Five Finger Death Punch – Got Your Six

“Ich liebe diese Stimme!“

Artist: Five Finger Death Punch

Herkunft: Los Angeles, USA

Album: Got Your Six

Spiellänge: 38:23 Minuten

Genre: Alternative Metal, Groove Metal, Heavy Metal, Nu Metal

Release: 04.09.2015

Label: Prospect Park Records / Eleven Seven Music / Warner ADA

Link: http://www.fivefingerdeathpunch.com

Bandmitglieder:

Gesang – Ivan „Ghost“ Moody
E-Gitarre – Zoltan Bathory
E-Gitarre – Jason Hook
E-Bassgitarre – Chris Kael
Schlagzeug – Jeremy Spencer

Tracklist:

  1. Got Your Six
  2. Jekyll and Hyde
  3. Wash It All Away
  4. Ain’t My Last Dance
  5. My Nemesis
  6. No Sudden Movement
  7. Question Everything
  8. Hell To Pay
  9. Digging My Own Grave
  10. Meet My Maker
  11. Boots and Blood

Five Finger Death Punch - Got Your Six

Es gibt diese Arten von Bands, die gar nicht mal so aufwendige Musik schreiben müssen, um erfolgreich zu sein. Das ist zum Beispiel bei der deutschen Band Rammstein so, denn dort sind die Texte das wahrscheinlich Aufwendigste an der gesamten Musik, während hingegen die Arbeit an der Gitarre und am Bass stark eingängig ist und man sich dadurch neben einem riesen Fanpool auch einen extrem starken Wiedererkennungswert einspielt. So oder eher so ähnlich ist es bei den aus Los Angeles stammenden Five Finger Death Punch. Man punktete bisher mit starker Eingängigkeit, einem gewissen „Prollfaktor“ und einer Stimme, die ihres Gleichen sucht.

Nach dem letzten Release Wrong Side Of Heaven And The Righteous Side Of Hell, Volume 2 (2013) schicken die fünf Jungs nun dieses Jahr ihren neuen Langspieler ins Rennen, welcher ab dem 04.09.2015 unter dem Titel Got Your Six bei allen Händlern und auf Spotify zu finden sein dürfte.

Ich habe schon oft gesagt, dass wenn ein Lied mit einem lauten Schrei beginnt, man bei mir schon einen Bonuspunkt gewonnen hat. Genau das machen Five Finger Death Punch und machen mit dem namensgebenden Intro-Song Got Your Six zu Beginn schon mal alles richtig. Es geben sich Songs mit Ohrwurmcharakter die Klinke in die Hand und wer die eher Nu Metal-lastigen Lieder der Band mag, der wird vor allem an Jekyll And Hyde seine Freude haben. Groovig und typisch leicht prollig kommt als mein persönliches Highlight No Sudden Movement daher. Hier wird klar, dass man neben der vielen eher popig angehauchten Songs die alte Schule noch nicht ganz verlernt hat.

Aber gut jetzt mit dem ganzen positiven hin und her. Denn die größte Schwäche an Got Your Six ist eben die – in meinen Augen gerade so beliebte – Erweichung des Genres. So waren Shouts früher viel populärer als heute und man kann nur hoffen, dass weitere Releases der Band beim alten Stil bleiben. Als bestes Beispiel dafür kann man den Song My Nemesis oder Question Everything nennen. Hier wird der klare Gesang mehr als nur „ein wenig“ in den Vordergrund gerückt.

Fazit: Wer die letzten Five Finger Death Punch-Releases mochte, der wird hier auch seine Highlights finden. Doch gehen Moody und Co. weiter als zuvor in die Pop-Schiene und werden sicher auch einige Hater auf den Plan rücken lassen. Got Your Six hat seine Höhepunkte und das vor allem beim Thema Massenkompatibilität. So kann man sich schwer vorstellen, dass keiner der Songs konzerttauglich ist. Doch bei allem Mitgesinge geht der Stil für meinen Geschmack zu oft weg vom guten alten „Proll“-Metal, den man von früher noch kannte. Also kann man grob behaupten, dass 5FDP-Fans hier zugreifen müssen, jedoch mehr Singsang erwarten müssen als früher – zusammengefasst: Gutes Album mit einigen Schwächen, die nicht jedem auffallen dürften.

Anspieltipps: Got Your Six, Jekyll And Hyde und No Sudden Movement
Kai R.
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