The Crown – Royal Destroyer

The Crown sind als königliche Zerstörer zurück

Artist: The Crown

Herkunft: Trollhättan, Schweden

Album: Royal Destroyer

Genre: Melodic Death Metal, Thrash Metal

Spiellänge: 42:52 Minuten

Release: 12.03.2021

Label: Metal Blade Records

Link: http://www.thecrownofficial.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Johan Lindstrand
Bass – Magnus Olsfelt
Gitarre – Marko Tervonen
Gitarre, Hintergrundgesang – Robin Sörqvist
Schlagzeug – Henrik Axelsson

Tracklist:

  1. Baptized In Violence
  2. Let The Hammering Begin!
  3. Motordeath
  4. Ultra Faust
  5. Glorious Hades
  6. Full Metal Justice
  7. Scandinavian Satan
  8. Devoid Of Light
  9. We Drift On
  10. Beyond The Frail

Fast auf den Tag genau drei Jahre nach ihrem letzten Album Cobra Speed Venom kommen die Schweden The Crown mit Royal Destroyer zurück.

Erscheinen wird das Album am 12.03.2021, wie der Vorgänger auch, bei Metal Blade Records. Neben der CD (mit Bonussong) wird es eine 2-CD im Digipack geben, wobei die zweite CD vollgespickt mit Demos ist. Das Vinyl ist in verschiedenen Varianten erhältlich. Neben der standardmäßigen schwarzen Vinyl sind u.a. folgende Varianten erhältlich: Golden Clear w/Blue White Splatter (200 Stück), Red-Hot Orange Marbled (200 Stück) und Midnight Blue Marbled (400 Stück).

War ich bereits vom Cobra Speed Venom Album aus dem Jahr 2018 sehr angetan, so bin ich es vom neuen Werk Royal Destroyer ebenfalls.

Bassist Magnus Olsfelt sagt zum neuen Album: „Ich denke, es markiert in gewisser Weise unsere ‚Krönung‘ und fasst unseren Sound über alle Alben hinweg auf einem einzelnen Werk zusammen. Es hat alles – das Death-Metal-Zeug der frühen 1990er und die eindringlichen Melodien, aber auch Thrash, Punk und Grind, Heavy Metal sowie eher epische und doomige Elemente.“

Das kann man durchaus so stehen lassen bzw. unterstreichen. Die Schweden The Crown, ursprünglich 1989 als Crown Of Thorn angefangen, mussten im Juli 1997 nach einem Rechtsstreit mit den christlichen Glam-Popper Crown Of Thorns ihren Namen ändern. Nun haben sich also die Schweden die Krone des Melodic Death Metals mit Royal Destroyer aufgesetzt.

Das Album ist wie aus einem Guss, obwohl jeder Song für sich steht. Wie Magnus Olsfelt bereits selbst gesagt hat, ist das richtig geiles Death Metal Zeugs, aber wunderbar drapiert mit anderen leckeren Sachen wie Thrash, Punk und Grind. Immer ziemlich hart, durch das melodische Songwriting jedoch stets bereit, eine breitere Masse an Fans für sich zu gewinnen. Hart, teilweise brutal, aber sehr melodisch.

Rumpelt es beim knapp über einminütigen Opener Baptized In Violence noch stark und grindig, rappelt es bei Let The Hammering Begin! ganz schön im Karton bzw. lassen The Crown hier den Hammer mit kräftiger Thrash Unterstützung richtig schwingen. Das geile Ding ist dann gleich auch noch über sechs Minuten lang. An dem Song kann man sich überhaupt nicht satthören. Da ist richtig Fahrt aufgenommen, die man unverzüglich noch auf Motordeath in ungeahnter PS Zahl mitnimmt.

Ultra Faust, mit sechseinhalb Minuten der längste Song auf dem Album, beginnt recht doomig und eine Glocke läutet zum Feldzug ein, der dann einen Death Galopp aufnimmt. Glorious Hades ist solch ein Song, der wohl gemeint sein muss, wenn Magnus Olsfelt von Heavy Metal Einflüssen spricht.

In den beiden Dreiminütern Full Metal Justice und Scandinavian Satan wird kurz und knapp punkig rotzig zugeschlagen, getreu nach dem Motto Hit and Destroy.

Auch wenn Devoid Of Light etwas schwerfällig beginnt, tappen die Schweden nicht im Dunkeln. Ein megastarker Song, der sich entwickelt und zu einem Parcours durchs Höllenfeuer wird. Henrik Axelsson darf sich hier an der Schießbude mal so richtig austoben und lässt die Flammen lichterloh brennen.

Man lässt sich mit We Drift On anschließend etwas treiben. Für mich persönlich übertreibt man es hier mit der melodischen Untermalung ein wenig, sogar eine Akustikgitarre kommt kurz zum Einsatz. Mit Beyond The Frail kommt am Ende noch einmal Wind auf und man kommt wieder ins richtige Fahrwasser.

The Crown – Royal Destroyer
Fazit
Die Schweden The Crown können mit ihrem neuen Melodic Death Metal Album Royal Destroyer erneut überzeugen. Sie schaffen es, hart zu klingen und dieser Härte einen gewaltigen Schuss melodischer Grundsubstanz mitzugeben. Death Metal, der durch seine melodischen Anteile bestimmt eine Anhängerschaft unter den Metal Fans finden wird. Hatte ich bereits beim Vorgänger Cobra Speed Venom eine Kaufempfehlung gegeben, so kann man sich dem hier natürlich nicht entziehen.

Anspieltipps: Let The Hammering Begin!, Ultra Faust und Scandinavian Satan
Juergen S.
9.7
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