Skull Hunter – Blackforest Edition – Gin

Wacholder und Pfeffer auf Zitrusfrucht

Name: Skull Hunter – Blackforest Edition – Gin

Herkunftsland: Potsdam, Deutschland

Art des Getränks: Gin

Firma: Saltwater’s GmbH

Jahrgang: entfällt

Link: https://saltwaters.de/

Abfüllmenge: 500 ml

Volumenprozent Alkohol: 44,5 %

Preis: ab 29,90 Euro

Online Shop: https://saltwaters.de/collections/our-products/products/skull-hunter-gin

Bei unseren Metaldrinks hat sich lange Zeit wenig getan und mit dem Wunsch, diese Rubrik wieder etwas aufleben zu lassen, haben wir 2021 nun wirklich den Vogel abgeschossen. Wir haben viele gute Gründe dafür – erstens gehören Bier und Spirituosen wohl zu den beliebteren Drogen bei den Metalheads und zweitens bekommen wir als Magazin ein wenig mehr Bandbreite, was sowohl dem eigenen Horizont als auch dem unserer Leser verhilft, sich in neue Dinge einzudenken.

Mit dem Skull Hunter Gin in der Blackforest Edition haben wir heute einen klassischen Gin vor uns stehen. Ob es sich hier um einen sogenannten London Dry Gin handelt, ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Somit gehe ich nicht davon aus, dass man sich an das „Reinheitsgebot“ gehalten hat (London Dry Gin darf nach EU-Verordnung von 2008 ein Gin nur heißen, wenn bei der Produktion bestimmte Qualitätsmerkmale eingehalten wurden – mehr dazu habe ich bereits im Artikel zu Ginsanity – CGN Dry Gin geschrieben). Was so klingt, als wäre es ein Manko, kann aber auch ein Mehrwert für das Produkt sein. So sind Richtlinien in puncto Geschmack manchmal auch ein Anker, der die Existenz von Diversität innerhalb einer Produktkategorie zunichtemacht. Also möchte ich nicht negativ bewerten, dass man das besagte „Reinheitsgebot“ nicht angewandt hat.

Da die Produktbeschreibung für den Gin wenig mitliefert, was ein Rezensent verwenden kann, so muss ich auf das zurückgreifen, was ich vor mir habe – den Gin selbst.

Der mitgelieferte Samtbeutel verhilft dem Produkt nicht nur, dass es hochwertig ausschaut, sondern schützt den Gin auch vor direkter Sonneneinstrahlung. Das Etikett ist wie bei allen Produkten aus der Linie (also wie auch beim Bourbon Whisky und beim Caribbean Rum 10Y) mit einem Totenkopf versehen, der einen – passend zum Schwarzwald – Bollenhut trägt. So fällt die Flasche neben dem Deichgraf, Bombay und dem The Botanist auf, jedoch springt sie nicht gleich optisch aus dem Regal.

Doch dann wollen wir den Holzkorken mal ziehen und den so genießen, wie ich jede Spirituose taste – in einem Nosing-Glas und pur.

In die Nase steigt ein schönes Aroma von Wacholder, Orangen und Zitrusfrüchten, während sich der Alkohol trotz seiner relativ hohen Prozente angenehm zurückhält. Auf der Zunge ist in erster Linie eine gewisse Süße omnipotent, wobei Wacholder- und Pfeffernoten zusammen mit den Zitrusfrüchten ein Fest feiern. Auch hier ist keine Schärfe des Alkohols zu sehr präsent, sodass man dem Gin auf keinen Fall eine medizinische Note zuschreiben sollte.

Skull Hunter – Blackforest Edition – Gin
Fazit
Mit Skull Hunter –Blackforest Edition – Gin hat Saltwater`s einen Gin auf den Markt gebracht, der wunderbar neben anderen großen Namen stehen darf, ohne dabei unterzugehen. Der Einsatz von vorzüglichen Botanicals sorgt bei dem Produkt für eine Ausgewogenheit, die ich bei einigen anderen Vertretern der Spirituosenart vermisse. Wer also einen süßen und doch anspruchsvollen Gin sucht, der kann hier ohne Bedenken zugreifen. Ich empfehle, zum Skull Hunter ein mediterranes Tonic zu wählen und dazu ein wenig Piment oder Szechuan Pfeffer. Tolles Produkt zu einem fairen Preis.
Geschmack
9
Geruch
9
Abgang
7
Optik
7
Persönliche Gesamtnote: Kai R.
8.5
Leser Bewertung1 Bewertung
9.3
8.1
Punkte
Podcast
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