ProWein 2016 vom 13.03. – 15.03.2016 in der Messe Düsseldorf

“Zwischen Helau und Prost!“

Eventname: ProWein 2016

Ort:
Messe Düsseldorf

Datum: 13.03.2016 – 15.03.2016

Kosten: Tageskarte 30,00 €, 3-Tageskarte 45,00 €

Besucher: 55.000 Fachbesucher und 6.200 Aussteller

Veranstalter: Messe Düsseldorf GmbH

Link: http://www.prowein.de

Prowein2016-Logo

Vom 13.03.2016 bis 15.03.2016 findet in Düsseldorf die ProWein – die internationale Fachmesse für Weine und Spirituosen – statt. Da Metaler nicht nur Bier trinken und es neben dem Horn Met auch gerne mal ein Wein oder ein Schnaps sein darf, sind wir von Time For Metal hier definitiv nicht falsch.

Wie einige bestimmt mitbekommen haben, wurde der legendäre Düsseldorfer Rosenmontagszug aufgrund von Unwetter bzw. Sturm kurzerhand auf Sonntag, den 13.03.2016, verschoben. Da dies der erste Tag der ProWein war, entschieden wir uns, lieber ein wenig abzuwarten bis der Karnevals-Trubel vorbei ist und erst am letzten Messetag (Dienstag, den 15.03.2016) in Düsseldorf vorbeizuschauen.

Obwohl wir nicht mal 20 Kilometer vom Düsseldorfer Messegelände entfernt wohnen, ist die Anfahrt alles andere als schnell und einfach, denn da heute ja Alkohol im Spiel sein wird, bleibt das Auto zu Hause stehen und die öffentlichen Verkehrsmittel stehen auf dem Plan. Natürlich beginnt unsere Fahrt direkt mit der ersten Verspätung und somit können wir den ersten Anschluss vergessen und da wir ja auf „dem Land“ sind, kommt hier nicht alle 5-10 Minuten etwas, sondern man muss mindestens eine halbe Stunde warten. Nun gut, wir planen kurz um, fahren ein wenig hin und her, um nicht in der Kälte stehen zu müssen und sind schlussendlich anderthalb Stunden (für 18,6 Kilometer wohlgemerkt!) nach Abfahrt an unserem Ziel: Der Messe Düsseldorf.

Zum Glück hält die Bahn direkt im Messegelände, sodass die Wege bis hierhin kurz sind. Der Einlass läuft unproblematisch und das Personal ist freundlich und hilfsbereit. Da wir den Nordeingang nutzen, ist die erste Halle, die auf uns wartet, die mit den Weinen aus Übersee und Griechenland. Schon hier sind wir wahrlich von der Fülle des Angebotes erschlagen.
Die meisten Stände sind eher klein und jeder hat etwas zu bieten und zu erzählen. Wir schauen uns ein wenig um und ziehen erstmal weiter in die Halle 10, die allein für Aussteller aus Spanien und Portugal reserviert ist. Der Stand mit der Möglichkeit zur freien Verkostung ist hier schnell gefunden und wir probieren aus, was uns der Südwesten Europas zu bieten hat. Neben dem klassisch-bekannten Rotwein finden wir hier auch spritzige Weißweine und verwickeln uns in die ersten Gespräche mit Besuchern. So verstreicht dann auch die erste Stunde und da wir nun schon hier sind, besuchen wir den Vortrag „Schiefer versus Granit – Portugiesische Weine großer Terroirs“, moderiert von David Schwarzwälder. Natürlich wird der Vortrag mit den passenden Weinen untermalt. Hier noch einmal einen herzlichen Dank an die netten Damen und Herren, die vor Ort dafür gesorgt haben, dass unsere Gläser stets zeitlich passend gefüllt waren und wir der fast vierzigminütigen Veranstaltung aufmerksam folgen konnten.

