Orden Ogan – Final Days

Mastermind Seeb Levermann übertrifft sich selbst

Artist: Orden Ogan

Herkunft: Arnsberg, Deutschland

Album: Final Days

Spiellänge: 50:37 Minuten

Genre: Heavy Metal, Power Metal

Release: 12.03.2021

Label: AFM Records

Link: http://www.ordenogan.de

Bandmitglieder:

Gesang – Seeb Levermann
Gitarre – Niels Löffler
Gitarre – Patrick Sperling
Bassgitarre – Steven Wussow
Schlagzeug – Dirk Meyer-Berhorn

Gastmusiker:

Gesang – Ylva Eriksson
Gitarre – Gus G.

Tracklist:

  1. Heart Of The Android
  2. In The Dawn Of The Ai
  3. Inferno
  4. Let The Fire Rain
  5. Interstellar
  6. Alone In The Dark
  7. Black Hole
  8. Absolution For Our Final Days
  9. Hollow
  10. It Is Over

Mit ihrem neuen Longplayer stellen Orden Ogan wieder einmal ihre Klasse unter Beweis. Voller Energie und facettenreich präsentieren sie, mit stark verändertem Line-Up, ihr neues Meisterwerk Final Days – aber eines nach dem anderen.

Orden Ogan haben sich inzwischen einen Namen gemacht und das nicht zuletzt durch ihr Erfolgsalbum aus 2017. Mit Gunmen (hier geht’s zu unserem Review) schaffte es die Band um Mastermind Sebastian „Seeb“ Levermann auf Platz 8 der deutschen Charts. Seitdem ist viel passiert. Orden Ogan spielten zu Gunmen eine Tour mit Rhapsody Of Fire und Unleash The Archers und darüber hinaus mehr Konzerte als je zuvor. Auf fast allen europäischen Festivals waren sie gebucht und auch Gigs in Japan und den USA standen auf dem Programm.

Im Line-Up hat es seit dem letzten Studioalbum einige Änderungen gegeben. Der langjährige Gitarrist Tobias Kersting beschloss aus privaten Gründen eine Auszeit zu nehmen. Für ihn kam Patrick Sperling als Ersatz in die Band. Außerdem sorgte eine Handverletzung von Seeb 2018 dafür, dass er zeitweise nicht Gitarre spielen konnte und diese in der Folge auch ganz an den Nagel hing. Bassist Niels Löffler übernahm den Gitarrenpart von Seeb. Für Niels wird damit ein langersehnter Wunsch wahr. Steven Wussow (Ex-Xandria) spielt jetzt den Bass.

Photo: Tim Tronckoe, Quelle AFM Records

Seeb zur neuen Formation: „Diese Besetzung ist so stark, dass ich mich sehr freue, bald wieder auf die Bühne gehen zu können!“

Das Lager von Orden Ogan hat also mit reichlich Veränderungen umzugehen, dazu noch die globale Pandemie. Nicht die optimalen Bedingungen, um den eigenen Anspruch, auf Gunmen einen gleichwertigen oder besseren Nachfolger folgen zu lassen, gerecht zu werden. Daher mussten die Fans auch etwas länger warten.

Sebastian „Seeb“ Levermann, einzig verbliebenes Gründungsmitglied der Band, hat den neuen Longplayer wieder eigens in seinen Greenman Studios produziert.

AFM Records kommentiert wie folgt:
„… und man kann nicht sagen, dass das vorherige Album Gunmen (ebenfalls von Seeb produziert) oder die neuesten Veröffentlichungen von Rhapsody Of Fire, Brainstorm oder Asphyx (für deren Sound Seeb ebenfalls verantwortlich war) nicht schon großartig waren, aber dennoch hat sich der Mastermind von Orden Ogan mit Final Days selbst übertroffen.“

Am 12. März wird Final Days über AFM Records veröffentlicht. Gute 50 Minuten Spiellänge bringen die zehn neuen Songs auf die Scheibe. Nach dem Ausritt in den Dark Wild West an der Seite der Gunmen entführen uns Orden Ogan dieses Mal in den Weltraum. Heart Of The Android eröffnet das neue Werk und versetzt die Hörer in eine Dark Sci-Fi Szenerie. Auch visuell nehmen uns Orden Ogan mit auf die Reise, so ist bereits ein Lyricvideo des Openers in den einschlägigen Portalen abrufbar. Der darauffolgende Song In The Dawn Of The Ai ist ebenfalls vorab als Single und Musik-Video erschienen. Kraftvoll, mit griffigen Riffs und starkem Refrain, schiebt er das Album mächtig an. Inferno bedient sich schon beinah poppiger Elemente, ohne jedoch den Orden Ogan typischen Sound missen zu lassen. Neben den beiden zuvor genannten ist es die dritte Single, die kürzlich zu Final Days veröffentlicht wurde. Selbstverständlich gibt es auch zu Inferno ein standesgemäß aufwendiges Musikvideo.

Zu interessanten Zusammenarbeiten ist es bei Interstellar und Alone In The Dark gekommen. Ex-Ozzy Osbourne Gitarrist Gus G. steuert zu erstgenanntem ein starkes Solo bei. Die anschließende melodische Ballade Alone In The Dark wird von symphonischen Elementen getragen. Ylva Eriksson, Sängerin der schwedischen Power Metal Formation Brothers Of Metal, ergänzt Seeb bei diesem Song gesanglich. Das Duett harmonisiert ausgezeichnet und unterstreicht die schwermütige Stimmung des Titels. Im letzten Titel wird es noch mal episch, It Is Over beschäftigt sich dabei auch thematisch mit dem Ende.

Das Artwork entspringt der Feder von Sebastian Jerke. Bandmaskottchen Alister Vale steht dabei im Mittelpunkt des Artworks aus der Feder von Sebastian Jerke. Die Aspekte der Sci-Fi geprägten Liedtexte werden dabei auf vielfältige Weise aufgegriffen.

Die Planung der ursprünglich für September 2020 vorgesehenen Tour wurde durch die Pandemie ordentlich auf den Kopf gestellt. So wurden die Auftritte, die gemeinsam mit den Metal Urgesteinen Grave Digger und Rage geplant waren, durch Covid-19 vereitelt. Die Tour zum neuen Album ist jetzt für Februar 2022 geplant. Gemeinsam mit Brothers Of Metal und Wind Rose soll die Fangemeinde begeistert werden.

Orden Ogan – Final Days
Fazit
Nicht von dieser Welt? Dieses Mal nehmen uns Orden Ogan in eine Dark Sci-Fi Szenerie mit. Großartige Melodien, fantastische Riffs sowie eingängige Texte zeichnen Final Days aus. Das neue Meisterwerk ist hervorragend arrangiert und sehr facettenreich, sodass mit jedem Hören noch etwas Neues entdeckt werden kann. Mastermind Sebastian „Seeb“ Levermann ist es mehr als gelungen, einen würdigen Nachfolger zum erfolgreichen Gunmen zu erschaffen.

Anspieltipps: In The Dawn Of The Ai, Let The Fire Rain und Black Hole
Lars T.
9.5
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