Battleroar – Petrichor

24.04.2026 – Heavy Metal, Epic Metal, Folk Metal – No Remorse Records – 53:09 Minuten

In den vergangenen Wochen und Monaten brachte No Remorse Records viele junge und starke Metalbands aus Griechenland ins Blickfeld der Fans. Ende April hat das Label fast einen Veteranen der einheimischen Szene am Start. Battleroar aus Athen präsentieren sich mit stark veränderter Bandbesetzung und haben ein neues Album mit dem Namen Petrichor am Start und damit den Nachfolger von Codex Epicus. Pünktlich zum Keep It True Festival in Lauda-Königshofen liegt frisches Material auf dem Tisch.

Petrichor liegt pünktlich zum Keep It True auf dem Tisch

Dass die Szene in Griechenland funktioniert, zeigt der Art-Work-Künstler von Battleroar. Mars Triumph, Sänger von Triumpher, hat mal eben das Cover für Petrichor entworfen. Als Gastsänger ist er aber nicht verewigt. Auch für das Mixing und Mastering ist mit Arthur Risk ein bekannter Name am Start. Nach dem Intro ist The Missing Note genau der Stoff, der auf den bekannten Undergroundfestivals fliegt. Episch und erhaben suchen die Protagonisten die Note und haben eindeutig die richtige gefunden. Manilla Road lassen grüßen und Doomsword oder Warlord winken selbstverständlich genauso mit dem Zaunpfahl.

Atmosphärischer Einstieg, ein sich langsam nach vorne walzender Sound. Atē, Hybris, Nemesis stampft und schnauft und der epische Doom kommt noch mehr zum Vorschein. Wer Parallelen zu Atlantean Kodex findet, ist richtig unterwegs, wobei der Gesang von Michalis Karasoulis sowie Alex Papadiamantis mit seiner Violine für Alleinstellungsmerkmale sorgen. Das Ding sollten Epic-Metal-Fans auf jeden Fall antesten, wobei die Violine Geschmackssache sein dürfte.

Das nachfolgende Legacy Of Suffering (Flagellants) bewegt sich mehr im klassischen Metal und ist alles andere als schwach, fällt aber gegenüber seinem Vorgänger etwas ab bzw. gibt den Fans Zeit zum Luftholen. Der nächste Brecher über mehr als sieben Minuten folgt mit The Earth Remembers, The Rain Forgives. Das Topic mit der gewöhnungsbedürftigen Violine bleibt, dazu ist die Nummer über die Laufzeit etwas eintöniger als Atē, Hybris, Nemesis. Erst zum Finale brechen Battleroar ihren Rhythmus mit Chorgesang und erhabenem Stampfen auf.

Die siebenminütigen Laufzeiten reichen sich die Hände. What Is Best In Life? Eine berechtigte Frage, die Battleroar mit stampfendem Rhythmus und einem eindringlichen Refrain, der den Übergang zementiert und eine Tempoverschärfung einläutet, beantworten. Irgendwo zwischen epischem Doom, epischem Metal und Heavy Folk Metal sind die Protagonisten unterwegs und liefern das zweite fette Ausrufzeichen.

Mit Chaosbane geht der Schwenk zum Heavy Metal, wobei die Violine zwischen den Gesangsparts gewöhnungsbedürftig bleibt. Der Schlusspunkt nennt sich Wiled The Myth, der mit dem Schwert in der Hand in Richtung Scheibenende stampft. Einen Bonustrack gibt es noch in Form von Storm Inside, der sich in den Kontext der anderen Stücke einordnet.

Hier geht es für weitere Informationen zu BattleroarPetrichor in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Battleroar – Petrichor
Fazit zu Petrichor
Battleroar legen mit Petrichor ein interessantes, aber auch gewöhnungsbedürftiges Epic-Metal-Album auf den Tisch. Der Knackpunkt der Platte dürfte die Violine sein, die nicht nur einmal deplatziert und anstrengend wirkt. Gerade der Einsatz zwischen den Gesangspassagen sorgt für Stirnrunzeln.

Auf der Habenseite sind starke epische Melodien zu verbuchen und mit Michalis Karasoulis ist ein hervorragender Sänger am Start. Die Violine sorgt dafür, dass der epische Fluss und Hörgenuss gelegentlich ins Stottern geraten und der Härtegrad abfällt. Trotzdem ist Petrichor eine hörenswerte Platte, die das neu zusammengesetzte Sextett erschaffen hat. Fans von epischem Metal, die einer folkigen Note positiv gegenüberstehen, könnten hier ein Highlight finden.

Anspieltipps: Atē, Hybris, Nemesis, What Is Best In Life? und Wiled The Myth
Jürgen F.
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