Time For Metal Zeitreise – Sepultura – Arise (1991)

Klassiker von damals neu gehört - mit René W. und Andreas B.

In dieser Kolumne plaudern Redakteur Andreas B. und Chefredakteur René W. zweimal im Monat über einen Klassiker der Metal- und Hardrock-Geschichte. Der Fokus liegt dabei nicht auf Bands aus der zweiten Reihe oder auf vergessenen Underground-Perlen.

Die Time For Metal Zeitreise ist die Bühne für die einflussreichen und großen Bands unserer Szene. Hier wird über deren Alben gefachsimpelt, sich erinnert, diskutiert und manchmal auch gestritten. Von Fans für Fans.

Lehnt euch gemütlich zurück und erinnert euch mit uns an die alten Zeiten und die großen Momente, die uns alle so sehr geprägt haben.

Heute: SepulturaArise aus dem Jahr 1991.

René W.:
Endlich wieder Geballer! 😀 Auf diese Zeitreise habe ich mich schon seit Wochen gefreut. Ohne zu übertreiben, die Scheibe Arise von Sepultura lief in meinem Leben schon einige Hundert Mal. Alle vier bis sechs Wochen packt mich die Cavalera Sucht und meistens geht der Griff zu diesem Klassiker. Meine Favoriten liegen da ganz klar in den Sepultura und auch Soulfly Anfängen. Max Cavalera ist eine Ikone, die man nur lieben oder hassen kann. Seine Diskografie Roots, Karma, Chaos – Mein Leben Mit Sepultura und Soulfly von vor ein paar Jahren habe ich in wenigen Tagen verschlungen (das Review dazu findet ihr direkt HIER). Als ich ca. 17 war und viel Zeit mit den beiden Nailed To Obscurity Gitarristen Ole und Volker verbracht habe, lief das Album rauf und runter, Gleiches galt für Roots und Primitive von Soulfly. Ein Grund für die härteren Klänge waren definitiv auch die beiden und die verrückten Anfänge im Nailed To Obscurity Proberaum. Dort liefen gerne In Flames, Amon Amarth und die beiden Death Thrash Kapellen aus Brasilien.

Die unglaubliche Dynamik vom Titeltrack und Opener imponiert auch nach den ganzen Jahren immer noch. Wenn du nach einer Sekunde weißt, welcher Song kommt und du ein solches Aushängeschild als Musiker erschaffen hast, kann man im Prinzip schon zufrieden in Rente gehen. Arise ein reiner Killer in nur knapp über drei Minuten, der kein Stein auf dem anderen lässt. Das Artwork hat mich persönlich immer gefesselt. Eins der coolsten überhaupt, abstrakt, einnehmend und die pure Kraft, extremen Metal Anfang der Neunziger in Bild und Farbe festzuhalten. Während bei mir Arise noch aus der Anlage dringt und meine Gedanken in der Vergangenheit versunken sind, darfst du die ersten Sätze zum Meisterwerk verfassen.

Obscured by the sun
Apocalyptic clash
Cities fall in ruin
Why must we die?

Obliteration of mankind
Under a pale gray sky
We shall arise

Andreas B.:
Hach ja, die gute alte Arise. Eine klasse Wahl, mein Bester.
1991 lauschte ich an einem Mittwochabend den lauten Klängen des Radiosenders HR3. Damals gab es dort die Sendung Hard ’n Heavy mit dem Moderator Till Hofmeister. Diese Sendung habe ich jahrelang regelmäßig gehört und zeitgleich auf Kassette aufgenommen. Jedes Mal mühselig die Werbung rausgeschnitten und am Ende hatte ich so einige Mixtapes zusammen. Bands wie Chroming Rose, Bonfire, Guns n‘ Roses oder eben auch Sepultura gelangten so zum ersten Mal an mein Ohr. Murder war das erste Geballer, das ich von der Band hören durfte. An diesem einen Mittwoch wurde die Arise vorgestellt und ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie erstaunt ich war. SO HART kann Metal sein? Ich hatte ja keine Ahnung. Aber ja, fangen wir mal ganz vorne an.

