Stockholm Requiem

In Nordic-Noir-Manier düster inszeniert?!

Filmtitel: Stockholm Requiem

Sprachen: Deutsch, Schwedisch

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Laufzeit: ca. 445 Minuten

Genre: Krimi

Release: 24.05.2019

Regie: Karin Fahlén, Lisa Ohlin

Link: https://www.edel.com/

Produktion: Edel Germany GmbH

Schauspieler:

Liv Mjönes, Jonas Karlsson, Alexej Manvelov uvw.

Der nächste Schwedenkrimi rollt über uns hernieder. Stockholm Requiem kommt auf bisher zehn Folgen in Staffel 1 in schwedischer Fassung und fünf Folgen in deutscher Fassung (ZDF), und wurde Mitte Mai über Edel Germany GmbH für die eigenen vier Wände als DVD veröffentlicht. Die Krimiserie basiert auf den Bestsellern der schwedischen Erfolgsautorin Kristina Ohlsson.

Die Story von Stockholm Requiem:

Nach einem tragischen Unfall nimmt die studierte Kriminologin Fredrika Bergman (Liv Mjönes) eine Stelle bei einer Sondereinheit der Stockholmer Polizei an. Als sogenannte „Zivilistin“ wird sie von ihren Kollegen nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Doch Fredrikas Intellekt und ihre andere Sicht auf die Dinge erweisen sich als äußerst hilfreich, um die grausamen Verbrechen aufzuklären. So wird sie mit der Zeit zu einem akzeptierten und wertvollen Mitglied der Einheit um Teamleiter Alex Recht (Jonas Karlsson) und Peder Rydh (Alexej Manvelov).
Die Fälle, mit denen die Spezialeinheit konfrontiert wird, zeigen die Schattenseiten Stockholms – eine Realität, die von roher Gewalt und fehlender Moral geprägt ist. Sie handeln von Menschen, die Opfer unvorstellbarer Schicksalsschläge wurden, und Rache scheint für sie der einzige Ausweg zu sein. Stockholm Requiem ist in bester Nordic-Noir-Manier düster inszeniert, gewährt darüber hinaus aber auch besonders tiefe Einblicke in die Gefühlswelten der Ermittler.

Fazit
Technisch auf dem neusten Stand wurde Stockholm Requiem auf dieser Linie schon in ein passendes wie gelungenes Konzept gedrückt. Die starke Besetzung lässt aufhorchen und schraubt nicht nur das Interesse nach oben, sondern auch die Erwartungen. Die Fälle ereignen sich mit einem Abstand von mindestens einem Jahr. Dazwischen lässt die Regie mit Karin Fahlén, Lisa Ohlin viel Freiraum und versucht die Lücke nur bedingt zu schließen. Relevant ist dieses nicht zwingend, trotzdem verwundert der schnelle Zeitraffer. Düster aber nie zwingend gibt es Krimikost, die nicht immer flutscht. Staubtrocken kann man es auch nicht nennen, nur bleibt eine kleine steife Note, die in anderen gelungenen Veröffentlichungen aus Schweden einfach besser funktioniert. Nordic-Noir-Manier kann man so stehen lassen, wie gesagt, die Platzierung liegt eher im oberen Mittelfeld als ein gekonnter Sprung an die Spitze. Fans von einschlägigen Serien mit dem gleichen Stiefel dürften trotzdem daran Gefallen finden. Antesten darf man die erste Staffel allemal. Wohin die Reise geht, kann man jetzt noch gar nicht richtig sagen, ob z.B. eine zweite Staffel folgt, ist mir gerade nicht bekannt.
René W.7
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