Nightmare – Aeternam

Erneut ein wahnsinnig gutes Stück Metal aus unserem Nachbarland. Absolutes Jahreshighlight!

Artist: Nightmare

Herkunft: Frankreich

Album: Aeternam

Spiellänge: 48:47 Minuten

Genre: Heavy Metal, Power Metal

Release: 02.10.2020

Label: AFM Records

Link: https://www.facebook.com/nightmare.france

Bandmitglieder:

Gesang – Madie
Bass, Gesang – Yves Campion
Gitarre – Franck Milleliri
Gitarre, Gesang – Matt Asselberghs
Drums –  Niels Quiais

Tracklist:

1. Temple Of Acheron
2. Divine Nemesis
3. The Pessenger
4. Downfall Of A Tyrant
5. Crystal Lake
6. Lights On
7. Aeternam
8. Under The Ice
9. Black September
10. Anneliese

Moment mal…diese Band gibt es seit dreißig Jahren? Und 1983 haben die Franzosen als Support für Def Leppard gespielt?

Wieder ein typischer Fall von „bisher komplett an mir vorbeigegangen“ – aber dafür umso interessanter. In solchen Fällen hat man den Luxus, völlig unvoreingenommen an ein Album herangehen zu können.

Frankreich hat mit der aktuellen Lonewolf Scheibe die Messlatte für harten, klassischen Metal ziemlich hoch gesetzt und legt mit Aeternam von Nightmare direkt nach.

Den ersten Pluspunkt gibt es für das gelungene Cover, das mich von den Farben her direkt an unser neues This Is Metal 2.0 Shirt erinnert und sich auch hervorragend als Shirtmotiv eignen wird.

Der Opener Temple Of Acheron beginnt – kein Witz – mit Black Metal-lastigem Riffing und mündet in ein hartes, ziemlich fettes und modern produziertes Strophenriff und dann…kommt Madie.
Madie ist die neue Sängerin der Band und hat mich spätestens im Refrain in ihren Bann gezogen.

Kein Zupfgeigengretelgejaule, kein Opernschmalz und kein Gegrunze – sondern ein perfekt getimter, klarer und in Teilen harter Gesang, der sich wahnsinnig harmonisch in die starken Songs einfügt.

Beispiel gefällig? Sehr gerne:

Es gibt so viele tolle Sängerinnen in unserer Szene – angefangen bei Bands wie den Burning Witches, über Amaranthe, Eluveitie und Lacuna Coil bis hin zur göttlichen Floor Jansen von Nightwish.

Madie von Nightmare gehört für mich ab sofort zur Champions League und steckt auf einen Schlag so viele Kolleginnen und Kollegen in die Tasche. Und zwar mit links.

Wahnsinnig gut: Madie (Vocals)

Der Mix aus dem italienischen Domination Studio lässt auch thrashige Nummern wie den Titelsong Aeternam oder Downfall Of A Tyrant, ruhigere Momente (Crystal Lake) und düstere Powermetalhymnen wie das fiese Black September jederzeit glasklar und verdammt druckvoll aus den Boxen knallen.
Alles ist relativ düster gehalten – voller Mystik und komplett ohne Kitsch.

Es fällt mir ganz ehrlich schwer, einzelne Songs hervorzuheben. Alle zehn Nummern vereinen kraftvolles Riffing, cleveres und teilweise progressives Songwriting mit immer wieder tollen Melodien und überraschenden Momenten. Seien es die schon erwähnten Thrasheinflüsse oder, wie bei Anneliese (ich hatte etwas Angst vor dem ersten Hören…), Black/Death-artige männliche Growls.

Ich denke, dass jedes weitere Wort nur davon abhält, sich dieses wirklich grandiose Album intensiv immer und immer wieder anzuhören.

Wahrscheinlich ist das mein kürzestes Review aller Zeiten – aber es ist im Grunde alles gesagt.

Nightmare – Aeternam
Fazit
Nightmare haben mit Aeternam ein absolutes Highlight veröffentlicht und stehen in meiner persönlichen Best Of 2020-Liste aktuell ziemlich weit oben. Der knackige, harte, meistens schnelle (Power-)Metal der französischen Band um Ausnahmesängerin Madie kratzt hier und da am Thrash und bleibt über die gesamte Spielzeit düster und anspruchsvoll. Hier stimmt einfach alles: Sound, Songwriting, Härte, Können und das Gespür für die richtige Melodie zur richtigen Zeit.

Anspieltipps: Temple Of Acheron, Divine Nemesis und Anneliese
Andreas B.
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