Arise ist wieder so ein Album, auf dem die ersten drei Songs durchweg an der Höchstnote kratzen. Der Opener und Titeltrack überrascht mit einer furztrockenen und druckvollen Produktion, die zwar heftig durchs Gebälk ballert, mir aber  – im Gegensatz zum 89er Output Beneath The Remains – etwas zu dumpf und komprimiert ist. Wahrscheinlich ist das aber Geschmackssache. Das Livevideo Under Siege – Live In Barcelona 1991 gehört damals zu meinen absoluten Lieblingsvideos und wartet auch soundtechnisch etwas „weiter“ auf. Genießen wir doch mal zusammen das Intro und Arise:

Das Video ist der beste Beweis, warum die Brasilianer damals relativ unangefochten auf dem Thrash-Thron saßen und mit ihrer ungestümen und exotischen Wildheit auch Slayer kurzzeitig in die Schranken wiesen. Die Jungs waren damals deutlich zugänglicher und versprühten einen Hauch von Punk-Attitude, der im krassen Gegensatz zur Uhrwerk-Präzision der Jungs um Tom Araya stand.

Ich durfte Sepultura auf der Folgetour zum Chaos A.D.-Album zum ersten Mal live sehen. Zusammen mit Obituary, Rollins Band und Phillip Boas Voodoocult (warum auch immer…) machte die Band im Sommer 1994 als Headliner auch in der Aschaffenburger Unterfrankenhalle halt. Was ein Package, zumindest zusammen mit Obituary.

Wie auch immer, kommen wir zurück zum Album. Dead Embryonic Cells (kultiger Songtitel übrigens 😂) ist dann gleich der nächste Überhit. Etwas grooviger als Arise und mit einem der besten Mittelparts aller Zeiten ausgestattet. Wenn ab ca. 03:34 Minuten das Tempo rausgenommen wird und dieser übergrobe Midtempo-Part kommt, gibt es für die Nackenmuskulatur kein Halten mehr. Ganz großes Kino.

Desperate Cry bringt diesen Weltklasse-Hattrick zu einem energetischen Ende. Auch hier ein ähnliches Prinzip: Nach etwas mehr als drei Minuten lockert die Band den Song durch akustische Klänge und dann, wieder einmal, mit einem gnadenlosen Headbang-Groovepart auf. Danach dann dieses epische Solo und der Doublebass-Part bis zum Ende.
Kann man gar nicht so richtig in Worte fassen; muss man gehört haben. Und auch wenn die Chefredaktion jetzt wieder meckert, dass viel zu viele Videos im Text sind: Lattenhagen, egal, wumpe. Muss jetzt sein 😉

René W.:
Ja, ja, ich glaube, ich muss dich mal zensieren, 😀 wenn du hier alle mit Videos belästigst. Wobei die Arise-Aufnahme gefällt mir richtig gut und war mir vorher noch nicht vor die Augen gekommen. Der Anfang von Dead Embryonic Cells ist bereits nur fett. Zweiter Song der Scheibe und wieder schaffen es die Brasilianer, einen Start aufzuziehen, bei dem jeder Hörer nach Sekunden weiß, welcher Hit kommt – unglaublich. Mit Top Alben Platzierungen ist es immer so schwer. Aus Spaß kam die Idee, mal eine Top 500 zu machen … hoffentlich nagelt mich unser lieber Kollege Florian W. darauf nicht fest. Wie dem auch sei, Arise und Sepultura würden sehr weit vorne landen. Für mich eins der stärksten Thrash Alben überhaupt, auch wenn da Bands wie Slayer, Kreator, Testament usw. ganz sicher was dagegen haben. Dead Embryonic Cells: der von dir angesprochene Mittelpart ist nur tödlich, der ganze Song eine Partygrube für Headbanger. Die Power in der Zeit um 1991 war wohl im Nachhinein einmalig im Vergleich zu andern Genregrößen.

Wenn du zwei Knochenbrecher heraushaust und dann ganz locker Desperate Cry nachlegen kannst, bist du eh nicht von dieser Erde. Du weißt ja, wie das bei uns in der Redaktion läuft; wir hören unglaublich viele Alben für Reviews, daher habe ich es persönlich ganz oft, dass, wenn News oder Mails geschrieben werden, einzelne Stücke laufen. Da müssen nicht zwingend ganze Alben am Stück laufen, sondern die Abwechslung macht einem den Kopf frei. Alben wie Arise einmal gestartet, kann man jedoch gar nicht vorm Ende unterbrechen, oder wie geht dir das so?

