„Kriminalroman von Heike Denzau – Der Teufel von Wacken“
Buchtitel: Der Teufel von Wacken
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 336 Seiten
Genre: Kriminalroman
Release: 28.06.2018
Autor: Heike Denzau
Link: https://www.emons-verlag.de/programm/der-teufel-von-wacken
Verlag: Emons Verlag
Buchform: Broschürtes Taschenbuch, 11,90 € (D) / 12,30 € (A)
ISBN-13: 978-3-7408-0315-5
Nach dem Riesenerfolg von Tod in Wacken mit über 30.000 verkauften Exemplaren vor fünf Jahren erschien jetzt ein weiteres, im Umfeld des Wacken:Open:Airs spielender Kriminalroman von Heike Denzau.
Ich zitiere hier jetzt erst einmal den Pressetext:
„Ein Überfall auf einen Itzehoer Juwelier endet blutig. Die Spur führt Ermittlerin Lyn Harms zum gerade stattfindenden Heavy-Metal-Festival in Wacken. Dort feiern 75.000 Fans eine riesige Party und haben da
Ich war skeptisch. Das W:O:A 2018 gerade vorbei, die Erinnerungen noch frisch. In der Wäsche noch der Staub des Geländes und nun liegt dieser Roman auf meinem Schreibtisch…
Das Open Air ist immer präsent, dient aber nur als Teaser. Die Geschichte ist schlüssig und spielt im gesamten Umfeld von Itzehoe und Wacken. Einige Schmunzler zaubert mir das Buch beim Lesen trotz des nicht witzigen Hintergrundes ins Gesicht. Da ist die Polizeisekretärin „in etwa so kritikfähig wie Donald Trump“ oder die handelnden Personen gehen ausgerechnet zu Status Quo, die nix, aber auch gar nix mit Metal zu tun haben.

Zwei Tage später wollen die Protagonisten zu Alice Cooper. Da merkt man, die Autorin ist (wie ich…) 63er-Baujahr und hat mit Metal und dem Festival nichts am Hut. Beschrieben wird das W:O:A 2017 mit seinem Matsch und schwül-heißen Tagen. Kleinere Fehler fallen nur dem absoluten Insider auf. So, wie beschrieben, würde die Ärztin niemals ihren Weg nach Feierabend zu ihrem Haus laufen. Die Wege sind weit und niemand läuft freiwillig mehr als nötig. Schon gar nicht nach einer 12-Stunden-Schicht. So, wie beschrieben müsste die Ärztin durch das Dorf nach Hause gegangen sein. Mit ihrem Status geht sie aber normalerweise direkt aus dem Sanizentrum zur Schule und steht zwei Straßen weiter vor der angegebenen Adresse. Satte zwei Kilometer Ersparnis auf einem Weg, auf dem ein normaler Festivalbesucher keinen Zutritt hat. Auch wird eine Ärztin den Unterschied zwischen einem Bank- und einem Juwelenräuber kennen.
Trotzdem ist die Story um die Knastkollegen und ihrem missglückten Überfall detailgetreu beschrieben und jederzeit spannend. Der Leser ist immer in der Lage, in den gerade beschriebenen Situationen mit den Personen zu fühlen und sich die Umgebung vorzustellen.

(Anmerkung an die Autorin: Danke für den Sarg-Gockel!) Für jeden Wackengänger, Krimifan und regional Interessierten liefert es unterhaltsame Stunden.
Heike Denzau, Jahrgang 1963, ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in dem kleinen Ort Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. Ihr Kriminalroman Die Tote am Deich war für den Friedrich Glauser-Preis 2012 in der Sparte »Debüt« nominiert. Der Teufel von Wacken ist bereits ihr neunter Roman.
Zu diesem Buch finden 2018 noch einige Lesungen, allerdings ausschließlich in Schleswig-Holstein, statt:
Donnerstag, 6. September 2018, 19 Uhr, Mensa der Ganztagsschule Hohenlockstedt, Birkenallee 9
Freitag, 5. Oktober 2018, 20 Uhr, Wyk auf Föhr – Weinstube Alte Druckerei, Mittelstraße 17
Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19 Uhr, Stadtbücherei Kellinghusen, Hauptstraße 18
Freitag, 7. Dezember 2018, 20 Uhr, Wacken, Landgasthof Zur Post „Wackinger“, Dorfstraße
Fotos W:O:A 2017: Norbert C. / Time For Metal



