„Nicht repräsentativ!“
Artist: The Answer
Herkunft: Downpatrick, Irland
Album: Raise A Little Hell
Spiellänge: 50:56Minuten
Genre: Rock
Release: 06.03.22014
Label: Napalm Records
Link: https://www.facebook.com/theanswerrock?fref=ts
Bandmitglieder:
Gesang – Cormac Neeson
Gitarre – Paul Mahon
Bassgitarre – Michael Waters
Schlagzeug – James Heatley
Tracklist:
- Long Live The Renegades
- The Other Side
- Aristocrat
- Cigarettes & Regrets
- Last Days Of Summer
- Strange Kinda´Nothing.
- I Am What I Am
- Whiplash
- Gone Too Long
- Red
- I Am Cured
- Raise A Little Hell
Seltsam belanglos dümpeln die Iren The Answer auf Album Nummer Fünf mit dem Namen Raise A Little Hell dahin. Vorbei scheinen die Zeiten richtig geiler Songs, die vor Power und Energie nur so gestrotzt haben, denn The Answer erwecken alles andere als die Hölle, vielmehr klingt man richtig bescheiden und an die Leine gelegt. Was ist bloß los mit den Jungs? Bahnt sich bei den Iren angesichts der mageren Erfolge der Frust an? Schließlich spielte man sich in der Vergangenheit den Allerwertesten ab, war auf Festivals vertreten und tourte ausgiebig, allerdings ohne den bisher ganz großen Erfolg. Wenn es mit rechten Dingen im Musikbusiness zugehen würde, dann müssten The Answer eigentlich eindeutig weiter sein was den Erfolgsgrad angeht. Mit dem aktuellen Album nimmt man eine harte Kurskorrektur des Sounds vor, grooved belanglos in der Suppe, lässt mehr funkige Elemente zu und versucht weg vom durchaus wilden Hardrock hin zu einer kommerziellen Version für Sonntagsrocker zu kommen. Furchtbar nachzuhören im Opener Long Live The Renegades und vertieft im groovigen The Other Side.
Aristocrat hingegen ist ganz ok, wummert aber zugunsten eines Grooves weg von den sonst so begnadeten Melodien anderer Alben der Band. Für mich drückt sich die Änderung der Musik auch im Cover aus, denn dort wieseln dümmliche Comicgestalten statt nachdenklicher Bildmetaphern umher, sehr ätzend. Rohrkrepierer Nummer Eins ist das öde Last Days Of Summer, gefolgt vom Schmusesong Strange Kinda´Nothing und dem behinderten Chor-Mitklatschlulli I Am What I Am. Danach kommt Whiplash mit etwas mehr Dampf angepofft, zeigt einen passablen Refrain, ist aber weit von einer Ohrenpeitsche für den Hörer entfernt. Seicht und belanglos auch Gone To Long, Red und I Am Cured, bevor am Ende des Albums der vergroovte Titeltrack steht.