Wo du schon Murder angesprochen hast, nehmen wir diesen jetzt in der Runde noch fix mit. Song Nummero vier wohlgemerkt. Die Qualität ist immer noch im obersten Limit und Murder mimt den Killer. Du schlägst jetzt die Hände vermutlich über dem Kopf zusammen, die einfachen Riffs, die doch spielwitzigen Gitarrenauswüchse und dazu die durchdringende Stimme machen den eigentlich eher zum Durchschnitt tendierenden Hit zum nächsten Kracher. Die Midtempo-Ergüsse sprengen sämtliche Schultergelenke. Kommen wir schnell auf die Live-Schiene –  mir blieb Max bis 2006 verweht. Die Sause mit Soulfly auf dem Wacken kann man nie wieder vergessen. Nach dem Set mit Roots Bloody Roots und Eye For An Eye brauchte man literweise Wasser, um nach der Staubschlacht unter der sengenden Sonne wieder klarzukommen. Max schmiss nach dem letzten Titel mit seinen Mitstreitern die Schuhe in die Menge, ein absoluter Kracher – was für eine Ikone und Band, die mir leider viel zu selten unter die Augen kommen … es wird mal wieder Zeit. Andi, wäre doch mal eine gemeinsame Reise für uns beiden Nordlichter wert, oder was meinst du?

Andreas B.:
Hm, jetzt haben wir unseren ersten Streit 😉
Für ich mich fängt das Ende von Sepultura schon mit der Roots an. Der Titeltrack ist live zwar eine Granate – ich habe ihn mal auf irgendeinem Festival von Soulfly gehört – allerdings bin ich einfach kein Freund von „Hüpfmetal“. Da bin ich zu konsequent verbohrt-oldschool. Die Chaos A.D. war ja das Bindeglied zwischen den alten und „modernen“ Sepultura. Immer weniger Thrash, dafür mehr Hüpf-Boing-Rumba-Klöng-Dedöm. Das konnte mich noch nie begeistern und ich kann mich auch heute nicht wirklich für Bands wie Korn, Limp Bizkit, Clawfinger, RATM oder eben auch Soulfly begeistern. Auch wenn letztgenannte sicherlich noch den kompromisslosesten Härtegrad von allen vorweisen. Im Jahr 2000 „durfte“ ich das zweite Soulfly-Album, Primitive, rezensieren. Das ist einfach schwer, wenn man die Stimme von Max immer mit Klassikern wie Arise, Beneath The Remains, Inner Self, Troops Of Doom oder auch Mass Hypnosis verbindet. Und da wird alles, aber nicht gehüpft. Allerdings hat mich der Text des Titelsongs sehr angesprochen und ich lebe dieses Prinzip auch heute noch:

Back to the primitive
Fuck all your politics
We got our life to live
The way we want to be

Back to the primitive
Fuck all your politics
Who feels it, knows it
The god will guide me

Back to the primitive
Fuck all your bullshit
We’re back to set it free
Confronting the negative

Back to the primitive
Fuck all you wannabe’s
You don’t mean shit to me
Let it bleed!

Dennoch, René, mit dir fahre ich ja überall hin. Helloween haben wir ja definitiv noch auf unserer „Zu zweit in den Sonnenuntergang“-Liste, von mir aus auch ab zu Soulfly ... oder lieber doch zur Cavalera Conspiracy? 😉

So, wo waren wir? Ach ja, die Arise. Also Murder mag ich auch. Hat für mich nicht die Klasse der ersten drei Songs, macht aber trotzdem Spaß. Das Intro von Subtraction erinnert mich immer an das Drum-Intro von Running Wilds Little Big Horn. Nur eben doppel so schnell gespielt, haha. Auch wieder ein 100%iger Thrasher, mit schöner Leadgitarre im Refrain. Hat an dieser kurzen Stelle sogar was von Paradise Lost. Ich mag ja den kurzen Offbeat im Mittelteil, gefolgt vom etwas langsameren C-Part. Das typische Arise-Schema eben.

Altered State hat ein geiles Intro und zieht einen dann explosionsartig in ein doomiges, klebriges Schlammloch runter. Und zack: Midtempo-Nackenbrecher-Riffing. Der langsame Sprechgesang am Anfang und generell die ganze Stimmung erinnert mich irgendwie an Motörheads Orgasmatron. Den haben die Brasilianer ja auch richtig gut gecovert und als Bonustrack veröffentlicht.

Altered State bietet zudem noch unverzerrte Gitarren, einen ultragroovigen Mittel-Endpart und ein For Whom The Bell Tolls-Ende,. 😉 Hammerguter Song, knüpft für mich an den flotten Anfangs-Dreier an.

Under Siege (Regnum Irae) bleibt auch sofort im Ohr.

Holy wars unleashing bloody raids
The sacred earth without a face
Consumed by murderous sinners
Psychotic leader
Insane, insane, insane, insane!

