Mad Sin – Unbreakable

Nach zehn Jahren wieder da

Artist: Mad Sin

Herkunft: Berlin, Deutschland

Album: Unbreakable

Genre: Psychobilly, Horrorpunk

Spiellänge: 44:07 Minuten

Release: 11.09.2020

Label: Century Media Records

Link: www.madsin.de

Bandmitglieder:

Gesang – Köfte DeVille
Kontrabass – St. Valle
Gitarre – Andy Kandil
Gitarre – Manny Anzaldo
Schlangzeug – KO Ristolainen

Tracklist:

  1. The Awakening (Intro)
  2. Are You Ready?
  3. Moon Over Berlin
  4. Alles Ist schlecht
  5. Hallucinate
  6. Aggression
  7. Shine A Light
  8. House Of Fun
  9. All My Friends
  10. Till Death Do Us Part
  11. Memento Mori
  12. Something’s Wrong
  13. Totgesagte Leben Länger
  14. Kill Girl
  15. The Long Hard Road Back From Hell
  16. Unbreakable

Zugegebenermaßen bin ich jetzt nicht so der große Psychobilly Kenner. Psycho vielleicht eher als Billy 🙂 Trotzdem wage ich mich einmal an das Review für das hier vorliegende Album der Berliner Horrorpunk/Psychobilly Veteranen Mad Sin heran. Erschienen ist Unbreakable beim auf Psychobilly spezialisierten Label Century Media. Nein, Quatsch, ich habe ja bereits eine Menge Reviews zu Alben verschiedener Bands des Labels gemacht. Aber Psychobilly war da bisher nicht dabei. Keine Ahnung, ob die auch noch eine andere Psychobillyband unter Vertrag haben. Herausgebracht wurde Unbreakable bereits am 11.09.2020 als CD und auf schwarzem Vinyl. Meistens spendiert Century Media den Bands ja auch noch zusätzlich farbiges Vinyl. Keine Ahnung, ob man sich das hier nicht gewagt hat, oder aber die Band halt bunt genug ist.

Mein bisher einziges Psychobilly-Event war ein Livekonzert der Psychobillylegende Demented Are Go im Herbst 2017 im MTC in Köln (hier geht es zum Bericht). Das war schon etwas anderes, als die sonst gewohnten Metalkonzerte. Einfach nur viel verrückte Musik, Fans und Musiker. In diesem Falle absolut herrlich Altmeister Sparky mit dem ich noch Backstage abhängen durfte.

Auch bei Mad Sin steht ein „Verrückter“ im Vordergrund: Sänger und Mastermind von Mad Sin ist Köfte DeVille. Er ist mittlerweile einziges verbliebenes Gründungsmitglied, nachdem sich das Besetzungskarussell wieder einmal drehte.

Zehn Jahre nach dem letzten Album Burn And Rise beim Label People Like You Records nun also unter neuer Labelflagge Unbreakable. Auf Unbreakable befinden sich sechzehn kurzweilige Songs, die unter der Flagge des Psychobilly’s fungieren. In Wirklichkeit ist es jedoch ein wilder Stilmix aus Rockabilly, Punk, Rock ’n‘ Rol und Country. Man merkt der Band an, dass die Songs ihnen Freude machen und sie voll dahinter stehen. Wer hier Rockabilly à la Demented Are Go erwartet, wird eher enttäuscht, denn bei Mad Sin wird doch mächtig durch die eben erwähnten Genres geritten. Aber wer Mad Sin kennt, wird wohl auch nichts anderes erwarten, denn hier ist Fun angesagt.

Mit dem kurzen Intro Awakening erwacht das Album regelrecht. Dann geht’s richtig geil Psychobilly like mit Are You Ready? ab… Are You Ready For Desaster? Ja, wir steuern dann voll ins gewollte Desaster. Da werden auf einmal Gäule aufgesattelt und der Moon Over Berlin im Country Stil angeheult.

Ach Leute hört doch auf, nicht alles ist schlecht, wie uns der Song Alles Ist Schlecht vermitteln will. Ja, deutsche Texte gibt es eben auch. Später nochmals mit Totgesagte Leben Länger. Das scheint auf die Band auch selbst zuzutreffen.

Ab und an ist man auch mal stoned oder man halluziniert wie in Hallucinate. Da muss direkt noch einmal an Köln und an Sparky denken.

Kommt man vom Trip wieder runter, kann durchaus Aggression herrschen. Verrückt sind die Songs auf dem Album allemal, denn nach Aggression folgt Shine A Light. Durchgeknallt shinen oder scheinen die Jungs aus Berlin echt zu sein. Wie kann man sonst solch einen Mix hinbekommen. Auf jeden Fall ist eine Menge Fun angesagt. Das Album ist so was wie ein House Of Fun. Hahahahahaha…..

All My Friends ist ein richtiger Rock ’n‘ Roller und dazu jetzt ein Twist and Shout… bis der Tod uns scheidet mit dem Rockabilly Song Till Death Do Us Part.

Danach wird es noch ein wenig rockig. Da ist überhaupt nichts falsch. Something’s Wrong stimmt einfach nicht, denn der Song ist genauso richtig und toll, wie der vorangegangene Memento Mori und das anschließende Kill Girl.

Mad Sin befinden sich auf einer langen Tour, auf der Straße The Long Hard Road Back From Hell. Pferde werde noch einmal aufgesattelt und mit einer Westernmelodie trottet man auf dieser Long Hard Road vor sich hin, um festzustellen, dass man unzerbrechlich ist. Mad Sin sind Unbreakable!

Mad Sin – Unbreakable
Fazit
Aufgrund des irrsinnigen Genremixes tut sich der Hörer vielleicht zu Beginn etwas schwer. Ist man jedoch einmal in den Songs des Albums Unbreakable drin, macht es sichtlich Spaß und man fühlt sich in diesem House Of Fun gut aufgehoben. Ein Album mit erhöhtem Fun-Faktor.

Anspieltipps: Are You Ready?, House Of Fun und Something’s Wrong
Juergen S.
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