Noch sieben Stunden Zeit bis die Tore der ProWein schließen und noch sieben Hallen vor uns. Somit heißt es: Weiter geht’s und ab in Halle 11, die erste der beiden Hallen, die für Frankreich reserviert ist. Wir beschließen, erstmal einen groben Blick auf das breite Angebot zu werfen und dann im Nachhinein bei den – in unseren Augen – besonderen Ständen Halt zu machen. In Halle 12 findet sich die Abteilung für Spirituosen. Sieht auf dem Messeplan klein aus, ist aber erneut rappelvoll und allein für diesen „kleinen“ Teil könnte man einen ganzen Tag an Zeit investieren. Neben irischen Creme-Likören (ja, auch Kerrygold macht nicht nur Butter), Berliner Luft, Whiskeys aus aller Herren Länder, Sake, Obstbrand, Gin, Absinth, Wodka, Korn, Rum, Tequila und Co. finden sich für Time For Metal alte Bekannte: Die lieben Herren vom Qonzern, die hier mit ihrem Premium-Destillat Wodqa (Review: hier) für sich werben. Obwohl wir das gute Zeug schon kennen, freuen wir uns gern über ein weiteres Probeschlückchen und ein nettes Gespräch.

Viel Reden und ein wenig Alkohol machen hungrig. Zum Glück gibt es in jeder Halle Essensmöglichkeiten. In unserem Falle geht es zum nächstgelegenen Food Plaza. Da Mittagszeit ist, ist die Schlange vor der Selbstbedienungs-Theke recht lang und so treffen wir beim Blick schweifen lassen auf das Team unseres Lieblings-Mexikaners, dem Mexican in Viersen, und verweilen auch hier in einem kurzen Plausch bis wir dann endlich an der Reihe sind uns Essen auszuwählen. Neben reichhaltigen Salaten hat man hier die Möglichkeit, ein leckeres (zumindest sieht es lecker aus) Steak, Lachs, vielerlei Gemüse, Rosmarinkartoffeln und natürlich auch Pasta und Pommes zu erwerben. Wir entscheiden uns erstmal für Pommes und etwas Kartoffelgratin, da uns ein Salat für 16 € und ein Steak für über 20 € für ein kleines Mittagessen doch zu teuer sind – auch mit unseren beiden Kleinigkeiten sind wir schon mit 8,80 € dabei. Aber dafür wird man auch satt. Eine Pommes und das kleine Gratin reichen locker für zwei Personen. Dazu noch zwei Schoko-Espresso (insgesamt noch mal 7 €) und es kann gestärkt weitergehen. Nun sind die Hallen 13 und 14 an der Reihe, die für Deutschland reserviert sind. Uns hat es hier vor allem der Mosel-Wein angetan und nach einem kurzen Rundgang treffen wir hier auf Herrn Hermann, einem der Gesichter des Weinguts Dr. Hermann. Wer die lieblicheren, edlen Weine mit mineralischem Charakter mag, wird hier begeistert sein (genau wie wir). Natürlich finden sich in unmittelbarer Nähe noch weitere Aussteller, die den goldenen Tropfen aus der Moselregion anbieten und es wird schnell klar: Qualität fällt leider nicht direkt auf, dafür aber cleveres Marketing, ein interessanter Stand und vor allem eine ausgefallene Verpackung, denn bei 6.200 Ausstellern muss man irgendwie auffallen. So wird bei Endinger aus einem sonst eher wenig angepriesenen Cuvée auf einmal ein Grillwein (in Rot, Rosé und Weiß), der nicht nur recht günstig ist, sondern sich auch ganz gut macht und durch sein interessantes Etikett auffällt. So geht Marketing.

