Puteraeon – The Cthulhian Pulse: Call From The Dead City

Die Schweden im siebten Lovecraft Himmel

Artist: Puteraeon

Herkunft: Schweden

Album: The Cthulhian Pulse: Call From The Dead City

Spiellänge: 37:08 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 13.11.2020

Label: Emanizipation Production

Link: https://www.facebook.com/PUTERAEON/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Jonas Lindblood
Gitarre – Rune Foss
Bassgitarre – Daniel Vandija
Schlagzeug – Anders Malmström

Tracklist:

  1. Horror In Clay
  2. The Sleeping Dread
  3. Permeation
  4. Nameless Rites
  5. The Curse
  6. Legrasse’s Puzzle
  7. Into The Watery Grave
  8. Call Of R’lyeh
  9. Terror At Sea
  10. The End Cometh

Puteraeon sind eine Band aus Schweden, die seit 2008 dabei ist und quasi der zweiten Old School Swedish Death Metal Welle angehört. Nach ihrem zweiten Album Cult Cthulu aus dem Jahre 2012 habe ich sie im Jahre 2013 nach Emden geholt (zusammen mit Revel In Flesh) und da haben sie schon so was von abgeliefert. Die Band hat nur einen Wechsel an der Gitarre in 12 Jahren vorgenommen. Für Schweden sehr ungewöhnlich. Sie haben sich von Album zu Album gesteigert und Album Nummer vier hat es ordentlich in sich, so viel schon mal vorweg.

Horror In Clay ist ein Intro, welches instrumental vorgetragen wird. Die Vernichtung wird langsam eingeläutet. Schönes Riff, am Anfang langsam, dann mit Doublebass und am Ende ein wenig Bolt Thrower drucklastig und zack, geht man über zu The Sleeping Dread. Erst mit Vorspieler, sehr bedrohlich im Midtempo und dann holt man die Geschwindigkeitskeule heraus. Schönes, typisches Riffing, so soll es sein. Wieder der Wechsel in den Midtempopart. Absolut überzeugend und dann ein melodisches Lead dahinter. Das Ganze wirkt sehr bedrohlich und in der Mitte wird man langsam, bietet melodische Elemente, um danach wieder Gas zu geben. Genau mein Ding, zumal man auch innerhalb des Songs sehr abwechslungsreich zu Werke geht, ohne den Song vollzupacken. Am Ende lässt man es dann romantisch mit einen Songoutro ausklingen. Geiles Brett.

Permeation. Ja, mein lieber Herr Gesangsverein, da geht aber der Elch ab. Langsamer Anfang, Uftata, Uptempo, Uftata, Uptempo. Dazu geilstes schwedisches Riffing. Der Mittelpart ist so geil, druckvolles Midtempo. Dann schon fast ein atmosphärischer Nile Part, dazu eine feine Melodie und bedrohlicher Gesang. Großartig. Das Tempo ist langsam, aber sehr druckvoll, das Riffing großartig und die Drums abwechslungsreich. Ab in den Ufatata, der geht ja immer und dann ist aus. Absolutes Brett.

Nameles Rites beginnt mit feinstem Uptempo und melodischem Riffing. Zieht sich so durch den Song und man will einfach nur mitbangen und ein wenig ausrasten. Das Tempo ist überwiegend hoch und der Drummer treibt die Burschen ordentlich an. Die Leads sind recht düster gehalten. Kommt gut.

The Curse geht am Anfang etwas langsamer zu Werke, leitet damit den Untergang ein. Geiler Songaufbau. Schnelle Uftataklänge sind zu hören, darüber ballert ein geiles melodisches Riff. Sehr stimmig, schön brutal schwedisch. Ehe man sich vorsieht, ist dieser Brecher zu Ende und man möchte sofort die Repeattaste drücken. Death Metal, so wie ich ihn mag. Man spürt die Spielfreude am Ende der Boxen. Wer Schweden Death mag und Puteraeon ebenfalls, der wird diesen Song lieben. Geilomat.

Legrasse’s Puzzle ist quasi ein weiteres atmosphärisches (Wasserrauschen) Miniintro, um dann mit Into The Watery Grave wieder loszulegen. Langsam und schleppend eiert man herum und erzeugt sehr viel Druck. Ein epischer Part mit Sprachfrequenz wurde eingebaut. Nachdem man so richtig eingelullt wurde, geht es ab ins Uptempo und man holt starkes Riffing ans Tageslicht. Hinzu kommt eine leckere Melodie.

Call Of R’lyeh geht progressiv mit einem Gitarrenintro los, wechselt dann aber in eine lupenreine Death Metal Nummer. Fettes schwedisches Riffing, das Tempo eher gemäßigt, dafür wird die Doublebass ordentlich durchgetreten. Und natürlich darf das Uptempo nicht fehlen, ist ja wohl klar. Fettes Teil, kann und sollte man so machen. Am Ende wird man episch und atmosphärisch, angelehnt an Entombed. Hinzu kommt da noch der gesprochene Part, chorusmäßig, Klargesang und ein fettes melodisches Lead, welches man dann ausfäden lässt.

Knappe 37 Minuten und zehn Songs später hat man ein Grinsen im Gesicht, die Haare sind verwurschtelt, der Nacken schmerzt und man drückt trotzdem die Repeattaste. Death Metal Victory. Textlich geht es mal wieder um den guten alten H. P. Lovecraft.

Puteraeon – The Cthulhian Pulse: Call From The Dead City
Fazit
Puteraeon bieten auf ihrem vierten Album wieder einmal astreinen Schweden Death Metal, der mit melodischer Eingängigkeit und absoluter Härte rüberkommt. Ziemlich fett das Ganze, weil man mit Abwechslung, echt fetten Riffs, einigen eigenen Ideen und einer gewissen Atmosphäre aufwartet. Noch nicht ganz oben in der Hierarchie, aber sie sind echt auf einem guten Weg. Klasse Album!

Anspieltipps: Horror In Clay und Permeation
Michael E.
8.8
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