„Die etwas andere Weihnacht – selbst das Christkind kann da nicht schlafen“

Artist: Panzerballett

Herkunft: München / Deutschland

Album: X-Mas Death Jazz

Genre: Jazz, Progressiv Metal, Mathcore, Funk Rock

Spiellänge: 71:39

Release: 24.11.2017

Label: Gentle Art Of Music

link: https://www.gentleartofmusic.com/shop/panzerballett-x-mas-death-jazz-cd/

Bandmitglieder:

Guitar – Jan Zehrfeld
Guitar – Josef Doblhofer
Sax – Alexander von Hagke
Bass – Heiko Jung
Drums – Sebastian Lanser

Tracklist:

1. White Christmas (voc)
2. Kling Glöckchen
3. Little Drummer Boy
4. Es kommt bald (voc)
5. Last Christmas
6. Rudolph The Red Nosed Reindeer (voc)
7. For Whom The Jingle Bells Toll
8. Let It Snow (voc)
9. White Christmas (inst)
10. Rudolph The Red Nosed Reinder (inst)
11. Es kommt bald (inst)
12. Let It Snow (inst)

Ich wünsche allen eine X-Hell-Mas! So, oder so ähnlich fühle ich, nachdem ich mir das Album X-Mas Death Jazz von Panzerballett mehrmals angehört habe. Dieses Album hat mich dann doch wieder an eine schöne höllische Weihnachtszeit glauben lassen. Der Weihnachtszeit hatte ich schon abgeschworen, nachdem ich in Tarjas Weihnachtsalbum reingehört und mir dabei gewünscht habe, dass der Grinch diese Dame doch bitte aus der Metalszene entfernen möge.

Panzerballett kommen aus München. Mastermind des Quintetts ist der Gitarrist, Komponist und Arrangeur Jan Zehrfeld. Die Musikrichtung der Band lässt sich am ehesten mit Jazz Metal bezeichnen.
Panzerballet sind im Jazzbereich schon lange keine Unbekannten mehr. Ebenso in der angrenzenden Progressive Rock und Progressive Metalszene. So spielten sie bereits live auf einigen Jazz- und Szenefestivals.

Das Album X-Mas Death Jazz von Panzerballet ist auch nicht gerade Metal, dazu ist es dann doch zu sehr jazzlastig. Es hat aber einige metalische Elemente aufzuweisen, wie zum Beispiel Death Metal Growls im Song Let It Snow.

Für das vorliegende Album X-Mas Death Jazz verstärkte sich das Quintett um einige namhafte Musiker und Ausnahmekünstler, wie zum Beispiel Mattias IA Eklundh (Freak Kitchen, Steve Vai), Mike Keneally (Frank Zappa, Joe Satriani), Jen Majura (Evanescence) oder Steffen Kummerer (Obscura)

Ganz bekannte Weihnachtslieder, wie White Christmas, Kling Glöckchen, Little Drummer Boy oder Rudolph The Red Nosed Reindeer bilden die Grundlage dieser sehr noisigen und zappaesken Weihnachtsplatte. Ich sage bewusst die Grundlage, da zwar der Wiedererkennungswert da ist, aber die Songs doch sehr eigenständige und vor allem eigenwillige Kompositionen sind. Auf die Idee muss man erst mal kommen, Let It Snow jazzig zu spielen und dazu Death Metal Growls zu singen.

Die Songs White Christmas, Es Kommt Bald, Rudolph The Red Nosed Reindeer und Let It Snow gibt es sowohl in einer instrumentalen, als auch in einer vokalen Fassung. Diese weisen dann auch wieder wesentliche Unterschiede auf. Wham’s White Christmas, das wir jedes Jahr in der Weihnachtszeit im Radio bis zum Erbrechen ertragen müssen, kommt in der Version von Panzerballett recht groovig und rotzig daher. Endlich kann man das Stück mal ertragen! Und der nette niedliche Little Drummer Boy ist endlich erwachsen geworden. Drummer und Vocalist fordern sich zum hektischen Weihnachtsduell auf. Da wird auch mal eine Salve „Pa rum pum pum pum“ mit Growls abgeschossen und findet sicher sein Ziel im Weihnachtsbaum. Da dürfte dann keine Kugel hängen bleiben.

Panzerballett – X-Mas Death Jazz
Fazit: Außergewöhnliche Jazz Metal Platte mit vertrackten Versionen bekannter Weihnachtslieder. Aus meiner Sicht sehr gelungen und eine absolute Empfehlung für Jazzer und Metaler mit offenen und durchgängigen Gehörgängen. Das Ganze ist sehr zappaesk gehalten. Kein Wunder, auch Ex Zappa Mitstreiter Mike Keneally ist mit von der Partie. Ich denke der Meister, der zu seinen Lebzeiten immer wieder die Grenzen verschiedener Musikgenres austestete, hätte seine wahre Freude daran. Schönes Weihnachtsgeschenk für Musikfans, die Open minded sind und auch mal was Neues / Anderes zulassen möchten. Die reinen old school Metaler dürften mit der Platte eher überfordert sein. Also X-Hell-Mas an euch da draußen!

Anspieltipps: Little Drummer Boy, Let It Snow
Juergen S.9.3
9.3Gesamtwertung
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