Mephitic Grave – Into The Atrium Of Inhuman Morbidity

Grüße aus der ungarischen Gruft

Artist: Mephitic Grave

Herkunft: Ungarn

Album: Into The Atrium Of Inhuman Morbidity

Spiellänge: 29:16 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 07.05.2021

Label: Carbonized Records

Link: https://mephiticgrave.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und  Bassgitarre – Ádám
Gitarre – Knot
Gitarre – Zoli
Schlagzeug – Balázs

Tracklist:

  1. Entering The Atrium / The Gatekeeper
  2. Chthonicon
  3. The Vaults Of Strangling Fear
  4. Withering Aeons
  5. Straight Into Deaf Madness
  6. The Other Side Of Midnight
  7. Anatomy Of Madness
  8. Cosmic Prey

Die Idee zur Gründung der Band wurde 2018 als Duo zwischen Gitarrist Zoli und Balázs am Schlagzeug geschmiedet. Die Ungarn gaben sich den Namen Mothrot. Gitarrist Knot und Bassist/Sänger Ádám stießen im folgenden Jahr dazu. Die ersten Proben übertrafen die Erwartungen. Da Ádám bereits Ideen für Texte hatte, entstand im kollektiven Kopf der Band ein visuelles Konzept, was dazu führte, dass sie schließlich ihren Namen in Mephitic Grave änderten.

Entering The Atrium / The Gatekeeper bietet uns nach einem kleinen, bedrohlichen Beginn gleich das, was man erwartet hat, denn Schriftzug und Cover lassen schon darauf schließen, worum es hier geht, und zwar um Death Metal der alten Schule. Langsam und dreckig bewegt man sich aus einem ungarischen Schlammloch und beackert die Erde mit dreckigen Riffs. Die Vocals sind natürlich höllentief. Der Anfang klingt ein wenig drucklos, wird dann aber ausgeweitet. Eine gruftige Melodie verdunkelt den Tag. Im Anschluss hauen sie aber einen richtig old schooligen Uftatapart raus, der so richtig Laune macht. Der passt und drückt und am Ende haut man noch einmal die nach Gruft riechende Melodie heraus und man hat das Gefühl, der Tod ist dein Freund.

Chthonicon kommt da schon etwas zackiger aus den Boxen. Kurze Anspieler, kurze Drumbetonung und dann auf die zwölf. Alles schön dunkel und ranzig. Das Tempo wird dann rausgenommen und es wird langsam und rotzig. Death Metal im ursprünglichen Sinne. Und ab geht es in einen schnellen Midtempo-Uftatapart mit entsprechender Tempovariation. Und dann muss auch mal wieder gut sein mit dem Tempo. Nach einem Break kriecht man in den Kellergewölben hin und her und kratzt eine morbide Melodie aus den Mauerwänden. Ich habe mich gerade gedanklich auf eine längere Kriechtour eingestellt, aber da machen die Ungarn nicht mit. Das Tempo wird wieder angezogen und im druckvollen Midtempo beendet man den Spaß.

Mit feinen melodischen Leads beginnt der Song  The Vaults Of Strangling Fear. Man agiert wieder im Midtempo und besonders das Drumming ist hier zu loben, aber auch das Riffing ist sehr zerstörend und zermürbend. Man wechselt zwischen Midtempo und Uptempo hin und her und klingt dabei recht finster und morbide, vor allem nachdem man das Tempo natürlich wieder rausgenommen hat und im Slowtempo weiterarbeitet. Ein beinahe schon hypnotisches Riff beschäftigt dem Zuhörer eine ganze Weile. Ein melodisches Lead wird dann im Midtempo angepriesen und auch ziemlich lange angebetet.

Withering Aeons knattert todesmutig und verwest vorwärts. Zermürbendes Riffing und dazu die absolut tiefen Vocals und der Sound, der anscheinend direkt aus der Leichenhalle kommt. Das Tempo wird aber wieder verschärft, ein melodisches Lead erhellt den Alltag der dunklen Zeitgenossen. Das Tempo wird noch einmal angezogen, bevor man dann wieder kriecht und im Midtempo einen Uftatapart mit einem Solo kombiniert und dann ist es aus.

Nachteil des Albums ist es, dass man das Ganze schon sehr oft gehört hat, teilweise eben auch besser, aber trotzdem machen die Burschen ihre Sache echt gut. Immer wieder werden zwar bekannte, aber geile Riffs rausgeholt und diese in einen verwesten Zustand versetzt, so wie bei Straight Into Deaf Madness. Der Wechsel der Geschwindigkeiten kommt hier ganz gut.

Mit Cosmic Prey endet der Spaß. Der Song geht knappe vier Minuten und setzt den Todesmarschzug der Band fort. Tempowechsel, düstere und verweste Riffs, melodische Leads und höhlenhafte Vocals. Hier ragt die schauderhafte Melodie heraus.

Wie gesagt, das hat man sicherlich alles schon bei Bands wie Autopsy, Funebre und Abhorrence so und eventuell besser gehört, dennoch machen die Burschen einfach nur morbiden Spaß und kommen sehr authentisch rüber. So soll es sein.

Mephitic Grave – Into The Atrium Of Inhuman Morbidity
Fazit
Authentischen und klassischen Death Metal der Marke Autopsy, Funebre und Abhorrence zockt dieses Quartett aus Ungarn. Überwiegend überzeugend und schön zermürbend. Morbide Riffs, tiefe Vocals und Tempovariationen kommen bei mir gut an. <br<
Anspieltipp: Chthonicon und The Vaults Of Strangling Fear
Michael E.
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