Hell-Born – Natas Liah

Die Rückkehr der polnischen Hölle!

Artist: Hell-Born

Herkunft: Polen

Album: Natas Liah

Spiellänge: 45:15 Minuten

Genre: Death Metal, Black Metal

Release: 18.01.2021

Label: Odium Records

Link: https://www.facebook.com/officialHellborn/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Baal Ravenlock
Gitarre – Les
Schlagzeug – Diabolizer

Tracklist:

  1. When You Are God
  2. Axis Of Decay
  3. Ye Olde Woods Devil
  4. Uroboros
  5. The Butcher
  6. Son Of Earth
  7. In God’s Death
  8. Soulrape
  9. Blakk Metal

Behemoth und kein Ende, wenn man so will. Zumindest schwebt der Name immer im Raum, wenn es um polnische Black und Death Metal Kapellen geht. Azarath, mit dem aktuellen Behemoth Drummer, haben im Jahre 2020 ein geiles Album auf den Markt geworden und Hell-Born werden 2021 angreifen. An Bord sind die ehemaligen Mitglieder Les und Baal, die bis 1996 bzw. 1999 in den Reihen von Behemoth aktiv waren, außerdem noch bei Damnation. Keine Unbekannten also. Seit 2019 trommelt da nun ein gewisser Diabolizer, den man auch von Throneum und ein paar anderen Acts kennen könnte. Von 2001 bis 2008 hauten diese Polen fünf Alben raus. Seit 1996 sind sie dabei und konnten die Band bis 2010 aufrechterhalten. Dann kehrte Ruhe ein. 2019 wurde dann eine Split mit den Polen von Offence veröffentlicht und nun steht Album Nummer sechs in den Startlöchern.

Gleich der Opener When You Are God hat es in sich und zeigt wieder einmal, dass die Polen anscheinend exzellente Musikergene besitzen.
Kein Intro, gleich in die Vollen. Lang gezogenes Riff, melodische Leadgitarre, Break und ab ins Midtempo. Der Part klingt am Anfang ein wenig drucklos, steigert sich aber, erhöht die Geschwindigkeit und geht ins Ursprungstempo zurück. Ein diabolischer Gesang wird teilweise verwendet. Klingt bedrohlich. Zurück in den Anfangspart, welcher von dem melodischen Lead lebt. Dann nimmt man das Tempo ganz raus und geht in den Kriechkeller. Recht blacklastig, schleppend und düster, angsteinflößend und atmosphärisch, teilweise sogar ein wenig hypnotisch. Der Part zieht sich aber ein wenig, genauso wie der gesamte Song.

Weiter geht es mit Axis Of Decay. Im feinsten Midtempo und blackigem Riffing galoppiert man durch die Botanik. Aber so richtig hängen bleiben will es einfach nicht. Der Song beginnt mit abgehackten Riffs und baut sich sehr bedrohlich auf. Break, melodische Vorspieler und dann ab in einen melodischen Mittelpart. Aber irgendwie reißt mich das gerade Gehörte nicht so richtig mit, trotz Tempoverschärfung. Auch der total langsame Part strahlt für mich keine richtige Bedrohlichkeit aus – mal abgesehen vom Gesang, der ist fett.

Ye Olde Woods Devil folgt. Los geht es wieder mit feinstem, melodischem Riffing, dieses haben die Burschen drauf. Im langsamem Midtempo und blackigem Riffing zelebriert man diese Party, genauso wie den nachfolgenden, sehr drückenden Groovepart. Keine Sorge, es folgt ein Knüppelpart. Gute Kombination, so geht das, da kommt Stimmung und Freude beim Zuhören auf. Der Part wird sehr ausgekostet, um dann wieder in den melodischen Anfangspart zu wechseln. Kurz noch einmal Geballer. Break. Ein langsames Riff wird schön von den Drums betont und man baut einen bedrohlichen und atmosphärischen Part auf. Klingt melodisch, melancholisch und düster zugleich. Geiles Brett!

Uroboros feuert ein feines Riff zu Beginn heraus, anschließend wird ein wechselnder Part geliefert. Das Midtempo wird zelebriert, man groovt quasi in diesem Bereich und geht dann wieder in den Anfangspart. Dieses Riff ist zwar irgendwie ganz geil, wird mir dann aber zu oft wiederholt. Der ganze Song fliegt an mir vorbei. Man kann nicht sagen, dass er schlecht ist, aber eben auch nicht gut. Gutes Riffing, aber irgendwie fehlt die Härte und Bedrohlichkeit. Zwar geht man nach vier Minuten schön vom Tempo, kommt mit einem Basssolo um die Ecke, bietet eine gute Melodie und auch ein verdammt fettes Solo, aber irgendwie hätte man dieses schon eher bringen können. Klingt wie ein zweiter Song. Der zweite Teil ist extrem geil, aber zusammen passt das irgendwie nicht.

45 Minuten richtig geiles Zeug, welches mit dem Song Blakk Metal einen würdigen Abschluss erhält. Das blackige Riffing und böser, aber teilweise melodischer Gesang. Kommt richtig geil rüber. Eine Hommage an den Fürsten der Finsternis.

Die Produktion, welche zusammen mit, war klar, Nergal von Behemoth zustande kam, ist sehr dunkel und druckvoll.

Meines Erachtens kommen Hell-Born nicht ganz an Azarath heran, aber es ist ja auch kein Konkurrenzkampf. Beide Outputs sind klasse.

Hell-Born – Natas Liah
Fazit
Hell-Born sind zurück und klingen stärker, dunkler und diabolischer als je zuvor. Mit einer guten Produktion und einer kräftigen und düsteren Mischung aus Black, Thrash und Death Metal dürften sie den Freunden der Finsternis absolut gefallen. Gutes We Are Back Album. Polen können es einfach!

Anspieltipps: When Are You God und Ye Older Woods Devil
Michael E.
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