24.03.2018: The Pinpricks EP-Release-Party in der Kieler Hansa48 sitzt wie ein Nadelstich

                                                 „EP-Release-Party sitzt wie ein Nadelstich!“

Eventname: EP-Release Party

Headliner: The Pinpricks

Support: As Giants Fail

Ort: Hansa48, Kiel

Datum: 24.03.2018

Genre: Hard-Rock, Alternativ-Rock, Grunge, Crossover

Besucher: ca. 150

Eintrittspreis: (Nur) AK 7,00 €

Bandmitglieder As Giants Fail:

Gitarre – Philipp Loose
Gitarre 2 – Milo (Hinterhof Supernova) als Aushilfe
Bass – Ingo Paulowicz
Schlagzeug – Rico Kobarg

Bandmitglieder The Pinpricks:

Gesang, Gitarre – Ronja Kaminsky
Bassgitarre – Nils Degenhardt
Schlagzeug – Palle Spiekermann

Setlisten:

  1. Human
  2. Curiosity
  3. Ison
  4. Era
  5. Iniquity
  6. Clockwork
  7. New Horizons
  8. Sunstorm
  9. Rain
  10. Panthalassa
  11. Zugabe: Maelstrom

  1. No Exit
  2. Know You Can´t
  3. You Don´t
  4. I´ve Got The Beat
  5. The Same Blue
  6. Into The Light
  7. Get Out
  8. Beautiful World
  9. Johnny Evil
  10. Drumsolo / Little Princess
  11. Sweet Pain
  12. Million Pieces
  13. I Can´t Take It
  14. Bass-Solo / Lost
    Zugabe:
  15. Foxy
  16. Marionette

Man, was für ein Stresstag in unserem beschaulichen Landeshauptdorf.
Sonst freut man sich über Events in Kiel, heute ist, eigentlich ja graue Saure-Gurken-Zeit, überall was los. Meine Hausband Tears For Beers ist der Opener für Max Mutzke auf der Krusenkoppel. Der THW Kiel spielt ein Spitzenspiel in der Handball-Bundesliga und in dem kleinen, aber feinen Kulturzentrum Hansa48 ist die lang erwartete EP-Release-Party von The Pinpricks.

20 Uhr sollte das Ganze losgehen, bei meiner Ankunft kurz vorher ist aber noch Soundcheck. Arg in Verzug, die Jungs… Mache ich keinem einen Vorwurf draus, war auf der Krusenkoppel auch so. Guter Sound und fehlerfrei arbeitende Geräte sind wichtiger als ein paar Minuten Pünktlichkeit.

As Giants Fail auf der kleinen Hansa-Bühne

Zeit, einmal den Merch-Stand zu begutachten. Beide Bands haben reichlich aufgefahren, obwohl es ja eigentlich noch junge Bands sind. Vinyl von beiden – was für ein Luxus.
Ein Kaltgetränk geholt und schon werde ich auch erkannt. Ich kauf mir bald mal eine Anonymus-Maske…
21 Uhr, es geht los. Da ich die Jungs von As Giants Fail nicht kenne, gebe ich mich ganz der Musik hin. Ungewöhnlich und gut. Die Jungs spielen Post-Rock/Metal ohne Gesang. Zum letzten Mal hörte ich so etwas in den 80gern. Damals nannte man es Space-Rock. Wie damals lässt die Band auch heute Bilder sprechen. Über einen Beamer werden Videos zur Musik auf eine Leinwand geworfen. Anfänglich orientierungslos vergesse ich sogar, mir Notizen zu machen…  Erst bei Iniquity weicht meine Überraschung. Der Song entstand, da die Band nicht damit einverstanden ist, was auf der Welt passiert. Die Bilder zeigen den abstürzenden Zeppelin Hindenburg, Flutkatastrophen und Bombenexplosionen bis zum Einsturz des World Trade Centers.
Auf Sunstorm, ein Song für alle, die gerne in der Sonne sitzen, folgt Rain. Das kennen wir Kieler besser… Die Bilder auf der Leinwand zeigen allerdings Tornados und Regenwolken in der Wüste. Panthalassa, der letzte Song des regulären Sets ist brandneu. Er ist nur online zu haben und dreht sich ebenfalls um das Thema Wasser.

Frontfrau Ronja Kaminsky
Drummer Palle Spiekermann

Nach einer kurzen Umbaupause, die beiden Bands benutzen vieles gemeinsam, geht um 22:26 Uhr das Licht aus. Auf der Leinwand erfolgt die Videopremiere des Titels Marionette. Anschließend betreten die drei Protagonisten die kleine Bühne nacheinander. So unterschiedlich, wie es nur geht. Basser Niels in normalen Klamotten, Drummer Palle in einem Tigerfell-Imitat-Bademantel und Frontfrau Ronja im schwarzen Spitzenkleid. Nach einer kurzen Begrüßung geht es mit No Exit, dem Hammersong der ersten EP los. Druckvoll, scheinbar mühelos, rocken sie die Hansa. Ohne viel Gerede spulen die drei wie alte Hasen ihr Set herunter. Neben den drei Titeln der alten 2016er-EP The Pinpricks werden auch die neuen Titel der EP Hunger abgefeiert. Ein Review zu der neuen EP könnt ihr hier nachlesen. Bei Sweet Pain bildet sich in der gut gefüllten Hansa48 ein Moshpit. Das folgende Million Pieces ist bereits der zweite Titel, der live uraufgeführt wird. Dies stört die feiernde Menge nicht.

Bassmann Nils Degenhard

Andacht geht anders. Nach dem Bass-Solo von Nils Degenhard droht es sich an: Mit Lost folgt der letzte Titel des Abends. Natürlich kommen die Drei noch einmal zurück auf die kleine Hansa-Bühne.
Es folgt Foxy und zum definitiven Abschluss das, womit das Set angefangen hat: das Hitverdächtige Marionette.

Gleich im Anschluss mischen sich Nils und Palle am Merch-Stand unter die noch verweilenden Gäste und stehen für Gespräche zur Verfügung. Gegen Mitternacht geht für mich ein toller Konzertabend zu Ende.

 

 

 

Fazit: Ein Augen- und Ohrenschmaus, wie ich es selten bei einer Newcomerband erlebt habe. Ich freue mich auf Ihre nächsten Auftritte beim Bootshafensommer oder der Kieler Woche!

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