Altarage – Succumb

Willkommen in einer neuen Dimension der klanglichen Dunkelheit

Artist: Altarage

Herkunft: Spanien

Album: Succumb

Spiellänge: 63:16 Minuten

Genre: Black Metal, Death Metal

Release: 23.04.2021

Label:  Season Of Mist Underground Activist

Link: https://altarage.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Unbekannt
Gitarre – Unbekannt
Bassgitarre – Unbekannt
Schlagzeug – Unbekannt

Tracklist:

  1. Negative Arrival
  2. Magno Evento
  3. Maneuvre
  4. Foregone
  5. Drainage Mechanism
  6. Watcher Witness
  7. Fair Warning
  8. Lavath
  9. Forja
  10. Inwards
  11. Vour Concession
  12. Devorador De Mundos

Altarage aus Spanien gibt es mindestens seit dem Jahre 2015. Das erste Demo ist in dem Jahr herausgekommen. Drei Alben später weiß man immer noch nicht mehr von der Band, außer dass die Protagonisten aus Bilbao stammen. Im Grunde auch egal. Album Nummer vier steht auf der Agenda.

Kalt und unbarmherzig geht es dann auch mit Negative Arrival los. Ein wildes Zusammenspiel von Chaos und Gitarrengeflirrel verdunkelt den Alltag, alles klingt wie eine industrielle Kriegserklärung und zieht einen völlig runter. Der screamige und aggressive Gesang im Hintergrund gibt einem den Rest. In knappen zwei Minuten ist der Spuk vorbei.

Das folgende Magno Evento gibt mal so richtig Gummi. Voll auf die zwölf. Gefangene gibt es hier nicht. Wer sich hier nicht drauf einlässt, verliert den Kampf. Die reinste Vernichtung und dieses im positiven Sinne. Der Song steht für alles, was die Band ausmacht. Dunkelheit, Chaos, verstimmte Gitarren, Rohheit, verspielte und straighte Blatsbeats und langsame Elemente. Ob man diese schon als groovig bezeichnen kann, wage ich zu bezweifeln. Sie werden dann aber noch langsamer vorgetragen und erreichen einen doomigen Faktor. Ein krankes und vom Sound her düsteres Solo kriecht unter der Decke hervor und natürlich wird es dann wieder niedergemetzelt.

Auch Maneuvre kommt am Anfang eher schleppend und sick, sehr verspielt, was die Gitarrenelemente angeht, wird dann aber zu einer rasenden Angelegenheit. Die Growls klingen in den Hintergrund gedrängt, aber sehr fett. Das Tempo geht dann wieder in den Keller und lachen werden diese unbekannten Protagonisten dort sicherlich nicht, da kann man von ausgehen, hehe.

Mit Foregone begibt man sich dann auf eine eher längere Reise und erkundet das Universum. Fast acht Minuten schleicht und ballert man sich durch den spanischen Wald und hinterlässt ordentlich Schutt und Asche. Der langsame Mittelteil ist megafett und bedrohlich und schafft irgendwie eine sehr negative und kalte Atmosphäre. Kann man gar nicht so richtig beschreiben, muss man eigentlich selber hören. Und Dunkelheit wird herrschen, überall. So oder so ähnlich. Krasses Teil. Mir wie immer natürlich immer ein wenig zu lang und irgendwie klingt das Ganze wie ein Soundtrack für einen Untergangsfilm.

Diese Handhabung setzen sie fort und mit Fair Warning bietet man so zwischendurch eine postapokalyptische Soundkulisse. Schon heavy und so langsam mache ich mir Sorgen um die Gesundheit der Musiker, vor allem der geistigen.

Mit Lavath rollt dann wieder eine kalte Maschine über einen hinweg und verbreitet Angst und Schrecken. Nach 80 Sekunden ist die Ballerpause vorbei und die Burschen holen die Doomkelle heraus. Aber so was von richtig. In Sekundenabständen erklingt der nächste Gitarrenton und weder Drums noch Gesang sind am Anfang zu hören. Irgendwann setzen dann alle ein und machen einen so richtig mürbe. Schon irgendwie kranker Scheiß. Aber auch dieses im positiven Sinne. Und irgendwann wird dann wieder gescheppert und geholzt. Boah, starker Tobak und dann ist der Spaß auch aus.

63 Minuten totales Chaos und musikalische Vernichtung bieten uns Altarage an. Nicht alles gefällt mir und manchmal übertreiben sie es ein wenig, aber wer auf krankes Zeug abfährt, ist hier genau richtig, keine Frage. Die Produktion lässt das Produkt in einem kalten und rohen Licht erscheinen, könnte meiner Meinung nach ein wenig transparenter sein, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Ansonsten gutes Zeug.

Altarage – Succumb
Fazit
Willkommen in einer neuen Dimension der klanglichen Dunkelheit. So kann man es zusammenfassen, zumindest ist es die Meinung der Band. Diese Dunkelheit wurde durch extrem verstimmte Gitarren, kranken Blastbeats und langsame Doom-Abschnitte erzeugt. Chaos und Vernichtung machen sich breit. Kein Album für zwischendurch, aber definitiv ein gut hörbares, grimmiges Blackened Death Metal Ungewitter!

Anspieltipps: Foregone und Lavath
Michael E.
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