Desecrator – To The Gallows

“Das Thrash Debüt vom anderen Ende der Welt!“

Artist: Desecrator

Herkunft: Melbourne, Australien

Album: To The Gallows

Spiellänge: 50:03 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 27.10.2017

Label: Violent Creek Records

Link: http://desecrator.net

Produktion: Toyland Studios, Gaatsound Studios, Melbourne

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Riley Strong
Gitarre – Scottie Anning
Bassgitarre – Gerad Biesboer
Schlagzeug – Jared Roberts

Tracklist:

  1. To The Gallows
  2. Desert For Days
  3. Red Steel Nation
  4. As I Die
  5. Serpent´s Return
  6. Hellhound
  7. Thrash Is A Verb
  8. Down To Hell
  9. Brainscan

Australien gilt in Sachen Heavy Metal immer noch als ein exotisches Land, vermutlich deshalb, weil es einfach so weit weg ist. In Sachen Thrash Metal haben in den 80ern und 90ern Mortal Sin, Slaughter Lord, Mortification und Hobb´s Angel of Death Australien auf die Thrash Metal-Landkarte platziert. Mit Harlott und Hellbringer gibt es auch zwei australische Vertreter der Gegenwart.

Desecrator existieren seit 2008 und haben seitdem zwei EPs, ein Live-Album sowie eine Compilation veröffentlicht. Das vorliegende Album To The Gallows ist aber ihr Full-Length Debüt, das in Australien bereits im Frühjahr als Download erhältlich war. Nun auch auf Vinyl und CD.

Das Quintett mixt auf To The Gallows straighten Speed/Thrash mit melodischem Heavy Metal und erinnert mich oft an die großartigen Power-Thrasher Destructor. Das Titelstück zeigt, dass die Band eingängige Songs mit Ohrwurmcharakter und coolen Breaks schreiben kann. Das nachfolgende Desert For Days zeigt die klassischen Heavy Metal-Roots der Band, hier sind auch ein kurzer Akustikpart und ein supermelodisches Solo eingearbeitet.

Das mit einigen halsbrecherischen Soli versehene Red Steel Nation, das rasante Serpent´s Return sowie der pure Thrasher Hellhound hinterlassen einen sehr positiven Eindruck, die restlichen Songs fallen jedoch unter die Kategorie „Leistungsabfall“. Auch die Ballade As I Die hätte es nicht gebraucht.

Fazit: Wenn es die Band beim Nachfolger schafft, das Level kontinuierlich zu halten, kann hier eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ausgesprochen werden. Doch auch so sollten Fans von Destructor, Sacred Reich, Testament oder Exodus ein Ohr riskieren.

Anspieltipps: To The Gallows, Serpent´s Reign und Hellhound
Hans-Jörg D.
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