Dragonlore – Lucifer’s Descent

Hätten sie es besser gelassen

Artist: Dragonlore

Herkunft: Chicago, Illinois, USA

Album: Lucifer’s Descent

Spiellänge: 48:24 Minuten

Genre: Power Metal, Heavy Metal

Release: 17.01.2020

Label: Ironshield Records

Link: https://www.facebook.com/dragonloreband/

Bandmitglieder:

Gesang – Joe Lawson
Gitarre und Backgroundgesang – Skip Stinski
Gitarre – Jim Brucks
Bassgitarre – Marty Buchaus
Schlagzeug – James Marlow

Tracklist:

  1. Lucifer’s Descent
  2. At The Mercy Of Kings
  3. Destroyer Of Thee Undead
  4. Blood Of The Barbarian
  5. Hand Of the Gypsy
  6. Saved By Love
  7. Witchunt
  8. Lord Of Illusion
  9. Tomb Of Alalu
  10. Driving Out The Demons

Eine sehr junge Band präsentiert uns ihr Debütalbum. Erst 2019 gegründet, gibt es bereits ein Jahr später einen Longplayer. Nach eigenen Angaben orientiert man sich an den Größen der 80er und 90er wie Judas Priest, Iron Maiden und Co. Textlich ist der Dragonlore bei Geschichten des Krieges, Tragödien, Fantasie und vieles mehr. Sarkastisch könnte man sagen, man beschäftigt sich mit allem Möglichen, aber nicht wirklich tiefgreifend.

Was gibt es an Musik? Der Titelsong startet erst mal mit einem 08/15 Gitarrenintro, bevor der Sänger stimmlich in die Schublade meines Zahnarztes greift und wie die dortigen Bohrmaschinen klingt. Zwischendurch wird der Bohrmaschineneffekt auch mal etwas reduziert, aber nach wenigen Sekunden umgehend wieder eingesetzt. So erfreut man sich recht früh der Skip Funktion. Wer nach dem ersten Track noch dabei bleibt, wird mit At The Mercy Of Kings beglückt. Die Bohrmaschine ist hier nicht so stark im Vordergrund, dafür gibt es einen 08/15 Powermetal Track, der mich spätestens mit dem balladenartigen Teil und dem danach einsetzenden Gesang wieder zur Skip Taste greifen lässt. Destroyer Of Thee Undead quietscht nicht ganz so extrem vom Gesang, dafür ist der Track nicht minder austauschbar und langweilig. So kann man durch die weiteren Nummern auf dem Album gehen. Jeder Track glänzt mit mehr oder weniger uninspiriertem Gitarrenspiel, künstlichen Drums und mal mehr, mal weniger Sirenengesang. Ist die Sirene nicht ganz so heftig an, nervt die Musik wenigstens nicht extrem. Downlights gibt es einige, mehr als sieben Minuten Ballade/Powermetal Mix bei Hand Of Gypsy ist nicht weniger grausam wie Saved By Love oder Lord Of Illusuion. Was fehlt, ist ein Highlight. Man könnte die Tracks höchsten nach dem Nerv-Faktor qualifizieren. Das macht aber auch nur bedingt Spaß.

Dragonlore – Lucifer’s Descent
Fazit
Es ist ja schön, wenn man sich an Vorbildern aus den 80ern und 90ern orientiert. Aber dann muss das Niveau zumindest irgendwo in die Richtung gehen. Hier hat man das Gefühl, dass alles, was man in der kurzen Zeit der gemeinsamen Band im Proberaum gespielt hat, auf ein Album gepackt wurde. Ausgereift ist eigentlich gar nix. Man kann über Gesang und Stimme sicher streiten. Aber auch hier sollten Musik und Gesang irgendwo in Einklang stehen. Ansonsten sticht eine derartige Stimme vor, wie eine Sirene oder wie die Bohrmaschine meines Zahnarztes. So bleibt als Empfehlung nur, es noch einmal zu probieren. Das Debütalbum ging kräftig daneben.

Anspieltipps: Da gibt es nichts, was auch nur halbwegs zu empfehlen wäre
Jürgen F.
2.5
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