Dead Witches – The Final Exorcism

„Dead Witches mit Soozi Chameleone im okkulten Rausch“

Artist: Dead Witches

Herkunft: Großbritanien

Album: The Final Exorcism

Genre: Doom Metal, Stoner

Spiellänge: 40:45 Minuten

Release: 23.02.2019

Label: Heavy Psych Sounds

Link: https://www.facebook.com/DeadWitches/

Bandmitglieder:

Schlagzeug – Mark Greening
Gitarre – Oliver Irongiant
Gesang – Soozi Chameleone
Bass – Carl Geary

Tracklist:

  1. There’s Someone There
  2. The Final Exorcism
  3. Goddess Of The Night
  4. When Do The Dead See The Sun
  5. The Church By The Sea
  6. Lay Demon
  7. Fear The Priest

Da ist die erste okkulte, doomgeschwängerte Scheibe des Jahres! Wieso habe ich bis jetzt warten müssen? Für mich die erste Stoner Doom Scheibe in diesem Jahr und die haut auch noch mächtig rein!

Dead Witches sind neben Ramesses die derzeitige Band von Schlagzeuger Mark Greening. Dieser dürfte noch allen Fans aus seiner Zeit bei Electic Wizzard bekannt sein.

The Final Exorcism ist nach der Bandgründung 2017 und der Veröffentlichung des Erstlingswerkes Ouija im gleichen Jahr bereits das zweite Release von Dead Witches.

Erscheinen wird es am 23.02.2019 beim renommierten Stoner Label Heavy Psych Sounds. Und die haben an die Sammler unter uns gedacht, denn im Shop ist das Album als Digipack CD und auf Vinyl in den Versionen: Black Vinyl, Green Fluo Vinyl (250 Stück), Splatter Transparent – Red / Purple Vinyl (500 Stück) und als Vinyl Testpressung (25 Stück) erhältlich.

The Last Exorcism enthält neben dem Intro There’s Someone There sechs bitterböse okkulte Doom Songs. Die Songs sind allesamt so etwas von grandios und in bester Doom Tradition. Da mag man eigentlich keinen Song besonders herausnehmen. Das Album ist eine Reise in das Okkulte, gespickt mit unzähligen Dämonen, Hexen, Königinnen der Nacht und sonstigen finsteren Gestalten.

Ich kann euch nur raten: Legt die Platte zu Hause auf den Plattenteller, löscht das Licht und zündet eine schwarze Kerze an! Lasst die Musik auf euch wirken. Aber Vorsicht, spielt nicht auf einem Quija Board herum, sonst ist es aus mit euch!

Sehr bedrohlich beginnt bereits das Intro There’s Someone There. Es kündigt das nun Folgende bereits angsterfüllt an. The Final Exorcism ist schwer und kräftig, heftige Riffs und sehr basslastig. Dazu einhämmernd die grandiose Stimme von Soozi Chameleone. Der Titelsong The Final Exorcism kann uns vor den nun kommenden Gestalten nicht mehr retten. Auch in seinem Spannungsaufbau und Länge von siebeneinhalb Minuten ist es ein grandioser Doomer. Da bin ich schon ganz platt! Das rituelle Stampfen der Musik kündigt uns noch weitere unerbittliche dämonische Gestalten an.

Und tatsächlich, da ist sie: die Göttin der Nacht / Goddess Of The Night! Sie tritt unverhofft mächtigen Schrittes von der anderen Seite zu uns herüber! Groß und mächtig. Unaufhaltsam und wütend. Bei ihrem Auftreten verlischt beinahe unser Kerzenlicht. Sie ist in ihrer Wut kaum zu beruhigen. Sie ist einfach nur furchterregend und wirft uns ihre geballte Wut entgegen.

When Do The Dead See The Sun könnte direkt aus einem Horrorfilm entnommen sein, wobei dieses Stück jedoch nur so etwas wie eine Zwischensequenz oder Intermezzo ist. Das beweisen auch die nur rund eineinhalb Minuten. Das Stück will uns vielleicht nur ablenken oder beruhigen! Genial gemacht im Konzept der gesamten Platte, ist es jedoch in die Reihe der anderen Heavy Stoner Doomer Songs nicht einzuordnen.

Das ist wieder The Church By The See. Bass und Schlagzeug beginnen rituell, dann wieder schwere Riffs und auch die Hohepriesterin des Albums Soozi Chameleone ist zurück. Göttin, Hohepriesterin, Hexe, Dämon – was weiß ich!? Die Frau ist stimmlich echt der Hexenhammer, mit voller Wucht katapultiert sie ihre Stimme in den Doom Metal. Hier zelebriert sie eine Messe in The Church By The Sea. Der Song ist so spannend, man will der Messe beiwohnen. Wird sich die Göttin des Doom blicken lassen? Ja sie ist unter uns, wir spüren es. Schaut noch mal auf das Flackern eurer Kerze, dann merkt ihr es! Siebeneinhalb Minuten Messe in The Chruch By The Sea reichen, um ganz kirre zu werden.

Jetzt heißt es nur noch den Dämon, der in dieser Messe geweckt wurde, zu überstehen. Er bewegt sich extrem langsam, ist jedoch groß und mächtig. Richtig furchterregend. Ist es nur ein Traum, der sich wie in Zeitlupe da vor uns bewegt? Traum oder Realität, wer mag es richtig deuten. Lay Demon!

Fear The Priest – auf jeden Fall sollten wir den Priester fürchten. Man, was für ein Song. Fast wie ein Film. Dieser Song schleicht sich langsam und unaufhaltsam durch die Hirnwindungen. Bereits zu Beginn ist die Spannung so stark, dass man Angst hat, dass das Hirn platzt. Der letzte Song ist auf diesem superben Hammer Album nochmals ein Doom Song der Extraklasse und toppt alles Vorangegangene. Oh, Soozi Chameleone zelebriert hier den Exorzismus regelrecht! Feel The Priest!!! Ich kann von dem Song überhaupt nicht genug bekommen und hoffe, dass der Dämon noch einige Zeit da ist und ich unaufhörlich das Feel The Priest von Soozi Chameleone hören kann. Man, ihre Litanei ist so scharf und so sexy! Feel The Priest!!! Zehn Minuten schönste Litanei und extremste Spannung pur!

Fazit: In The Final Exorcism wandeln Dead Witches auf den Spuren von Electric Wizard, der ehemaligen Band ihres Drummers Mark Greening. So könnte man es behaupten. Dies ist jedoch nicht ganz richtig, denn die Spuren würde ich fast kleiner, als die aktuellen Fußtritte von Dead Witches bezeichnen! Fuzziger, okkulter Horror Doom, der den Hörer bannt und ihn nicht loslässt. Mit Soozi Chameleone haben Dead Witches eine Königin der Nacht, Oberhexe, Hohepriesterin, Dämon oder was auch immer an den Voices. Sie versteht es, die okkulte Litanei auf den Höhepunkt zu bringen. Bei der Platte kann ich nicht anders, als die Höchstwertung 10/10 zu vergeben! Beeindruckendes Horror Doom Spektakel!

Anspieltipps: Goddess Of The Night, The Church By The Sea, Fear The Priest
Juergen S.10
Leser Bewertung0 Bewertungen0
10

Kommentare

Kommentare

Weitere Beiträge
Maraton – Meta