Nematomorphos – Survive The Wasteland (EP)

Das Aussterben der Menschheit musikalisch untermalt

Artist: Nematomorphos

Herkunft: Portugal

Album: Survive The Wasteland (EP)

Spiellänge: 11:48 Minuten

Genre: Thrash Metal, Death Metal

Release: 16.12.2020

Label: Eigenproduktion

Link: https://nematomorphos.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Rangel Coutiño
Gitarre – Antònio Cardoso
Bassgitarre – Ricardo Rodrigues
Schlagzeug – Paulo Queriòs

Tracklist:

  1. Lost Cause?
  2. Tortured Mind
  3. Malevolent Kin

Diese vier Metalheads aus Portugal lärmen seit 2018 zusammen herum, brachten im Jahre 2019 zwei Singles auf den Markt und ließen Ende 2020 diese EP folgen.

Wie so viele Bands lassen sie natürlich die Musik für sich sprechen, nutzen diese aber auch, um sich textlich Verhör zu verschaffen. Es wird ein kurzer Blick auf die Situation der Menschheit in dieser chaotischen Welt geworfen, in der wir leben und in der wir gezwungen sind, mit allen Mitteln zu überleben.

Ein bisschen schade ist, dass die ersten beiden Songs die Single-Veröffentlichungen aus dem Jahre 2019 sind. Allerdings gab es diese nur als digitale Versionen. Die EP erschien als Digipak und somit ergibt es natürlich einen Sinn.

Lost Cause? legt sehr thrashig los, bietet ein fettes Riffing an und wechselt dann in einen Uptempo Death Metal Part mit anschließendem Midtempo-Groove. Dazu bedient man sich eines hängenbleibenden Riffs, welches wirklich sehr markant ist. Dieses Szenario wiederholt man und kommt mit einem schleppenden, melodischen mittleren Teil ums Eck. Die Saiten werden nur kurz angeschlagen und der Gesang läuft parallel darüber. Dann wird man etwas moderner und baut einen fast schon spacigen Part mit ein, wechselt dann aber zum Glück wieder in den oben beschrieben markanten Part und beendet den Song.

Tortured Mind folgt und setzt die Marschrichtung fort. Vorspieler und ab dafür. Das Riff wird weiter verwendet, das Drumming und das Tempo variiert und bietet einen guten Einstieg. Dieses Riff ist sehr eingängig und wird des Öfteren wiederholt. Ein kurzer melodischer Part wird mit eingebaut, ein typisches Midtempo Slayerriff verbraten. Danach bietet man wieder das eingängige Riff an und fügt deathige Klänge hinzu. Am Ende kommt noch ein gelungener Thashpart zum Einsatz.

Bei Malevolent Kin handelt es sich um einen neuen Song und auch schon um den letzten dieser Veröffentlichung. Mit einem drückenden Death Metal Part geht die Vernichtung los. Die Doublebass rasselt mittelschnell im Takt. Die Gitarren werden nur angeschlagen, das Drumming wird langsam eingesetzt und die Vocals legen los. Es folgt ein nach Slayer klingendes Riff, schon geht es wieder in den Doublebasspart und es folgt eine Wiederholung des Parts. Interessant klingen die Vocals, die mal thrashig aggressiv und mal heiser screamig vorgetragen werden. Er folgt ein weiteres thrahiges Riff und ein Solo wird aus dem Hut gezaubert. Am Ende donnern die Drums, das Slayerriff wird wieder rausgeholt und der Doublebass-Part + Anhang wird noch einmal präsentiert.

Nematomorphos sehen die Menschheit als Sklaven der Macht. Uns ist nicht bewusst, dass wir den Planeten durch Gier, den ungezügelten Verbrauch natürlicher Ressourcen und der Beschädigung der Ökosysteme zerstören. Musikalisch wird diese Thematik durch eine Mischung aus Death und Thrash wiedergegeben. Klingt ganz geil. Die Produktion könnte ein Stück geiler sein und auch das eine oder andere Riff könnte mehr knallen, aber ansonsten bietet diese EP eine gute, kurzweilige Unterhaltung an.

Nematomorphos – Survive The Wasteland (EP)
Fazit
Die Portugiesen von Nematomorphos bieten eine recht solide und gelungene Mischung aus Death Metal und Thrash Metal an, die besonders thematisch überzeugen kann. Das Songwriting knallt noch nicht an allen Ecken und Kanten, aber man fühlt sich bei diesen drei Songs der EP gut unterhalten.

Anspieltipp: Lost Cause?
Michael E.
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Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
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