Starblind – Black Bubbling Ooze

Der Sprung zurück in die Zeit, in der der Heavy Metal noch nicht gestreamt wurde

Artist: Starblind

Herkunft: Stockholm, Schweden

Album: Black Bubbling Ooze

Spiellänge: 35:12 Minuten

Genre: Heavy Metal

Release: 31.07.2020

Label: Pure Steel Records

Link: https://www.facebook.com/StarBlindtheBand/

Bandmitglieder:

Gesang – Marcus Sannefjord Olkerud
Gitarre – Johan Jonasson
Gitarre – Björn Rosenblad
Bassgitarre – Daniel Tillberg
Schlagzeug – Zakarias Wikner

Tracklist:

  1. One Of Us
  2. At The Mountain Of Madness
  3. Here I Am
  4. Crystal Tears
  5. The Man Of The Crowd
  6. Room 101
  7. The Reckoning
  8. The Young Man

Vor sieben Jahren gegründet, haben die Schweden bis 2017 gleich drei Studioalben veröffentlicht. Mit drei Jahren Abstinenz im Studio darf man daher im Verhältnis behaupten, dass sie sich für Black Bubbling Ooze extrem viel Zeit genommen haben. Das vierte Album aus den Händen der Stockholmer kommt auf acht Songs und bringt in über 30 Minuten die Membranen im Ohr zum Schwingen. Seit dem zweiten Langeisen Dying Son gehört das Quintett der Pure Steel Records Familie an und passt wunderbar ins Gefüge. Old School mit einer melodischen Ader und kernigen Gesang, den man auch aus den 80ern kennt, gehen Starblind quer durch Europa auf Beutezug. Das Artwort von Black Bubbling Ooze zeigt, wie ein Sturm auf das noch unversehrte Festland trifft. Werden die tapferen Recken den Kampf gegen den unsichtbaren dunklen Feind gewinnen?

One Of Us, jeha Old School as Fuck. Da kommen Erinnerungen an die guten alten 80er Heavy Metal Tage auf. In denen Musik nicht gestreamt wurde, sondern auf einem Tape oder Vinyl in der Anlage bewegt wurde. Wenn man ganz modern war, konnte man bereits auf eine CD zurückgreifen, die Anfang des Jahrzehnts erfunden wurde, um Daten zu speichern. Verrückte Zeiten, die gerade einmal vier Jahrzehnte zurückliegen, und genau dort agieren die tapferen Ritter des wahren Heavy Metal von Starblind. Fernab von irgendwelchem neuen, modernen Nonsens beackern sie ihre Instrumente, setzen Sänger Marcus Sannefjord Olkerud in Szene. Mit dieser Vorarbeit kommen die Refrains des Albums erst wirklich zur Geltung. Kleine Effekte gibt es zum Beispiel beim Start von At The Mountain Of Madness und bringen mir die deutsche Legende Helloween vor Augen. Parallelen zu den Hamburgern liegen auf der Hand, auch wenn Starblind weit von einer Keeper Of The Seven Keys liegen. Spaß machen die einfachen Riffs trotzdem, die Soli werden gut verpackt und Johan Jonasson und Björn Rosenblad haben ihren Weg gefunden, an den Gitarren zu einer Einheit zu verschmelzen.

Starblind – Black Bubbling Ooze
Fazit
Nichts Neues und Schlechtes, dazu völlig solide, was die Männer aus dem Norden Europas hier abliefern. Seit Ende Juli ist das Studioalbum zu erwerben. Wer wie meine Person erst jetzt mal reingehört hat, wird nicht enttäuscht. Jeder, der bei diesem schmuddeligen Herbstwetter Lust auf die alte Heavy Metal Schule hat, sollte Black Bubbling Ooze ruhig eine Chance geben. Frontmann Marcus Sannefjord Olkerud hat markante Züge, die ich mir gerne mal live anhören würde. Neben dem Gesamtwerk überzeugen die Protagonisten, die hinter ihrer Kunst stehen.

Anspieltipps: At The Mountain Of Madness und Crystal Tears
René W.
7.5
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