Repulsive Vision – Necrovictology

Auf den Spuren der Vorfahren und dann doch anders unterwegs

Artist: Repulsive Vision

Herkunft: England

Album: Necrovictology

Spiellänge: 38:23 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 21.08.2020

Label: Emanzipation Production

Link: https://repulsivevisionuk.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Danny McEwan
Gitarre und Gesang – Matt Davidson
Bassgitarre – Marc Kirby
Schlagzeug – Gary Young

Tracklist:

  1. Other Than Divine
  2. Exterior Of Normality
  3. Necrovictology
  4. Blind Loyalty
  5. Draconian Reprisals
  6. Selfless
  7. Echoes Of Deceit
  8. Through Gaslit Halls
  9. Regret
  10. A Lifetime Of Suffering Deserved
  11. Nepotism-Social Chameleon
  12. To Delve The Depths…
  13. Paraskevidekatriaphobia

Im Jahre 2010 wurde die Grafschaft Cumbria im Nordwesten Englands Zeuge der Geburt dieser Death Metal Combo. Die Band besteht aus vier recht unbekannten Musikern, aber dieses änderte sich im Jahre 2019, denn Matt Davidson ist seitdem auch noch für die Schweden von Wombbath tätig. Hat mit der Musik von Repulsive Vision aber nichts zu tun. Das Quartett haute 2012 eine EP raus, ließ 2017 das Debüt namens Look Past The Gore And See The Art folgen und drei Jahre später dann Album Nummer zwei.

Da man aus England stammt und auf old school getrimmt ist, versucht man sich auf den Pfaden von Benediction, Napalm Death und Carcass zu bewegen.

So richtig höre ich die Einflüsse nicht heraus. Die Burschen bewegen sich im Death Metal Bereich und bedienen sich beim Texten u.a. ebenfalls der Politik, aber ansonsten stelle ich jetzt nicht ganz so viele Gemeinsamkeiten fest.

Wenn man überhaupt Vergleiche ziehen möchte, dann mit Carcass irgendwie, da Repulsive Vision auch eine große thrashige Kante haben und auch mal schnellen Gesang verwenden.

Nachdem ich beschrieben habe, was sie nicht machen, wäre es ja sicherlich auch gut zu erfahren, was sie machen, hehe. Wie schon am Anfang erwähnt, hat man sich dem Old School Death Metal rausgesucht, um glücklich zu werden.

Normalerweise gehe ich gerne auf einzelne Songs ein, aber das Album Necrovictology kann man durchaus als Gesamtwerk sehen und deswegen beschreibe ich es auch im Ganzen. Der Name ist ganz cool, gutes Wortspiel, nur am Rande.

Im Grunde bieten die Burschen alles, was man braucht, um sich einen schönen Death Metal Abend machen zu können. Die Produktion ist auf alt getrimmt, unterstützt den Sound aber ordentlich und gibt genug her. Der Bass brummt und röhrt schön aus den Boxen. Läuft. Ganz geile Riffs sind links und rechts im Raum zu hören, wenige Soli sind zu vernehmen, die Drums haben tempomäßig alle Variationen drauf und auch die Vocals sind abwechslungsreich. Passt also alles. Sogar einige Gastmusiker sind zu hören, u.a. von Bands wie Iron Reagan und Mercyless.

Wie so oft ist der CD Titelgeber auch ein echter Hingucker bzw. Hinhörer, so auch bei Necrovictology. Gitarrenvorspieler am Anfang und dann gleich ins Uptempo. Die Vocals werden dunkel gescreamt und recht schnell vorgetragen. Der Drummer treibt ordentlich. Weiter geht es mit einem groovigen Part und dann ins Midtempo. Guter Song, der Spaß macht.

Es gibt durchaus mehrere Songs auf diesem Album, die mich überzeugen können und mich mitnehmen auf dem englischen Pfad, aber so ganz überzeugen können sie mich nicht. Es fehlt mir das gewisse Extra beim Songwriting. Ein schlechter Song ist definitiv nicht dabei und das Album kann man echt gut durchhören, aber mehr eben auch nicht. Schlecht ist definitiv was anderes, keine Frage. Gutes, aber eben nicht überragendes Material.

Repulsive Vision – Necrovictology
Fazit
Repulsive Visions präsentieren sich auf ihrem zweiten Album härter und technischer und bieten guten Death Metal der alten Schule an, der mir persönlich aber zu gleichförmig um die Ecke kommt. Es sind sehr viele gute Sachen dabei und das Album im Ganzen kann man ganz gut durchhören. Trotzdem klingt alles so, als ob man es schon zu oft gehört hat. Okay, Old School Death Metal halt. Spaß hatte ich, aber nach oben hin ist noch Luft.

Anspieltipps: Necrovictology und Other Than Divine
Michael E.
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