Thundermother auf Heat Wave Release Tour am 06.08.2020 in Hohenlimburg

Der Werkhof wurde trotz Coronabeschränkungen gerockt

Eventname: Heat Wave Release Tour 2020

Band: Thundermother

Ort: Werkhof Hohenlimburg, Hagen, Deutschland

Datum: 06.08.2020

Kosten: VVK 18,00 € (Ausverkauft)

Genre: Heavy Metal, Hard Rock

Besucher: 100

Links: http://thundermother.com/
http://www.werkhof-kulturzentrum.de/

Bandmitglieder:

Gitarre – Filippa Nässil
Gesang – Guernica Mancini
Bass – Majsan Lindberg
Schlagzeug – Emlee Johansson

Setliste:

  1. Whatever
  2. Give Me Some Lights
  3. Thunderous
  4. Heat Wave
  5. Racing On Mainstreet
  6. Hellevator
  7. Into The Mud
  8. Loud And Alive
  9. It´s Just A Tease
  10. Dog From Hell
  11. Shoot To Kill
    Zugabe:
  12. Revival
  13. Driving In Style
  14. We Fight For Rock´n´Roll

Thundermother machen möglich, was viele andere sich nicht trauen. Sie gehen auf Tour!

Unterstützt durch Sponsoren wie Radio Bob! und dem Willen, endlich wieder live auftreten zu können, sind die vier Schwedinnen im Norden und Westen der Republik unterwegs. Zwischen Dortmund und Hamburg machen sie nun heute in Hagen-Hohenlimburg Station.

Der Werkhof in Hohenlimburg ist ein Kulturzentrum in historischen Gemäuern. Er befindet sich in einem Gebäude der ehemaligen Schlossbrauerei Hohenlimburg. In den 1980er-Jahren wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, verkam aber zu einer Ruine. Heute ist alles restauriert und es finden dort unter anderem kleinere Konzerte, aber auch viel Theater und Comedy statt. Um in der kleinen Stadt wieder Kultur anbieten zu können, wurde ein Programm entwickelt. Mit dem Sommer-Hut hat der Werkhof schon seit Anfang Juli Erfolg und wird bis Ende August noch einige Highlights auf die Bühne bringen. Der Eintritt ist normalerweise frei, ein Hut geht rum. Hierbei finanziert sich der Werkhof ausschließlich über die verkauften Getränke, die aber trotzdem zu moderaten Preisen angeboten werden.

Klasse Sicht von der Empore auf die Bühne!

Das Hut-System gab es heute natürlich nicht. Der Werkhof hat zwei Möglichkeiten, Konzerte stattfinden zu lassen. In den Katakomben können sie es richtig krachen lassen, ist aber der kleinere Raum. Passen dort normalerweise bis zu 340 Personen hinein, können hier zu Corona-Zeiten nur 60 Gäste untergebracht werden. So entschied man sich für den großen Saal. Hier passen normalerweise 400 Personen hinein, heute jedoch nur 100. Der Nachteil dieses Raumes ist, dass wegen Lärmbelästigung hier schon um 22 Uhr das Programm beendet sein muss. Der Werkhof liegt schließlich mitten in der Innenstadt. So wundert es nicht, dass die 100 Tickets innerhalb weniger Stunden ausverkauft waren.

Happy Birthday, Majsan!

Im Innenhof können sich die frühen Gäste schon mit Getränken eindecken, der Saal wird dann pünktlich um 19 Uhr geöffnet. Stehtische markieren die Plätze im Saal, Stühle sind auf der Empore aufgestellt. So ist es ein lockeres Häuflein Zuschauer, das sich schon vor dem Konzert mit der neuen CD oder Shirts der Mädels eindeckt. Aufgrund der zeitlichen Beschränkung gibt es heute keinen Support. Anders als von Release-Partys gewohnt, beginnen die Schwedinnen ihr Programm mit dem altbewährten Opener Whatever. Sie verzichten auf ihre neue Bühnenklamotte, sind aufgrund des sommerlichen Wetters ganz normal gekleidet. Danach geht es erst einmal mit altem Material weiter. Nach Give Me Some Lights und Thunderous, Guernica schlägt wieder die Kuhglocke, folgt dann endlich der erste neue Song. Heat Wave, der Titelsong des neuen Albums, bringt nun aber auch den letzten Gast im Saal in Bewegung. Eigentlich erwartet man nun durchgängig Songs des neuen Albums, das schließlich heute auf Platz sechs der Deutschen Albumcharts eingestiegen ist. Aber weit gefehlt. Wieder gibt es zwei weitere alte Hits auf die Ohren. Racing On Mainstreet und Hellevator feuern das Publikum weiter an. Into The Mud und Loud And Alive sollen nun das Neue präsentieren, denn danach geht es schon wieder mit einem alten Hit weiter. Haben die Mädels Angst, es würde nicht gefallen? Filippa läuft mit ihrer Gitarre durch die lockeren Zuschauerreihen und holt sich die Meinung der Gäste persönlich ab. It´s Just A Tease leitet dann direkt zu Dog From Hell, der dritten Single von Heat Wave. Mit Shoot To Kill kündigen sie den letzten Song an. Wie jetzt? Schon zu Ende?

Natürlich nicht! Auch in dem Zugabenblock überwiegt jedoch das alte Material. Revival, klar das gehört zu jedem Konzert. Danach den Song, auf den hier irgendwie jeder gewartet hat. Driving In Style geht hier ab wie eine Rakete. Der letzte Song ist, wie schon seit Jahren, die Hymne We Fight For Rock ’n‘ Roll. Songs von dem neuen Longplayer wie die zweite Single Sleep oder Kracher wie Mexico und Free Ourselves fehlen. Schade, aber nicht zu ändern.

Thundermother sind zum ersten Mal in dieser Gegend. Das Event war in wenigen Stunden ausverkauft, trotzdem kamen bundesweite Gäste. München, Berlin, Leverkusen, Bonn, Kiel – mit Fans quer durch die Republik freut man sich, die vier wieder auf der Bühne rocken zu sehen. Wie auch Tags zuvor in Dortmund ist nach 75 Minuten Schluss. Die Band setzte auf ein gemischtes Programm statt einer reinen Release-Party. Der Beleuchter verzichtete im ersten Teil fast vollständig auf Frontlicht, später wurde es besser. Danke an den Manager Michael Thiesen, dass wir Fotografen keine zeitliche Beschränkung hatten. Trotz der Corona-Pandemie lässt die Band es sich nicht nehmen, zehn Minuten nach dem Konzert am Merch-Stand geduldig Autogramme zu geben und Fotos mit den Gästen zu machen. Die Nähe zu den Fans ist ihnen wichtig und das zeichnet sie aus. Größtenteils allerdings heute natürlich mit Maske.

Pünktlich wird die Sperrstunde ausgerufen, die Mädels ziehen sich zurück. Dieses währt jedoch nicht lange, dann stehen sie wieder zwischen den letzten verbliebenen Leuten: Es wird auf Majsans Geburtstag angestoßen…

Fazit: Eine tolle Location, eine tolle Party, friedliche und freundliche Leute und ein Abend voller Rock ’n‘ Roll. So soll das!

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