Gwar – The Blood Of Gods

“Die Monster bleiben bissig!“

Artist: Gwar

Herkunft: USA

Album: The Blood Of Gods

Spiellänge: 55:50 Minuten

Genre: Heavy Metal, Thrash Metal

Release: 20.10.2017

Label: Metal Blade Records

Link: http://www.gwar.net/

Bandmitglieder:

Gesang – Blothar
Gitarre – Pustulus Maximus
Gitarre – Balsac The Jaws Of Death
Bassgitarre – Beefcake The Mighty
Schlagzeug – Jizmak Da Gusha

Tracklist:

  1. War On Gwar
  2. Viking Death Machine
  3. El Presidente
  4. I’ll Be Your Monster
  5. Auroch
  6. Swarm
  7. The Sordid Soliloquy Of Sawborg Destructo
  8. Death To Dickie Duncan
  9. Crushed By The Cross
  10. Fuck This Place
  11. Phantom Limb
  12. If You Want Blood (You Got It)

Nach dem das letzte Album Battle Maximus ohne Gitarrist Flattus Maximus auskommen musste, hat es kurz nach der Veröffentlichung Sänger und Ikone Oderus Urungus alias Dave Brockie mit einer Überdosis Heroin erwischt. Die Uhren standen bei den schockenden Maskenträgern spürbar still. Ein solcher Schlag muss erst mal verkraftet werden und wie kann man das am Besten? Genau, man überwindet die Trauer und macht das, was man am besten kann: kernigen Heavy Thrash Metal mit Blothar am Mikrofon. Zeit gelassen haben sich die Amerikaner verständlicherweise dennoch und so steht The Blood Of Gods erst vier Jahre nach Battle Maximus auf der Agenda. Veröffentlicht wurde die Scheibe vor wenigen Tagen über Metal Blade Records und kratzt an der magischen Marke von einer Stunde Spielzeit.

War On Gwar startet das erste schaurige Intermezzo mit Blothar an der Röhre. Als kleine nicht ganz uninteressante Randnotiz: Eingefleischte Fans kennen den Sänger als Gwar Bassist Beefcake The Mighty, der jahrelang in die tiefen Seiten geschlagen hat. Spannend die Tatsache, dass er seinem verstorbenen Kollegen in den Gesangsfarben sehr nahe kommt. Rockig geht Viking Death Machine ins Jüngste Gericht, dabei bleiben die amerikanischen Kostümträger Old School, ohne ganz den modernen Elementen den Zugriff zu verwehren. Immer mit dabei: die drückende Grundstimmung und gehörig Power unter den Horror Masken. Passend zu Halloween kann man das Album The Blood Of Gods auf jeder Themenparty bringen. Die beiden starken Gitarristen Pustulus Maximus und Balsac The Jaws Of Death machen richtig Spaß – dazu kommt, dass Blothar schnell seinen Platz gefunden hat. Ohne Witz – das werden viele eingefleischten Jünger nicht hören wollen, aber er kann den Mastermind sehr gut ersetzen, auch wenn das ohne Frage eine fast unmögliche Aufgabe ist. El Presidente brilliert durch die Backingvocals und den prägnanten Refrain. Zu I’ll Be Your Monster wurde gerade erst eine Videopremiere gefeiert. Weiter unten findet ihr als Hörprobe den Song Fuck This Place, der vor rund zwei Monaten für ein Video genutzt wurde und einen guten Schlag Punk Rock in den Knochen hat. Das Gwar 2017 nicht nur noch was fürs Auge bieten, zeigen Swarm, Crushed By The Cross oder Phantom Limb, die technisch anspruchsvoll verpackt ins Ohr des Käufers dringen. Gwar sind tot?! Ganz sicher nicht – die Monster bleiben bissig wie vor drei Jahrzehnten.

[youtube]gE6lohKcDmQ[/youtube]

Fazit: Auf The Blood Of Gods erklingt die ganze Bandbreite aus Hard Rock, Heavy Metal, Thrash Metal sowie Punk Rock. Das Qintett aus den Staaten bleibt seinem Status gerecht und präsentieren mit den neuesten Stücken ein starkes Output, welches man nicht nur zur gruseligen Jahreszeit auf dem Schirm haben sollte.

Anspieltipps: El Presidente, Swarm und Fuck This Place
Rene W.
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