft durch die brutale Realität zusammen. Man täuscht sich in Menschen, Vertrauen wird gebrochen oder Krankheiten holen einen ein. Das sind nur einige Dinge, die das Album anspricht. Auch wir als Band bleiben davon nicht verschont. Es kommen Entscheidungen auf einen zu, die man am liebsten abwälzen möchte aber dennoch getroffen werden müssen. Das Album soll den Gebrochenen den Mut zum Weitermachen geben. Weiterzumachen und an das Positive zu glauben.

Time For Metal bedankt sich bei Vitja für die Beantwortung der Fragen.

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