Geezer Butler – Manipulation Of The Mind (Boxset)

Volles Soloprogramm mit gelungener Bonus-CD

Artist: Geezer Butler

Herkunft: Aston, England

Album: Manipulation Of The Mind

Genre: Rock, Metal

Release: 30.07.2021

Label: BMG,Warner Music

Link: https://www.geezerbutler.com/

Bandmitglieder:

Geezer Butler

Tracklist Plastic Planet (feat. Burton C. Bell von Fear Factory):

  1. Catatonic Eclipse
  2. Drive Boy, Shooting
  3. Giving Up The Ghost
  4. Plastic Planet
  5. The Invisible
  6. Séance Fiction
  7. House Of Clouds
  8. Detective 27
  9. X13
  10. Sci-Clone
  11. Cycle Of Sixty

Tracklist Black Science:

  1. Man In A Suitcase
  2. Box Of Six
  3. Mysterons
  4. Justified
  5. Department S
  6. Area Code 51
  7. Has To Be
  8. Number 5
  9. Among The Cybermen
  10. Unspeakable Elvis
  11. Xodiak
  12. Northern Wisdom
  13. Trinity Road

Tracklist Ohmwork:

  1. Misfit
  2. Pardon My Depression
  3. Prisoner 103
  4. I Believe
  5. Aural Sects
  6. Pseudocide
  7. Pull The String
  8. Alone
  9. Dogs Of Whore
  10. Don’t You Know

Tracklist (Bonus):

  1. Pseudocide (No Intro)
  2. Prisoner 103 (Demo)
  3. The Invisible (Instrumental)
  4. Area Code 51 (Demo)
  5. Cycle Of Sixty (Radio Mix)
  6. X13 (Radio Mix)
  7. Northern Wisdom (Demo)
  8. Beach Skeleton (Japanese Version)
  9. Pardon My Depression (Alt Take)
  10. Misfit (Rough Mix)
  11. I Believe (Demo)
  12. Four Feathers Fall (Demo)
  13. Drive Boy, Shooting (Live)
  14. Detective 27 (Live)
  15. House Of Clouds (Live)

Terence Michael Joseph „Geezer“ Butler, den viele nur unter Geezer Butler kennen, ist ein wichtiger Zeitgenosse unserer Musik. Geboren vor 72 Jahren in Aston in England, begeistert er seit Jahren Rocker wie auch Metalheads. Er ist Gründungsmitglied und war Bassist der britischen Heavy-Metal-Band Black Sabbath. Auf den Punkt gebracht: Geezer Butler ist ein ganz großer unserer Zeit und hat neben seinen Aktivitäten bei Black Sabbath oder Heaven & Hell auch Solomaterial veröffentlicht. Das Manipulation Of The Mind Boxset beinhaltet jene drei Soloalben und hat als Bonus auf der vierten Disc Demos und Livematerial zusammengetragen. Ab dem 30.07.2021 ist die Box über BMG erhältlich. Ab dem gleichen Datum kann man auch die The Very Best Of Geezer Butler erwerben, eine Einzel-CD, die siebzehn Stücke aus dem Boxset enthält, die Geezer selbst ausgewählt hat.

Mit den Alben Plastic Planet, Black Science und Ohmwork sowie einer vierten Bonus-Disc mit seltenem und größtenteils unveröffentlichtem Material stellt Manipulations Of The Mind ordentlich was auf die Beine. Für junge Interessierte gibt es nun die Möglichkeit, das gesamte Solomaterial des Bass-Spezialisten auf die Ohren zu bekommen. Geezer Butler kennt und kannte nie Grenzen. Als Metal Pionier suchte er immer neue Wege und hatte dabei stets ein erfolgreiches Händchen. Solo drang er tief in die Industrial Metal Schiene und verlieh ihr zu den besten Genrejahren einen noch größeren Kick. Die Bonus-CD offenbart unveröffentlichte Demos, Studio-Outtakes, Single-Edits und drei Live-Tracks, die im Majestic Theatre, Detroit, MI, im Februar 1996 aufgenommen wurden. Zusammen mit dem Song Beach Skeleton, der bisher nur auf der japanischen Ausgabe von Black Science zu hören war, rundet ganz besonders diese Scheibe das Geschoss mustergültig ab. Plastic Planet feat. Burton C. Bell kann ich euch allen nur ans Herz legen. Das Album hat einen ganz eigenen Charakter mit dem Fear Factory Frontmann, der unter dem eigentlichen Mastermind nochmals aufblüht. Die Bassläufe walzen, die Riffs krachen und die Vocals schnüren buchstäblich die Luft ab. Nach Luft ringend, taumelt der Hörer von einer Nummer in die Nächste und kommt völlig entkräftet bereits mit Plastic Planet an seine Grenzen. Das mag für einige überzogen klingen, aber Plastic Planet ist schon ein Kracher, zudem wurde es bereits vor 26 Jahren produziert, was für dieses Genre den Urknall bedeutet. In den Songs verschmolz Geezer doomigen Bluesrock mit damals hochmodernem industriellem Metal Sound. Der Spagat von Black Sabbath zu Nine Inch Nails, Ministry und Fear Factory war geschaffen.

Unzählige Musiker kreuzten die Wege von Herrn Butler, das Ergebnis kann man auf den beiden anderen Werken Black Science und Ohmwork ebenfalls bewundern. Burton C. Bell hatte für die Aufnahmen von Black Science leider keine Zeit, da er bei Fear Factory eingebunden war, was absolut bedauerlich ist. Auf der anderen Seite machte Clark Brown einen wunderbaren Job, den ich in diesem Boxset nicht missen möchte. Ähnlich unterwegs könnten Burton und Clark auch Brüder sein. Das zweite Langeisen lebt von Stücken wie Man In A Suitcase oder Among The Cybermen. Nach Jahren der Solopause ging es mit Clark Brown auch in die dritte Runde. Unterstützung an den Instrumenten gab es stets zuverlässig durch alte Weggefährten und befreundete Musiker. Auch wenn für mich Plastic Planet die Pole Position innehat, kann man Ohmwork ohne Probleme anpreisen. Um euch jetzt nicht mit noch mehr Informationen zu überladen, komme ich langsam zum Fazit. Wer doch noch mehr Fakten zum Boxset braucht, kann einmal weiter oben die Infos überfliegen.

Geezer Butler – Manipulation Of The Mind (Boxset)
Fazit
Plastic Planet hat bei mir auch jetzt noch die Krone auf. Viel erschreckender ist, wie lange ich das Solomaterial von Geezer Butler nicht mehr aufgedreht habe. Fear Factory oder auch Ministry,  gar nicht zu sprechen von Black Sabbath, läuft fast wöchentlich - nur warum nicht die Kompositionen von Geezer? Die Frage kann ich nicht beantworten und gelobe Besserung in der Zukunft! Das Boxset ist die beste Möglichkeit, alle drei Alben hintereinander weg laufenzulassen. Was ebenfalls imponiert, ist die Bonus-CD, das eigentliche Herzstück dieser Veröffentlichung, die sonst doch eher nur eine einfache Re-Release Produktion gewesen wäre. Der Umfang der vierten Disc macht Spaß und hält viele Leckerbissen bereit. Völlig überzeugt wandert das feine Stück als Blickfang in meine Sammlung.

Anspieltipps: Catatonic Eclipse, Plastic Planet und Drive Boy, Shooting (Live)
René W.
9
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
9
Punkte
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: