Eyes Wide Open – And So It Begins

“Am Ende war der Anfang“

Artist: Eyes Wide Open

Herkunft: Karlstad, Schweden

Album: And So It Begins

Spiellänge: 40:44 Minuten

Genre: Modern Metal, Melodic Death Metal, Metalcore

Release: 01.09.2017

Label: Headbang Entertainment / Sony Music

Link: https://www.facebook.com/Eyes.Wide.Open.SWE/

Bandmitglieder:

Gesang – Eric Engstrand
Gitarre – Kristofer Strandberg
Bassgitarre – Jesper Lindgren
Schlagzeug – Karl Adamsson

Tracklist:

  1. Death Of Technology
  2. Defining Me
  3. Fist Up
  4. We Reached For The Sky
  5. Scream
  6. You Still Are You
  7. The Last Of Us
  8. Never Meant To Be Heaven
  9. Walking With The Devil
  10. Conclusion
  11. And So It Begins

 

Seit dem Jahr 2011 gibt es die schwedische Band Eyes Wide Open mittlerweile, zwei Alben haben die Jungs bereits veröffentlicht, nämlich Revelations in 2011 und Aftermath in 2013. Mit dem am 01.09. erscheinenden Album And So It Begins wird die Trilogie komplettiert, in der es um den Zustand und die möglichen (negativen) Entwicklungen unserer Erde geht, wenn wir so weitermachen, wie bisher. Mit And So It Begins sind wir im Hier und Jetzt angekommen. Für die Band Eyes Wide Open bedeutet das Hier und Jetzt auch, dass sie als Quartett unterwegs sind, denn im vergangenen Jahr verließ der damalige Sänger Patrik Fahlin die Band und Gitarrist Eric Engstrand übernahm dessen Posten. Bei der Supportshow für The Unguided im April 2016 in Essen konnte ich mich aber direkt davon überzeugen, dass auch das hervorragend funktioniert.

Bislang haben Eyes Wide Open es immer hervorragend verstanden, ihre Songs sehr abwechslungsreich zu gestalten, und haben dabei auch gern mal auf den markanten Sound ihrer Landsleute In Flames zurückgegriffen. Das ist auf And So It Begins nicht anders, man fühlt sich sofort wieder heimisch im Klanggewand von Uptempo-Krachern, wie Death Of Technology – der vor Querverweisen an In Flames nur so strotzt –, Defining Me, dem grandiosen Fist Up – der auch gern etwas länger hätte sein können – oder The Last Of Us – danke, den Chorus kriege ich nicht mehr aus dem Hirn! 😀 Daneben gibt es dann die feinen Midtempo-Tracks und sogar zwei Power-Balladen. Die erste kommt mit We Reached For The Sky daher, aber bevor es zu gemütlich wird, hauen Eyes Wide Open gleich mal wieder einen Scream raus. Der fängt zwar sehr verhalten an, aber da wären wir dann wieder bei dem bereits erwähnten Abwechslungsreichtum 🙂 Direkt anschließend aber gleich der nächste „Kuschelsong“, You Still Are You baut sich allerdings grandios auf, den sollte man nicht unterschätzen. Auch Walking With The Devil nimmt ordentlich Tempo raus, klingt aber gleichzeitig auch mächtig verzweifelt, da ist weniger mit Kuscheln, sondern es klingt eher nach Einsamkeit. Den Titeltrack And So It Begins haben die Jungs ans Ende des Albums gestellt, hier gibt es dann keinen Gesang mehr, ein ruhiger Instrumentaltrack mit Piano und Geige führt das Album dem Ende zu.

Hier gibt es das Lyric-Video zu meinem Lieblingstrack, nämlich Fist Up:

Fazit: In welchem Genre sich Eyes Wide Open nun eigentlich wirklich bewegen, könnte – und wollte – ich gar nicht definieren. Es gibt keine tiefen Growls aber auch keine reinrassigen Metalcore-Screams, wobei sich Eric überwiegend schon die Lunge aus dem Leib schreit, während die Instrumentalfraktion sich durch die Songs prügelt. Aber es macht immer wieder Spaß, den Jungs zuzuhören, und auch live ist das immer ein sehr kurzweiliges Vergnügen. Wer also auch nicht in Schubladen denkt, dem sei dieses Album definitiv empfohlen.

Anspieltipps: Death Of Technology, Defining Me, Fist Up, The Last Of Us
Heike L.
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