Maraton – Meta

Wer Leprous mag, sollte sich auch Maraton mal geben

Artist: Maraton

Herkunft: Norwegen

Album: Meta

Spiellänge: 39:14 Minuten

Genre: Alternative Rock, Pop, Crossover

Release: 26.04.2019

Label: Indie Recordings

Link: https://www.facebook.com/maratonband/

Bandmitglieder:

Gesang – Fredrik Bendiksen Bergersen
Gitarre – Jon Vegard Næss
Bassgitarre – Vegard Liverød
Keyboard – Magnus Johansen
Schlagzeug – Frank Nordeng Røe

Tracklist:

  1. Seismic
  2. Blood Music
  3. Prime
  4. Change Of Skin
  5. Altered State
  6. Body Double
  7. The Manifest Content
  8. Mosaic
  9. Spectral Friends

 

Auf der Homepage von Indie Recordings findet man zur norwegischen Band Maraton folgendes: „… By molding together inspiration from the wide range of bands like Mars Volta, Muse and Meshuggah, the band enables a distinct and iconic soundscape of technical drums with pristine precision, earth shaking bass, glistening guitars and an almost sacral in tone vocals…“ Das lässt ja schon mal aufhorchen! Tatsächlich hat es nach der Veröffentlichung einiger Singles, die tausendfach gestreamt wurden und schon zu einer beachtlichen Fanbase geführt haben, sieben Jahre gedauert, bis nun mit Meta das Debütalbum vorgelegt wurde. Es erschien am 26.04. unter der Ägide von Indie Recordings.

Mit Seismic geht es los, den Song hatte ich tatsächlich schon in einem meiner Wochenmixe auf spotify und war schon sehr angetan, denn ich mag Muse und Leprous. Wenn man sich ein Crossover der beiden Bands vorstellen kann, liegt man schon ziemlich gut. Ansonsten einfach mal reinhören:

 

Nach dem sehr poppig daherkommenden Blood Music zeigen Maraton mit dem Uptempo-Track Prime, dass sie auch anders können. Sehr rockig, ziemlich progressiv, dabei trotzdem radiotauglich. Dass sie auch schon als Support für Leprous unterwegs waren, macht Sinn, wobei die Ähnlichkeit gerade bei diesem Song schon frappierend ist.

 

Locker-flockig, fast ein wenig jazzig schaut Change Of Skin um die Ecke, kann auch mit einem geilen Bass-Solo – oder ist es eine tiefer gestimmte Gitarre? 😀 – aufwarten. Bei Altered State ist es wohl definitiv der Bass, der zu Beginn ordentlich geflappt wird und immer mal wieder aus seinem Schattendasein ausbrechen darf. Wenn das der Verweis auf Meshuggah sein soll, finde ich das trotz allem etwas sehr weit hergeholt. Aber vielleicht kommt da ja noch was. Mit Altered State haben Maraton bislang definitiv das progressivste Stück am Start, das trotzdem erstaunlich zugänglich ist und richtig Spaß macht.

Body Double schlägt im Grunde in die gleiche Kerbe, sehr progressiv, sehr Leprous – was aber hauptsächlich am Gesang von Fredrik liegt, der dem von Einar Solberg schon verdammt nahekommt. Den Gesang muss man natürlich mögen, ist schon ein ziemlich ungewöhnlicher. Mit The Manifest Content können Maraton für mich das sehr hohe Level, das sie bisher selbst geschaffen haben, nicht halten, ziemlich belanglos kommt der Song aus den Boxen. Auch Mosaic hüpft mich nicht wirklich an, da fehlt irgendwie der letzte Kick, den die Jungs bislang immer noch aus dem Ärmel gezaubert haben.

Mit dem letzten Song Spectral Friends erholen sich Maraton aber von dem kurzen Durchhänger. Das Ziel vor Augen mobilisieren sie noch einmal alles und proggen sich dem Ende der Spielzeit entgegen. Die tiefer gestimmten Gitarren – oder ist es der Bass? 😀 – dürfen noch einmal wummern, wobei das immer noch kein Meshuggah ist 😉 Fredrik darf neben seinem falsettartigen Gesang auch mal in eine normale Stimmlage gehen, der große Chor zum Ende sorgt für ein wenig Bombast, die Stille danach ist umso „lauter“…

Fazit
Ich brauchte tatsächlich zwei Durchläufe, bevor ich erkannte, wie großartig dieses Album ist. Man sollte allerdings tatsächlich Bands wie Leprous und Muse mögen, ansonsten hat man entweder Probleme mit der ab und zu sehr poppigen Ausrichtung oder mit dem Gesang von Fredrik. Aber Meta hält tatsächlich sehr viele Ohrwürmer bereit.

Anspieltipps: Seismic, Prime, Altered State und Body Double
Heike L.9
Leser Bewertung2 Bewertungen7.9
9
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