Soulsplitter – Salutogenesis

Klassik, Funk, Jazz und Prog Rock / Metal in einem

Artist: Soulsplitter

Herkunft: Mannheim / Leipzig / Hamburg (Deutschland)

Album: Salutogenesis

Genre: Progressive Metal, Cinematic Progressive Rock, Artrock

Spiellänge: 62:13 Minuten

Release: 2019

Label: Eigenproduktion / Independent

Link: https://www.facebook.com/pg/soulsplitter.prog/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Schlagzeug – Fenix
Gitarre – Simon
Keyboard – Daniel
Bass – Felix

Tracklist:

1. The Prophecy
2. The Transition
3. The Moloch
4. The Maze
5. The Sunset
6. The Dreoam
7. The Eye of The Cyclone
8. The Sacrifice

Noch mal zurück in die Restekiste des Jahres 2019 mit dem Longplayer Salutogenesis von Soulsplitter!

Die Scheibe, in Eigenproduktion entstanden, liegt noch nicht so lange in der Restekiste, sondern erst seit Ende Dezember. Ist schon lustig, wie ich daran gekommen bin. Ein Kollege geht zum Insomnium Konzert nach Hamburg und trifft dort den Schlagzeuger von Soulsplitter. Die unterhalten sich. Der Kollege motiviert den jungen Mann, uns das Album mal zukommen zu lassen. Das macht der dann und schwupps liegt es bei mir.

Soulsplitter bezeichnen ihre Musik als Cinematic Progressive Rock – sie erzählen eine zusammenhängende Geschichte, bedienen sich dabei aller möglichen Genres, Kunstformen und Stimmungen.
Am Entstehungsprozess des Albums Salutogenesis waren rund 50 Menschen beteiligt – Musiker, Sänger, Produzenten, visuelle Künstler etc..

So wurde das Album mit echten Streichern aufgenommen, mit unterschiedlichen Gastsängern gearbeitet und auch ein komplettes Animationsvideo für die erste Single produziert.

Soulsplitter lassen in ihrer Musik eine ganz Menge verschiedener Einflüsse und Genres verschmelzen. Neben Prog, Rock und Metal gibt es moderne Klassik, garniert mit Funk und Jazz.
Und so wird die gesamte Platte ein gewaltiges Soundexperiment! Zwischen und in den einzelnen Sounds sind die Genregrenzen übergangslos, bzw. werden diese einfach ausgehebelt. Da schwelt man teilweise im Sound, bevor man im nächsten Moment von Soundfragmenten regelrecht vom Blitz erschlagen wird.

The Prophecy ist der Einstieg in dieses klasse Kunstwerk. Ja, ganz ehrlich, bei Salutogenesis kann man nicht nur von einem Album sprechen, denn das vorliegende Werk ist eine ganz gehörige Portion mehr!
The Prophecy beginnt mit Streichern und The Prophecy ist absolut keine Prophezeiung, wohin es dann weiter mit diesem Album geht.

Der Übergang zum folgenden The Transition ist fließend. Eine Akustikgitarre betritt die Bühne und die Musik wird plötzlich immer kräftiger und voller. Der Track wird zu einem geilen Prog Song, bevor er richtig funkig wird. Funky ist dann plötzlich aus und es kommt weiblicher Klargesang! Plötzlicher Tempoanstieg, Growls und nochmals eine Wendung. Man o man, wie kann man einen Song so geil manipulieren! The Transition ist bereits so geil, dass er auf mehr Lust macht, denn hier ist alles vorhanden, bloß keine Langeweile!

Und jetzt noch The Moloch hinterher, wie geil. Pianoparts und Gitarrenriffs. Gesang zwischen Klargesang und Harsh Voices. Death und Hardcore Einflüsse zu jazzigen Pianoläufen, was für ein Moloch. Und auch in diesem Song gibt es so etwas wie ein Ping Pong Effekt. Einfach hin und her. Prog Rock vom Feinsten.

Pianomelodie, die in eine Gitarrensequenz überleitet. Synthesizer-Sounds kommen hinzu, dann ist der Song The Maze ein astreiner Artrock Song. Denkste, denn er wird auf einmal zu einem groovigen Djent Song. Aber auch dabei bleibt es nicht, denn zum Schluss wird noch einmal ganz stark in die Genrekiste gegriffen. Wahnsinnige gute stimmliche Leistungen kommen hinzu!

The Sunset ist ein verspieltes Pianospiel und kann letztlich nur als Interlude gelten (zumal es nur zwei Minuten lang ist). The Sunset leitet zum nächsten Song über. Leichtes Pianospiel ja, aber trotzdem ist da noch genügend Druck dahinter.

Den Part des Pianos übernimmt dann die Gitarre, die verträumt bzw. verspielt in The Dream einsetzt. Dieser Song ist dann jazzig, verträumt und verspielt! Und auch hier wieder ein Ping Pong Effekt, der quasi jedem Song inneliegt. Auf Jazz folgt Djent, Jazzrock, E-Musik und viel Fusion Rock. Das hört sich jetzt etwas überfrachtet an, oder? Ist es aber nicht, denn Soulsplitter schaffen es, das wirklich alles harmonisch und wohlklingend unter einen Hut zu bringen!

Ein romantisch angehauchtes Duett folgt mit The Eye Of The Cyclone. Auch sehr schön, aber ganz anders, als das Vorangegangene. Tolle Streicher und vor allem ein jazziges Piano werten neben den beiden tollen Stimmen diesen für Soulsplitter Verhältnisse recht kurzen Song total auf. Trotz dieser vorhandenen Romantik wirkt der Song zu keinem Zeitpunkt kitschig, wohl dadurch, dass er genügend Dynamik hat.

Zum Schluss geht es dann noch mal richtig in die Vollen. Es kommt Tempo in den Song The Sacrifice, gepaart mit starkem symphonischen Sound. Bombastischer Sound, jedoch nie überfrachtet. Und klar gibt es erneut ein Auf und Ab und Hin und Her in diesem Song!

Soulsplitter – Salutogenesis
Fazit
Das ist schon mehr als sehr stark, was die vier Musiker von Soulsplitter unter Zuhilfenahme von weiteren Musiker / Künstlern auf ihrem Erstlingswerk Salutogenesis vollbringen. Das ist Artrock, oder wie sie es selbst nennen Cinematic Progressive Rock in höchster Vollendung! Prog Freunde werden an Salutogenesis ihre wahre Freude haben! Salutogenesis vereinen moderne Klassik, Funk, Jazz und Prog Rock / Metal in einem!!! Unbedingte Empfehlung für Fans von Gentle Giant, Spock’s Beard, Opeth, Pain Of Salvation, Porcupine Tree, Haken, Dream Theater, Anathema oder Devin Townsend. Ein opulentes Werk! Ach so, ich habe noch was vergessen: Das Teil schreit förmlich nach einer Vinylveröffentlichung! Vlt. dringen diese Schreie nun zu einem Label durch 😉

Anspieltipps: The Transition, The Moloch und The Maze
Juergen S.
9.2
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