Halestorm am 15. Oktober 2018 in der Live Music Hall, Köln

„Frauenpower im Doppelpack“

Headliner: Halestorm

Vorband(s): Devilskin

Ort:
 Live Music Hall, Köln

Datum: 15. Oktober 2018

Kosten: 25,00€ (ausverkauft)

Genre: Hard Rock

Besucher: ca. 1500 Besucher

Veranstalter: Prime Entertainment

Link: Live Music HallFacebook

Setlist:

[cbtabs][cbtab title=“Devilskin“]

  1. Pray
  2. Elvis Presley Circle Pit
  3. All Fall Down
  4. Mountains
  5. Start A Revolution
  6. Animal
  7. Holy Diver
  8. Never See The Light
  9. Vessel
  10. Until You Bleed
  11. Endo
  12. Voices
  13. Little Pills
  14. Violation

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[cbtab title=“Halestorm“]

  1. Skulls
  2. Mayhem
  3. Love Bites (So Do I)
  4. Mz. Hyde
  5. Killing Ourselves To Live
  6. Do Not Disturb
  7. Amen
  8. The Silence
  9. It’s Not You
  10. I Am The Fire
  11. Vicious
  12. Drum Solo
  13. Freak Like Me
  14. Black Vultures
  15. I Miss The Misery
  16. Here’s To Us[/cbtab]
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Die ausverkaufte Live Music Hall staunt nicht schlecht, was für einen energiegeladenen Auftritt die neuseeländischen Devilskin auf’s Parkett legen. Die vier Musiker um Frontfrau Jennie Skulander machen ordentlich Programm und da überrascht es wenig, dass die Band ein, für eine Vorband, vergleichsweise ausgiebiges Set mit 14 Songs performen darf. Besonders auffällig ist, dass sich Gitarrist, Bassist und Sängerin die animateurischen Aufgaben teilen und so besonders kommunikativ und publikumsnah wirken. Spätestens beim Cover von DiosHoly Diver hat die Band den Saal voll unter Kontrolle. Egal, ob man die Band musikalisch gut findet oder nicht, darf man ihr die starke Live-Performance nicht absprechen. Abgesehen vom sehr jungen Schlagzeuger haben alle Mitglieder eine erstaunliche Bühnenpräsenz. Frontfrau Skulander im knappen Kleid weiß hier und da sogar mit einigen gutturalen Passagen zu überzeugen – da staunt das Publikum nicht schlecht.

Nur zwei Bands am Abend bedeuten natürlich, dass man recht lang auf den Headlinder Halestorm wartet. Die Band steigt dann gegen 21:30 auf die Bretter und geht von Beginn an in die Vollen. Mit Skulls vom neuen Album Vicious, Mayhem vom letzten Album Into The Wild Life und ihre vermeidlich größten Hit Love Bites (So Do I) vom Erfolgsalbum The Strange Case Of… startet das Quartett aus Pennsylvania mit drei Songs der härteren Gangart und begeistert damit das vornehmlich weibliche Publikum von der ersten Sekunde an. Nicht nur Frontfrau Lzzy Hale im provokativen Outfit mit Leo-Schlaghose und 20cm Absätzen – hier weißt jemand wie man seine Reize einsetzt – merkt man den energiegeladenen Start an, auch im Publikum machen sich die 25 Grad Außentemperatur – im Oktober – bemerkbar. Das tut aber weder der Stimmung, noch der Atmosphäre einen Abbruch. Die Band weiß genau wie man das Publikum bei Laune hält. Die Setlist ist ausgewogen mit minimaler Schlagseite zum neuen Album und The Strange Case Of…. Zwischendrin werden immer wieder kleine Schmankerl wie The Silence, vorgetragen als Akustik-Version mit Gesang und Gitarre, ein ausgedehntes und interaktives Intro zu Amen, ein ausgedehntes Outro/Solo zum letzten Songs I Miss The Misery, Singalongs und ein Drum Solo, das seinesgleichen sucht, eingebaut. Drummer Arejay Hale, Bruder von Sängerin Lzzy, gekleidet im pinken Anzug, der ohnehin schon eine sehr aktive Performance an den Tag legt, dreht nochmal voll auf. Gespickt wird das Solo mit dem Einsatz zweier knapp einen Meter langer Drumsticks und dem gemeinsamen Drum-Part mit Devilskin Drummer Nic Martin. Der Mann an den Trommeln singt nebenbei auch noch die Backing-Vocals und nutzt dafür ein auffälliges Überkopf-Mikrofon, dass er sich bei Bedarf mit einem seiner Drumsticks vor das Gesicht zieht. Der Mann lässt sich so schnell nicht aus dem Takt bringen.

Halestorm zeigen an diesem Abend ihr volles Spektrum: professionelle Bühnenshow, wahnsinnige Präsenz aller Mitglieder – die Band wird leider viel zu oft auf Sängerin Lzzy Hale reduziert – ein hohes Niveau an den Instrumenten, spürbare Leidenschaft und Songs, die genau diese Elemente optimal transportieren. Die Band wird live und auch auf Platte Jahr für Jahr stärker, man darf gespannt sein, wie weit es die Amerikaner noch bringen werden.

 

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