Sinmara – Hvísl Stjarnanna

Ein sehr mächtiges Black Metal Brett made in Island

Artist: Sinmara

Herkunft: Reykjavík, Island

Album: Hvísl Stjarnanna

Spiellänge: 42:18 Minuten

Genre:  Black Metal

Release: 08.03.2019

Label: Ván Records

Link: https://www.facebook.com/sinmaraofficial

Bandmitglieder:

Gesang – Ólafur Guðjónsson
Gitarre – Garðar S Jónsson
Gitarre – Þórir Garðarsson
Bassgitarre – Sigurgeir Lúðvíksson
Schlagzeug – Bjarni Einarsson

Tracklist:

  1. Apparitions
  2. Mephitic Haze
  3. The Arteries Of Withered Earth
  4. Crimson Stars
  5. Úr Kaleik Martraða
  6. Hvísl Stjarnanna

Es schwappt eine Welle zu uns herüber. Eine eisige Black Metal Welle aus dem wunderschönen Island. Am Anfang des Jahres lernte ich eine Black Metal Kombo kennen, die sich Svartidauði schimpft, auch aus diesem Land kommt und mich komplett überzeugte aufgrund ihrer aggressiven Spielweise. Dann taucht nun auf einmal ein weiteres Quintett aus Island auf, das auf den Namen Sinmara hört und sich ebenfalls den schwarzmetallischen Klängen verschrieben hat. Seit 2013 geistert die Band nun in der Metalwelt umher und wird unter Liebhabern als absoluter Geheimfavorit gehandelt. Dieses Jahr ist es so weit, dass sie ihren zweiten Silberling Hvísl Stjarnanna unter der Fahne von Ván Records auf den Markt gebracht, und hiermit für Aufsehen erregt haben. Dann CD-Spieler an und ab dafür.

Der Opener Apparitions wird direkt zu Beginn mit sehr finsteren Tönen und schleppenden Riffs eingeläutet, und wird dann nach den ersten Minuten zu einem reinen Black Metal Feuerwerk.
Ziemlich rauer und schwerer Sound schallt aus den Boxen mit einem sehr boshaften Gesang, der eher in Richtung Growls übergeht, als in den üblichen Stil des Genres. Das Ganze wird dann nun auch noch sehr atmosphärisch.
Und die Atmosphäre lässt nicht nach. Bei Mephitic Haze ist es neben einer nun teils ziemlich aggressiven Spielweise ein wichtiger Bestandteil, denn hierdurch kommt erst einmal das richtige Hörerlebnis zustande. Was zusätzlich gut passt, ist der sehr melodiöse Part zum Ende des Tracks, sowie der sehr ruhige nicht verzerrte Part am Schluss, der jetzt schon zeigt, wie viel Abwechslung in den Tracks steckt.
Und auch die nachfolgenden Songs behalten diesen Stil und haben eine gesunde Abwechslung im Angebot.
Für Fans von sehr langen Titeln gibt es hier etwas Besonderes: Da das Album nur gesamte sechs Tracks beinhaltet, hat keiner eine Spielzeit unter fünf Minuten.
Bei dem Song Crimson Stars wird weiterhin, wie schon geschrieben, Wert auf absolute Finsternis gesetzt, dennoch baut das Quintett hier ein Gitarrensolo mit ein, was einen weiteren Ohrenschmaus bedeutet.
Úr Kaleik Martraða kann man als ein Highlight auf Hvísl Stjarnanna bezeichnen und das nicht nur wegen des vielleicht etwas schwerer auszusprechenden Namens. Hier wird an Härte, Finsternis und Hass nachgelegt, der Mittelteil bleibt ruhiger und im Anschluss wird erneut mit einer höheren Geschwindigkeit sowie melodiösen Parts weitergespielt. Das Ganze aber immer mit der gewissen Portion Aggressivität. Sehr gelungen.
Auch schon oft benannt, überzeugt die Scheibe auf jeden Fall durch diese wahnsinnig gut umgesetzte Atmosphäre und der sehr guten Produktion.

Sinmara – Hvísl Stjarnanna
Fazit
Meiner Meinung nach sind Sinmara eines der stärksten Black Metal Importe, die ich bisher gehört habe. Die Atmosphäre ist wahnsinnig gut umgesetzt, auch der eher gegrowlte Gesang überzeugt sehr und rundet das Bild ab. Besonders gut finde ich, dass bei so langen Stücken keine Langeweile aufkommt, es nicht gleich klingt und träge wird. Jeder, der gerne Black Metal hört, sollte sich die neue Scheibe Hvísl Stjarnanna unbedingt anhören und diesem erstklassigen Import sein Gehör schenken. Für mich eines der Alben des Jahres 2019.

Anspieltipps: Mephitic Haze, Úr Kaleik Martraða und Hvísl Stjarnanna
Stefan S.
10
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Pro
Contra
10
Punkte
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