Nach der Mosel kommt Italien. Zumindest hier auf der Düsseldorfer Messe. Auch das Land des Stiefels hat direkt zwei Hallen für sich beansprucht. In Halle 16 wartet sogar etwas ganz Besonderes – die same but different-Sonderschau. Hier wollten wir unbedingt hin, da wir das Gerücht gehört haben, es gäbe blauen Wein. Nein, keine „blauen“ Besucher, sondern in der Tat royalblauen Wein. Und tatsächlich, die Spanier von Gik präsentieren hier ihr außergewöhnliches Erzeugnis, das durch den Zusatz von Indigo und Anthocyanin (in der Haut der Weintrauben zu finden) in einem leuchtenden Blau erstrahlt. Während eines netten Gesprächs mit Taig Mac Carthy, der uns nebenbei erzählt, dass die Jungs hinter Gik tatsächlich über die Musik zusammengekommen sind (ja, in ihrem Büro steht tatsächlich unter anderem auch ein Drumset) probieren wir den blauen Wein. Und er ist unerwartet lieblich. Von Säure keine Spur, aber auch zugesetzten Zucker sucht man hier vergebens – der Wein ist einfach süffig, wenn auch ungewöhnlich durch seine Farbe und definitiv eigenwillig. Während Gik in Deutschland wohl recht gut ankommt, ist er in Spanien eher weniger beliebt – dort besinnt man sich lieber auf die traditionellen Werte und Vorstellungen an einen Wein.
Die letzte Halle, Nummer 17, steht bevor. Hier haben es sich unsere Nachbarn aus Österreich bequem gemacht und mittendrin: Die Verkostungszone. Einfach reingehen, ein Glas Wein geschnappt und los geht’s. Sofern die Weinflaschen noch nicht leer sind, kann man hier alle möglichen Sorten probieren. Verschiedenste Anbauregionen, Rebsorten und Weinarten sind hier vertreten. Nebenbei kann man seinen Gaumen mit gutem Wasser von Staatl. Fachingen rebooten und auf neue Geschmäcker vorbereiten. Der Sicherheit halber wurde diese Zone nicht mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet, damit keine „Saufnase“ auf die Idee kommt, hier ein größeres Gelage zu veranstalten, denn schließlich ist die ProWein eine Fachmesse und kein Freizeitevent.

Nachdem wir nun einen ersten Blick auf die ProWein geworfen haben, geht es zurück, um nach weiteren Besonderheiten Ausschau zu halten. Neben unalkoholischem PriSecco der Manufaktur Jörg Geiger geht es zu Marder-Edelbrände, die unter anderem einen leckeren, deutschen Whiskey, den Marder Whisky, in ihrem Sortiment haben. Wer es doch lieber noch exotischer mag, kann sich an einem Karotten Likör der Niederländer von Wenneker erfreuen. Leider ist dieser bisher noch nicht auf dem deutschen Markt angekommen, aber der Geschmack überzeugt – wie frischgepresster Karottensaft mit einem Schuss Wodka. Lecker! Klassischer wird es da beim Generous Gin aus dem Hause Odevie Creative Spirits – sieht durch seine aufwendige weiße Flasche mit dem floralen, schwarzen Muster nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch noch unheimlich sanft und angenehm, sodass sogar Nicht-Gin-Trinker sich noch mal überlegen, ob diese Flasche nicht ins Haussortiment wandern könnte.
Aber nicht nur zum Trinken sind Spirituosen da. Man kann auch zum Vallendar Gourmet Spray greifen, um seine Speisen und Getränke auf kreative Art und Weise zu veredeln. Gibt es in den Geschmackssorten Wachholder, Orange, Ingwer, Weinbrand, Haselnuss, Minze und Zitrone und sollte bei jedem Trendsetter schnell auf die „Muss ich haben“-Liste wandern.

Zwischenzeitlich treffen wir erneut das Team vom Mexican, das uns erzählt, dass wir uns auch bald auf etwas Alkoholisches, was es so noch nicht in Deutschland gibt, freuen dürfen. Gespannt sind wir allemal.

Nach so viel Lauferei, Probiererei und vielen netten Gesprächen und Fachsimpeleien landen wir doch wieder beim Altbekannten und lassen den Messetag am Wodqa-Stand ausklingen. Gegen 17:30 Uhr beginnt die Aufbruchstimmung, viele Stände sind zum jetzigen Zeitpunkt schon komplett leer und kurz vor 19 Uhr geht es für uns auch wieder nach Hause. Natürlich verantwortungsbewusst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Da nimmt man auch mal gut eindreiviertel Stunden Fahrt in Kauf.

Zum Abschluss noch einmal ein großes Dankeschön an die Messe Düsseldorf, alle netten und hilfsbereiten Aussteller und die offenen und freundlichen Besucher! Wir kommen gern wieder!

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