Moontowers – Crimson Harvest

Moontowers Rise Again

Artist: Moontowers

Herkunft: Koblenz, Deutschland

Album: Crimson Harvest

Genre: Heavy Metal, Metal, Doom Metal

Spiellänge: 52:10 Minuten

Release: 18.04.2020

Label: Eigenproduktion

Links: https://www.facebook.com/pg/Moontowers.Koblenz/about/?ref=page_internal
https://mojotool.wixsite.com/moontowers-online

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Dommermuth
Gitarre – Kuschke
Schlagzeug – Kratz
Bass, Background Gesang – Baulig

Tracklist:

  1. The Foreshadowing
  2. Fear The White Hand
  3. Be Free Forevermore
  4. Lake Of The Dead
  5. Into The Otherworld
  6. Never Again
  7. Crimson Harvest
  8. Annihilator
  9. Bringer Of Dawn
  10. Moontowers Rise Again
  11. Defenders Of The Tower (Servants Of Light)

Da ist er endlich: der erste Longplayer der Koblenzer Band Moontowers. Das Ding nennt sich Crimson Harvest. Die Band hat entschieden, sich für die Veröffentlichung kein Label zu suchen, sondern sie in Eigenregie zu machen. Erhältlich ist Crimson Harvest ab dem 18.04.2020 als limitierte CD (500 Stück), limitiertes schwarzes Vinyl (400 Stück) und als ultra-limitiertes rotes Vinyl (100 Stück).

Was war das für eine Sensation (zumindest im Großraum Koblenz), als sich die Koblenzer Supergroup Moontowers vor zwei Jahren gründete. Vier Musiker bekannter Koblenzer Bands taten sich zusammen, um nunmehr als die vier Towerlords von Moontowers zu fungieren. Dies waren/sind Dommermuth (Blueside), Kratz (Metal Inquisitor), Baulig (Secutor) und Kuschke (Infernal von der Black Thrash Metal Legende Desaster).

Im Juli 2018 feierten sie ihre Ankunft mit dem hochgelobten Demo The Arrival, welches ich ebenfalls rezensieren und im Vorfeld mit der Band ein Interview machen durfte.

In der kurzen Bandbiografie schrieben die Musiker selbst: „Am Anfang war das Riff“. Das führe ich jetzt mal weiter aus, ich hatte es ja damals bereits umschrieben: „…und es folgte der Heavy Speedy Doom Metal“.

Nun also das ersehnte Album der vier Towerlords, mit dem sie die purpurrote Ernte ihres Schaffens einfahren. Crimson Harvest ist all das, was die sich nicht einordnen wollende Band ausmacht. Riffstarker Heavy Metal, teils mit richtigem Speed, teils doomig angehaucht (nicht angestaubt), mit einiger epischer Breite und teils mit bluesigen Skills, in denen Dommermuth seine Erfahrungen aus dem Blues mit einbringt.

Das Album ist spannend, weil die Musiker ihre doch grundsätzlich divergierenden Erfahrungen aus den anderen Bands mitbringen und diese auch umsetzen. Heavy Metal, Thrash Metal, Black Metal und ein Touch Blues sind die Elemente, die zusammenkommen.

Und besonders (wohltuend) hervorzuheben ist, dass eben jener Dommermuth kein Heavy Metal Sänger ist und sich da auch nicht verbiegt. Er bringt den starken bluesigen Akzent mit ein, der gerade die epische Breite der Songs voll auskosten lässt.

Passend zu den epischen Schlachten und den Abgründen der menschlichen Seele, die uns die Songs erzählen, führt uns The Foreshadowing als Opener in das folgende Werk ein. Als Eröffnung gibt uns The Foreshadowing bereits eine Vorahnung, was jetzt kommen wird.

Heavy und mit vollem Speed und dunklen doomigen Attitüden poltert Fear The White Hand herein. Da haben wir bereits alles in einem, was die Band so ausmacht.

Be Free Forevermore sagt alles, auch über die Mucke dieser starken Band. Sie sind so frei und machen ihr Ding.

Richtig episch und doomig wird es bei Lake Of The Dead, der Song, der ganz langsam und mächtig vorantreibt. Sehr beeindruckend ist hierbei die Stimme von Dommermuth, die dem Song etwas Erhabenes gibt und auch nach ca. drei Minuten erahnen lässt, dass das Ding dann angekündigt schneller wird, bevor es nach einer weiteren Minute wieder zur epischen Breite zurückkommt. Der Song ist einer meiner Favoriten auf dem Longplayer.

Into The Otherworld ist erneut ein starker Heavy Metal Song mit richtigem Speed. Die akustische Gitarre führt uns mit einem gewissen Akzent an folkiger Melodie zu Never Again ein. Dann wird er jedoch sehr heavy. Dies wiederholt sich einige Male in diesem Song, also nix Never Again. Diese beiden Teile des Songs sind so kontrastreich, dass sie den Hörer letztlich sehr stark anziehen. Ein wenig Blues darf dann auch noch sein. Ein ganz starker Track, wie ich finde.

Der Titelsong Crimson Harvest ist erneut ein gewaltig doomgeschwängerter Song, in dem die Band ihre verdiente Ernte einholt. Doom, wie ich ihn liebe. Mein anderer Favorit auf diesem Album.

Das folgende Annihilator macht im wahrsten Sinne des Songtitels keine Gefangenen, bevor der Bringer Of Dawn mächtig die Morgendämmerung aufziehen lässt. Auch so ein Song ganz nach meinem Geschmack und wunderbar doomig.

Moontowers Raise Again, ja Moontowers sind (wieder) da, und zwar gewaltig. Heavy, speedy, doomy. Diesen Song haben wir schon mehrfach live mit der Band abgefeiert. Ein schwerer Song, der mächtig kracht. Mit Spannung zum Zerbersten in epischer Breite von nahezu zehn Minuten. Moontowers haben sich aus dem Tal erhoben und ihre Türme glänzen in der Morgendämmerung.

Mit Defenders Of The Tower werden wir langsam aus diesem glanzvollen Werk herausgelassen. Die Schlacht ist längst geschlagen. Moontowers müssen nicht mehr verteidigen, sie haben gewonnen.

Moontowers – Crimson Harvest
Fazit
Moontowers, die Supergroup aus Koblenz, ist nach ihrer Ankunft mit ihrem Demo The Arrival nun mit ihrem ersten Longplayer Crimson Harvest da. Moontowers fahren mit diesem großartigen Album ihre verdiente Ernte ein. Crimson Harvest überzeugt mit dem der Band eigenen Stil des Heavy Speedy Doom Metal. Dass sie das Album zudem noch ohne Label herausgebracht haben, erfordert allen Respekt und nur noch einen Satz: Underground at its best! Mit dem dazugehörigen Underground Bonus bleibt nur die Höchstnote zu vergeben.

Anspieltipps: Lake Of The Dead, Crimson Harvest und Bringer Of Dawn
Juergen S.
10
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Punkte
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