Karma Violens – Skin of Existence

“Extremes Durcheinander!“

Artist: Karma Violens

Herkunft: Griechenland

Album: Skin of Existence

Spiellänge: 39:42 Minuten

Genre: Extreme Metal

Release: 13.11.2015

Label: Rock of Angels Records

Link: http://www.karmaviolens.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Marios
Gitarre – George
Gitarre – Costas
Bassgitarre – Steven
Schlagzeug – Thodoris

Tracklist:

  1. Incuarius
  2. Bloodbath
  3. Soulless Child
  4. Floating in Sadness
  5. Le temps du suicide
  6. About My Creator
  7. Skin of Existence
  8. Si Vis Vitam Para Mortem
  9. Incubation Day
  10. Paralyzed
  11. Dead Man’s Story

Karma-Violens-2015-cover

Karma Violens ist als Name alles, nur nicht unauffällig. Wo sich andere „Violence“ schimpfen, verzichtet man hier auf die Massenschreibweise der 08/15-Version.

Die Griechen schießen in diesem Jahr ihr zweites Album auf den Markt und präsentieren eine Leistung unter dem Label Rock of Angels Records. Die Crew unter Kopf Marios möchte erneut beweisen, dass sich hinter dieser Komposition keine corelastigen Einflüsse verbergen, sondern laut eigenen Worten ein Extreme Metal Genre.

Schaltet man das Werk ein, wird schnell klar, dass es alles andere als ruhig zugeht. Extrem düster unterlegte Texte paaren sich mit Einflüssen aus doom- oder trashlastigen Geschredder. Zügig, hart und beinahe zu schnell knattert ein Song nach dem anderen in die Ohren und lässt Züge Richtung In Flames oder Heaven Shall Burn vermuten. Stimmlich bewegen sich Karma Violens streckenweise eher Richtung Grindcore und überfordern somit komplett. Hier dran zu bleiben und das ganze als „Experiment“ zu deklarieren, ist wohl die beste Möglichkeit um diesem Kuddelmuddel standzuhalten. Wenn es das ist, was unter Extreme Metal zu verstehen ist, dann haut das Ganze definitiv hin und die Jungs stauben den Preis für das womöglich extremste Album des Jahres ab. Mühevolle Kleinstarbeit findet man in einigen Stücken besonders in den Drums wieder. Gut abgemischt pirschen sich auch Gitarrenriffs für die dezent hektische Stimmung ins Feld. Hardcoreelemente gibt’s übrigens auch.

In Le Temps Du Suicide fahren Marios und Co. alle Geschütze auf und bringen die Wände zum Wackeln. Was meine Nachbarn wohl bei diesem Durcheinander in ungefähr vierzig Minuten Spielzeit sagen? Schwierig, nicht abzuschweifen und in Kopfschmerzen zu versinken, mühe ich mich auch zu den letzten Songs des Werkes. Habe ich da was Nettes und vor allem Leises erwartet? Wenn ja, das kommt nicht. Gar nicht und nicht einmal ansatzweise.Dieses Album zieht sich von Anfang bis Ende in einem gleichbleibend hektischen Leitfaden über elf Songs und schnürt Hörer ein. Wer drauf steht, sollte sich dieses Gemisch auf jeden Fall auf die Ohren geben!

Fazit: Für mich wirklich eine Erfahrung in experimenteller Weise. Mir fehlen jedoch ehrlich gesagt die Worte um mich hier zu äußern. Manchmal hat man eben ein Genre, mit dem man sich eher weniger identifizieren kann. Bei mir dieses. Für Fans dieser kranken und vor allem hektischen Artikulation bestimmt ein gefundenes Fressen. Für mich einfach viel zu Wirr und hart.
Jasmin W.
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