Living in a dying age
Persecute the human race
Triumph of death in the wasteland
Blood signs your epitaph

Diese Zeilen habe ich damals immer und immer wieder mit gereckten Fäusten von mir gebrüllt. Groovt wie Hölle, rifft sich ziemlich böse, düster und bedrohlich durch die knapp fünf Minuten. Grandios.

René W.:
Gereckte Fäuste bleiben bei der Scheibe auch kaum aus, oder wie soll man seine Hände über die gesamte Spielzeit auch nur ansatzweise ruhig im Schoß falten? Subtraction passt wunderbar ins Kollektiv, wofür Arise ebenso steht, wie für die einzelnen Hits. Hast du eine Schwachstelle auf der Platte ausgemacht? Solange ich auch suche, aber es gibt keinen Punkt, an dem Max und Co. mich nicht zu 100 Prozent erreichen. Wenn Subtraction den walzenden Thrash Hammer fallen lässt, kann man gar nicht mehr anders, als den Kopf im Takt bis zum Anschlag im Kreis zu drehen. Das Gitarrensolo bringt die Abwechslung mit hinein, bis der zermürbende Rhythmus alle Knochen bricht und Max wieder beginnt, seine Vocals aus den Boxen zu dreschen – einfach traumhaft schöne wie tödliche Kunst.

Altered State könnte auch in die Roots vom Intro her passen. Der Groove dominiert die über sechs Minuten Spielzeit. Die klirrenden Gitarrensaiten am Anfang haben es mir angetan, bevor die Midtempo-Maschine in Perfektion anläuft. Was einfach überzeugt, bleibt die Tatsache, dass Sepultura gar nicht permanent einen raushauen müssen und trotzdem zu jeder Sekunde den Hörern suggerieren, eine tödliche Artillerie auf sie niederzuschießen. Zwei gut gekühlte Bier, Arise und nach spätestens einer halben Stunde hat man alle guten Manieren verloren. Trotz der längeren Spielzeit büßen Desperate Cry und auch Altered State nicht an Charme ein. Witzige Randnotiz: Mit über 25.000 verkauften Scheiben erreichten sie Gold in Indonesien; kann man auch mal wissen. 😉 Under Siege (Regnum Irae) komprimiert die Kunst schnell wieder auf unter fünf Minuten und bringt Sepultura wieder in den Zugzwang, schnell auf den Punkt kommen zu müssen. Die Sequenzen, die ich früher auch gerne mal als störend empfunden habe, lockern das Geschehen auf. Die von dir zitierten Passagen leben den bissigen Thrash Metal mit Punk-Attitüde, wo man ruhig die Ohren zuhalten kann und trotzdem durchdreht.

Kurz vorm Ende dürfen Meaningless Movements und Infected Voice ran. Bei vielen bleibt das Album nach dem sehr guten Start zum Ende hin nicht mehr ganz so prägnant im Kopf hängen. Für mich zählen beide Tracks einfach mit dazu. Meaningless Movements hält den Spannungsbogen stets hoch. Wir haben fast nur von Max gesprochen, aber Igor Cavalera belebt Arise ungemein. Daneben lebt eine weitere Legende: Andreas Kisser nicht persönlich beim Namen zu nennen, wäre eine Schande. Die Axt von ihm wurde so übel geschärft, dass er damit selbst den heimischen Urwald hätte abholzen können. Neben diesen Namen wirkt Paulo Xisto Pinto Jr. am Bass beinahe als Mitläufer, auch wenn es hart klingt. Infected Voice macht den Namen zum Programm. Wie kann man Arise würdig ausklingen lassen? Na klar, mit eben Infected Voice. Den Mittelfinger weit in die Luft gereckt, können Sepultura alle gepflegt am Arsch lecken. Friss oder stirb – zur Wahl bleibt ansonsten nur Infected Voice. Schnell, skrupellos und noch mal in Höchstform gebracht, brechen die Südamerikaner den letzten unversehrten Knochen. Du hast kommende Jump-Attacken kritisiert, da bin ich nicht ganz bei dir. Klar ein hörbarer Schritt in andere Gefilde, an Power wurde jedoch nicht gegeizt. Motörheads Orgasmatron hattest du als Bonustrack angesprochen. Eine Saufidee der Band, die man nicht missen möchte. Das gilt für die ganze Platte, die relativ schnell eingespielt war. Anekdoten gibt es dazu auch genau auf Roots, Karma, Chaos – Mein Leben Mit Sepultura und Soulfly. Das soll keine Schleichwerbung fürs Buch werden, nur hat es mich persönlich sehr beeindruckt. Abschließend die Phase von Arise über Chaos A.D. bis Roots kann man als goldenes Zeitalter der Band huldigen, über das sie noch nach ihrem Tod bekannt bleiben werden.

