EyeHateGod – EyeHateGod

“Zwischen Genie und Wahnsinn!“

Artist: EyeHateGod

Herkunft: New Orleans, USA

Album: EyeHateGod

Spiellänge: 43:19 Minuten

Genre: Southern Rock, Punk, Blues, Doom Metal

Release: 26.05.2014

Label: Century Media

Link: https://www.facebook.com/OfficialEyeHateGod/info

Bandmitglieder:

Gesang – Mike IX Williams
Gitarre – Jimmy Bower
Gitarre – Brain Patton
Bassgitarre – Gary Mader
Schlagzeug – Joey LaCaze

Tracklist:

1. Agitation! Propaganda!
2. Trying To Crack The Hard Dollar
3. Parish Motel Sickness
4. Quitter´s Offensive
5. Nobody Told Me
6. Worthless Rescue
7. Framed To The Wall
8. Robitussin And Rejection
9. Flags And Cities Bound
10. Medicine Noose
11. The Age Of Boot Camp

Eyehategod-Eyehategod Cover

EyeHateGod haben seit der Gründung 1988 viel erlebt, denn genau zehn Jahre nach Entstehung löste sich die Formation für zwei Jahre auf, um danach wieder neu durchzustarten. Von den fünf Gründungsmitgliedern sind nur Mike Williams und Jimmy Bower übriggeblieben. Der zuletzt genannte Jimmy ist bekannter Schlagzeuger, Gitarrist und Songwriter bei Bands wie Crowbar, Down oder Superjoint Ritual. Seit 2004 ist es nach einigen EPs wieder verdammt ruhig um EyeHateGod geworden, erst acht Jahre später gab es im Jahre 2012 das letzte Lebenzeichen mit der Single New Orleans Is The New Vietnam. Seitdem basteln die Musiker an dem gleichnamigen Album EyeHateGod, welches bei uns in Deutschland über Century Media veröffentlicht wird.

In rund einer Dreiviertelstunde Spielzeit wollen EyeHateGod potenzielle Interessierte von ihrem eigenwilligen Stil überzeugen. Neben Einflüssen aus Southern Rock, Punk oder Blues lassen sich die Amerikaner in Doom Metal-Gefilde ziehen, das ergibt eine schleppende Brühe, die nur schwer verdaulich ist. Schon zu Beginn zeigt sich EyeHateGod von einer abweisenden Seite, verzogene Gitarrenriffs, hölzerner Sound und rauschende Volcals dominieren das Spielgeschehen. Große Spannungsbögen werden nur selten gezogen, meist arbeitet das Album vor sich hin, ohne aus den ruhigen Fahrwassern zu gelangen, dafür sind diese verdammt tief und die elf Stücke sinken wie ein leckgeschlagenes U-Boot bis zum Grund. Dort gurgelt Mike weiter vor sich hin, während das zweite Gründungsmitglied Jimmy auf seiner tiefgestimmten Gitarre für schaurige Unterhaltung sorgt.

EyeHateGod bekommt man auch im weiteren Verlauf des gleichnamigen Longplayers nicht richtig zu greifen. Klar werden Fans von Down oder Pantera ihre Vorzüge an dem schwergewichtigen Geschoß finden, im Großen und Ganzen bleibt das Album jedoch hinter den Erwartungen zurück und braucht nicht auf spontane Luftsprünge zu warten, die ein zufälliger Konsument tätigen wird.

Fazit: Die EyeHateGod-Scheibe ist schwere Kost, die durch diverse Southern Rock- und Punk-Einflüsse für Doom-Fans wieder nicht zielstrebig genug ist. Im Umkehrschluss hauen die schlappen Doom Riffs die Rock Fans nicht vom Hocker. Hier passt mal wieder der Spruch "Nicht Fisch, nicht Fleisch.". Vegetarier brauchen sich aber trotzdem keine Hoffnungen machen! Reinhören darf wie gehabt natürlich jeder mal, nur ob euch EyeHateGod aus den Latschen hauen werden, lasse ich mal dahingestellt!

Anspieltipps: Nobody Told Me
Rene W.
5.8
5.8
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