Ghost + Support am 18.02.2019 in der Sporthalle in Hamburg

„Ghost + Support am 18.02.2019 in der Sporthalle in Hamburg“

Headliner: Ghost

Vorband: Candlemass

Ort:
Sporthalle, Hamburg

Datum: 18.02.2019

Genre: Heavy Metal, Metal, Occult Metal, Rock

Setlisten:

  1. The Well Of Souls
  2. Dark Reflections
  3. Astorolus – The Great Octopus
  4. Mirror Mirror
  5. A Sorcerer’s Pledge
  6. Solitude

  1. Ashes
  2. Rats
  3. Absolution
  4. Ritual
  5. Con Clavi Con Dio
  6. Per Aspera Ad Inferi
  7. Devil Church
  8.  Cirice
  9. Miasma
  10. Jigolo Har Megiddob
  11. Pro Memoria
  12. Witch Image
  13. Life Eternal
  14. Masked Ball
  15. Spirit
  16. From The Pinnacle To The Pit
  17. Majesty
  18. Satan Prayer
  19. Faith
  20. Year Zero
  21. Spöksonat
  22. He Is
  23. Mummy Dust
  24. If You Have Ghosts
  25. Dance Macabre
  26. Square Hammer
  27. Monstrance Clock

Nachdem sich viele Besucher durch die halbe Stadt zur Sporthalle gekämpft haben, wird es schnell klar, in der Sporthalle in Hamburg wird es heute kuschelig warm. Das skandinavische Metal Flakschiff Ghost ist mit Support in der Stadt und zieht Headbanger aus dem gesamten Umland in die Hansestadt, um die okkulte Doom Messe zu feiern. Als Einheizer haben sie die grandiosen Candlemass im Gepäck, die ansonsten selber als Headliner durch die Lande ziehen. Ein spannendes Paket, das für einen ausgelassenen Abend sorgen soll.

Ein Blick durch die Halle zeigt schnell auf, dass leider nur maximal der Hälfte der Besucher an diesem Abend gekommen ist, um Candlemass zu huldigen. Schade, denn der Auftritt der Schweden, die bei Napalm Records unter Vertrag stehen, macht wirklich Spaß. Genretypisch findet der Lichtmischer nicht den Regler für das Licht, und so spielen die Skandinavier den ersten Track The Well Of Souls quasi in der kompletten Dunkelheit. So soll es nicht bleiben – die Lichteffekte setzen ein und präsentieren einen spielfreudigen Sänger Johan Längquist, der gut gelaunt Dark Reflections und Astorolus – The Great Octopus ankündigt. In den ersten Reihen geht die Post ab, dahinter bleibt es verhalten – das Publikum hat heute eindeutig den Fokus auf Ghost gestellt. Die Stimmung ist trotzdem gut, der Sound solide und Candlemass nehmen die Supporterrolle gerne an. Mit A Sorcerer’s Pledge und Solitude ist das sechs Kompositionen starke Set bereits am Ende. Eine kurze aber intensive Session.

Dann heißt es warten auf die charismatischen Ghost. Nach einem sehr langen Intro mit dem üblichen Hallenlicht geht der Vorhang erst spät herunter und senkt den Lichtkegel in die Halle. Alles ist für das brachiallange Konzert der Überflieger angerichtet, die ihrerseits die Chance als Support von Iron Maiden oder Sabaton in den letzten Monaten genutzt haben und nun als gefeierter Top Act die Massen anziehen. Mit Rats gehen die sechs Musiker um Sänger Cardinal Copia stimmungsgewaltig in dieses Konzert. Die fünf A Nameless Ghoul spielen des Weiteren früh Ritual, Con Clavi Con Dio, Per Aspera Ad Inferi oder Devil Church an. Teilweise wirkt die Darbietung der Schweden eher wie eine Theatervorstellung als ein Heavy Metal Konzert. Die Lichteffekte zementieren die wirklich lange Show. Fürs Auge gibt es ordentlich was geboten und auch die Ohren bekommen eine Menge Hits aufs Trommelfell. Viel ist und bleibt auf Frontmann Cardinal Copia ausgerichtet. Der Rest der Musiker agiert eher im Hintergrund und braucht sich vor großen Shows von Kiss oder Alice Cooper nicht zu verstecken. Outfitwechsel tun der Show nur gut, nichts wirkt langweilig, während Stücke wie Cirice oder Spirit aus der Anlage dröhnen. Wer so eine Show in dieser Perfektion von gut drei Stunden inszenieren kann, der zählt ganz klar zu den ganz großen des Genres. Für einige Kritiker waren die Eintrittspreise zu hoch angesetzt – wenn man jedoch sieht, was aufgefahren wird, muss man dieses wohl direkt korrigieren. Zudem darf man an dieser Stelle Candlemass nicht vergessen. Die Fans wollen Ghost und sie bekommen Ghost. Das Konzept steht und alle sind zufrieden, während das Trio Dance Macabre, Square Hammer und Monstrance Clock das Ende markieren. Es bleiben im Kopf 27 stark umgesetzte Stücke in einem wahnsinnig langen Set, das jeden Fan der Band anspricht!

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