Andreas B.:
René … alles ok bei dir? Geht es dir gut? Muss ich mir Sorgen machen? Ich glaube, das ist das erste Mal, dass du mich nicht nach meiner Top3 gefragt hast. Heiligs Blechle! Bringt dem Mann mal einer schnell ein Glas Bier!
Bevor ich meine Platzierung nenne – und deine erwarte, hehe – noch ein paar Worte zu Meaningless Movements und Infected Voice. Erstgenannter klingt wie eine Zusammenfassung der bisherigen Songs. Einmal alles in einen Pott gekippt, heißes Wasser drauf und die 5-Minuten-Sepultine kurz umgerührt. Das Ergebnis: Meaningless Movements. Natürlich macht auch dieses Teil Spaß, sorgt bei mir aber nicht für Extase. Das böse Wort „uninspiriert“ möchte ich dafür nicht verwenden, „kreativ“ aber auch nicht. Infected Voice killt nach ca. 2:00 Minuten mit einem erneut genialen, langsamen Mittel-Bang-Part. Der ist kurz, aber geil. Der Rest geht etwas im Thrash-Allerlei unter.

Egal, denn Orgasmatron lässt die Wände dann abschließend bedrohlich wackeln. Ich find den Song im Original zwar nicht schlecht, habe aber definitiv andere Motörhead-Favoriten.
Ganz weit oben übrigens die Ramones-Hommage R.A.M.O.N.E.S. vom Kiss Of Death-Album. Was aber auch daran liegt, dass ich die Bubblegum-Punk-Veteranen ziemlich heiß finde.

Wie auch immer, Sepulturas Orgasmatron ist nicht nur eine der besten Metal-Coverversionen ever, sondern auch der geniale Abschluss eines saustarken Albums, das sich fast keine Schwächen erlaubt. Würde ich mit 9 Punkten bewerten. Vielleicht sogar 9,5.
Für mich persönlich eines der prägendsten Balleralben meiner Jugendzeit.

Also, dann noch die obligatorische Top3:

1) Dead Embryonic Cells
2) Arise
3) Orgasmatron

René W.:
Stimmt die Top drei wären mir bei der ganzen Euphorie beinahe durchgerutscht. Für mich ist es ebenfalls eins der bedeutendsten Alben in der Phase, in der es neben dem klassischen Heavy Metal immer härter werden durfte. Neun Punkte, da bin ich ganz bei dir mit der Tendenz zu mehr. Bevor meine Top 3 als Abschluss folgen, hier ein kleiner Hinweis in eigener Zeitreise Sache. Die nächste Runde wird wieder deutlich ruhiger und zieht uns nach Skandinavien – viel mehr möchten wir noch gar nicht verraten, außer, dass die Scheibe 27 Jahre alt ist.

Wie von Andi gewünscht und gefordert zum Abschluss meine Favoriten. Ganz oben steht der Titeltrack Arise und daneben Dead Embryonic Cells sowie Infected Voice. Ohne Orgasmatron zu berücksichtigen. Dann würde schweren Herzens wohl Dead Embryonic Cells hauchdünn herausfliegen.

Euch gefällt unsere Time For Metal Zeitreise? Dann schaut euch auch gerne die anderen Folgen an:

Time For Metal Zeitreise – Iron Maiden – Killers (1981)

Time For Metal Zeitreise – Metallica – Metallica (1991)

Time For Metal Zeitreise – Helloween – Keeper Of The Seven Keys Part I (1987)

Time For Metal Zeitreise – Helloween – Keeper Of The Seven Keys Part II (1988)

Time For Metal Zeitreise – Grave Digger – Tunes Of War (1996)

Time For Metal Zeitreise – Sodom – Agent Orange (1989)

Time For Metal Zeitreise – Manowar – Kings Of Metal (1988)

Time For Metal Zeitreise – Blind Guardian – Tales From The Twilight World (1990)

Time For Metal Zeitreise – Slayer – Reign In Blood (1986)

Time For Metal Zeitreise – Dimmu Borgir – Enthrone Darkness Triumphant (1997)

Time For Metal Zeitreise – Warlock – Triumph And Agony (1987)

Time For Metal Zeitreise – Scorpions– Crazy World (1990)

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